Setup für die Beobachtung im Weißlicht






Mein Setup für die Beobachtung der Photosphäre im Weißlicht.



Das aktuelle Setup. Die ND 5.0 Folienfilter. Der UV/IR Sperr - L-Filter. Anmerkungen zu den Okularen. Die Sonnensucher.

Auf dieser Seite stelle ich meine einzelnen Komponenten für die Weißlichtbeobachtung der Sonne vor.

Dazu zählen das Herschelprisma in Verbindung mit dem 150/3000mm Schiefspiegler, der ND 5.0 Folienfilter und die Aufsuchhilfen (Sonnensucher) für die einzelnen Teleskope.



 
Das aktuelle Setup


Mein aktuelles Setup für die Beobachtung der Sonne besteht aus einem Maksutov Cassegrain für die Beobachtung im Weißlicht und einem Coronado PST für die Beobachtung in der H-alpha Linie.
Beide Teleskope habe ich nebeneinander auf eine Bresser-Fotomontierung. aufgebaut.
Mit einem "Baader-Strongehold" habe ich beide Teleskop parallel zueinander ausgerichtet, so das ich die gleiche Region auf der Sonne in beiden Teleskopen habe.

Den Maksutov Cassegrain habe ich mit einem Folienfilter zur Lichtdämpfung ausgestattet. Diese Kombination kann ich schnell einsetzen und damit auch kleine Wolkenlücken für die Beobachtung der Sonne nutzen.


Setup für die Beobachtung der Sonne

 
Die Folienfilter


Folienfilter  
Baader ASTF 80 und ASTF 100.

Am 110/1035mm Maksutov Cassegrain setze ich einem Baader ASTF 100 Folienfilter der Dichte ND 5.0 ein.
Der Folienfilter zeigt ein scharfes und detailreiches Bild.

Für meinem 80/400mm Refraktor, den ich eigentlich als Sucherfernrohr für dem 300/1200mm Newton verwende, verwende ich ebenfalls einen fertig gefassten Folienfilter mit der Baader AstroSolar Filterfolie der Dichte ND 5.0.
Durch den hohen Farbfehler von diesem kurzen Achromaten ist dieser nur bedingt für die Beobachtung der Sonne im Weißlicht geeignet.


  Diese Filter werden auf dem Tubus oder der Taukappe vom Teleskop aufgesteckt.

Folienfilter  
Die drei Zentrierstifte mit Gummi-Ummantelung halten den Filter gut auf der Taukappe. Zusätzlich kann der Filter mit Klettbänder gesichert werden.
Die Zentrierstifte sind verstellbar und liegen in zwei verschiedenen Durchmessern den Filter bei (Stand März 2018).

   Folienfilter


Die Zentrierstifte stehen weit in die Taukappe hinein und halten den Filterrahmen sicher.

Folienfilter

Die Filterfolie kann bei Beschädigung gewechselt werden. Eine Ausführliche Anleitung liegt diesem Filter bei.

 
Der UV/IR Sperr - L-Filter.


UV/IR Sperr - L-Filter  
Baader UV/IR Sperr / L-Filter.

Zur zusätzlichen Sicherheit bei der Beobachtung der Sonne im Weißlicht schraube ich einen UV/IR Sperrfilter in das Okular ein.
Laut Hersteller hat dieser Filter einen Durchlass von 420 - 680 nm. Laut der Kurve des Filters macht dieser bei ca. 1100nm wieder auf.

 
Das Herschelprisma am Schiefspiegler


Das Herschelprisma von LACERTA setzte ich ausschließlich am 150/3000mm Schiefspiegler ein.
Nachfolgend habe ich die einzelnen Komponenten zerlegt in der Reihenfolge des Lichtwegs dargestellt.


Setup

Die einzelnen Komponenten auf der Okularseite.


Die Bezeichnung der einzelnen Komponenten auf der Okularseite vom Herschelprisma:

  1. = Okular
  2. = 50,8mm (2") Okularadapter mit Spannhülse
  3. = Rotationsadapter
  4. = 2" Polfilter
  5. = Rotationsadapter-Hülse mit fest eingebauten 2" ND 3.0 Neutralfilter

Setup  
Nach den Komponenten der Okularseite folgt das Gehäuse vom 2" Lacerta Herschelprisma.


Setup

Die einzelnen Komponenten auf der Teleskopseite.


Die Bezeichnung der einzelnen Komponenten auf der Teleskopseite vom Herschelprisma:

  1. = 2" Steckhülse (*)
  2. = 2" Schwalbenschwanz- Zwischenring (*)
  3. = 2" Baader Clicklock Klemme (*)
  4. = 2" "IF UV/IRcut on KG3" IR/UV Cut.
  5. = 2" Steckanschluss mit M48 Filtergewinde

Setup

Die gesamten Komponenten.


Die Bezeichnung gesamten Komponenten:

  1. = Okularauszug vom Schiefspiegler.
  2. = Komponenten auf der Teleskopseite
  3. = Gehäuse vom Herschelprisma
  4. = Komponenten auf der Okularseite

Setup  
Die einzelnen Komponenten fertig aufgebaut.


Das Herschelprisma ist von Lacerta in der 2" Ausführung.
Dieses Herschelprisma hat eine offene Lichtfalle.


Das Sonnenlicht, das in die Lichtfalle geht, wird von dort aber nicht ausgespiegelt, so das hier keine Gefahr von Verbrennungen durch das ungefilterte Sonnenlicht entsteht.
Bei meinem Herschelprisma von Intes hatte ich mich eingemale am ausgespiegelten Sonnenlicht verbrannt.

Das Herschelprisma lenkt ca. 95% vom einfallenden Licht in die Lichtfalle, die restlichen ca. 5% stehen der Beobachtung zur Verfügung.
Das ist aber für die visuelle Beobachtung noch zu viel, es muss nach dem Prisma und vor dem Okular weiter gedämpft werden.


Beim Herschelprisma wird für das visuelle beobachten ein Neutralfilter mit einer optischen Dichte von 3.0 zwingend benötigt. Dieser Filter wird immer im Lichtweg nach dem Herschelprisma eingesetzt.
In meiner 2" Version ist der Neutralfilter in das Gehäuse eingebaut, in einigen älteren 1¼" Versionen muss er in das Okular eingeschraubt werden.

Ein Neutralfilter der Dichte 3.0 hat eine Durchlässigkeit oder Transmission von 0,1%.


Für eine weitere Dämpfung habe ich ein einfaches Polarisationsfilter in dem Rotationsadapter vom Herschelprisma eingeschraubt.
Durch das verdrehen vom Okular inklusive dem Polfilter kann ich die Helligkeit vom Sonnenbild stufenlos einstellen.
Dadurch das nach dem Herschelkeil das Licht schon teilpolarisiert ist, reicht ein einfaches Polarisationsfilter aus, und ein variabler Filter wird nicht benötigt.

Ich benutze den Polfilter, damit ich zum einen die Helligkeit des Sonnenbildes regele, um bei der Beobachtung nicht geblendet zu werden, zum anderen, um ein Überstrahlen von kleinen Flecken und Details zu vermeiden.
Durch die stufenlose Regelung der Helligkeit lassen sich durchaus auch kleinere Details beobachten die sonst überstrahlt werden.
Der Polfilter muss im Lichtweg nach dem ND 3.0 Neutralfilter eingebaut werden.

An dieser Stelle können auch noch andere kontraststeigernde Filter eingebaut werden.


Zur zusätzlichen Sicherheit habe ich im Lichtweg vor dem Herschelprisma einen Infrarot- und UV Schutzfilter, "IF UV/IRcut on KG3" eingeschraubt.
Dadurch, das mit diesem Filter die Infrarotstrahlung vom Sonnenlicht erst gar nicht in das Herschelprisma gelangt, bleibt auch die Lichtfalle kalt.

Ohne diesem Filter würde sich die Lichtfalle bei der Beobachtung der Sonne stark erwärmen.


Die Verlängerungshülse und die Reduzierung haben jeweils einen Spannring. Für mich ist es ganz wichtig das die teleskopseitigen Anschlüsse mit einem Spannring ausgestattet sind und nicht mit einer einfachen Klemmschraube.

Mit Klemmschrauben habe ich bisher schlechte Erfahrungen gemacht:

Bei ganz schweren Okularen habe ich die Klemmung schon öfters mit der Hand unterstützen müssen.

 
Anmerkungen zu den Okularen


Bei der Sonnenbeobachtung sieht man jedes noch so kleines Schmutzteilchen was sich im Okular verfangen hat.
Oft hilft nur ein verdrehen vom Okular um ein Schmutzteilchen aus dem Feld zu bekommen. Wichtig ist es hier um so mehr die für die Sonnenbeobachtung eingesetzten Okulare sauber zu halten.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, das nicht jedes Okular was für die Nachtbeobachtung ein problemloses Einblickverhalten hat, auch in gleicher Weise für die Tag und Sonnenbeobachtung geeignet ist.

 
Die Sonnensucher


Sonnensucher  
Einfach aber sehr funktionell.

Hier in der Version vom Astrogarten.
Der Sucher richtet sich durch seine Bauart von selbst parallel zum Tubus aus.

Befestigung per Schraube oder Klettband.


Sonnensucher  
Sonnensucher für den Sucherschuh.

Dieser kleine Sonnensucher wird in den Sucherschuh von Teleskop gesteckt.

Durch die verschiebbaren Eingangs- und Mattscheiben lässt sich dieser Sucher auf die Sonne ausrichten.


Sonnensucher  
Sonnensucher im Eigenbau.

Die Materialien sind Holz und Blech.
Befestigt wird er auf der Telrad Basis von meinem Schiefspiegler.


Sonnensucher  
Die Lichtfalle vom Herschelprisma.

Mit der Lichtfalle vom Lacerta Herschelprisma läßt sich schnell und einfach die Sonne zentrieren.
Das Lichtscheibchen in der Lichtfalle blendet auch nicht.


Sonnensucher  
Der Sonnensucher vom Coronado PST.

Das H-alpha Teleskop "Coronado PST" hat einen eigenen Sonnensucher im Gehäuse verbaut.
Mit diesem kleinen Sonnensucher kann die Sonne unkompliziert im Teleskop zentriert werden.


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