Sonnenbeobachtung
Setup für die Beobachtung im Weißlicht

Mein Setup für die Beobachtung der Photosphäre im Weißlicht.


Auf dem nachfolgenden Bildern habe ich mein aktuelles Setup für die Sonnenbeobachtung im Weißlicht in seine einzelnen Komponenten zerlegt dargestellt:


Setup

Die einzelnen Komponenten auf der Okularseite.


Die Bezeichnung der einzelnen Komponenten auf der Okularseite vom Herschelprisma:

  1. = Okular
  2. = 50,8mm (2") Okularadapter mit Spannhülse
  3. = Rotationsadapter
  4. = 2" Polfilter
  5. = Rotationsadapter-Hülse mit fest eingebauten 2" ND 3.0 Neutralfilter

Setup  
Nach den Komponenten der Okularseite folgt das Gehäuse vom 2" Lacerta Herschelprisma.


Setup

Die einzelnen Komponenten auf der Teleskopseite.


Die Bezeichnung der einzelnen Komponenten auf der Teleskopseite vom Herschelprisma:

  1. = 2" Steckhülse (*)
  2. = 2" Schwalbenschwanz- Zwischenring (*)
  3. = 2" Baader Clicklock Klemme (*)
  4. = 2" "IF UV/IRcut on KG3" IR/UV Cut.
  5. = 2" Steckanschluss mit M48 Filtergewinde

Setup

Die gesamten Komponenten.


Die Bezeichnung gesamten Komponenten:

  1. = Okularauszug vom Schiefspiegler.
  2. = Komponenten auf der Teleskopseite
  3. = Gehäuse vom Herschelprisma
  4. = Komponenten auf der Okularseite

Setup  
Die einzelnen Komponenten fertig aufgebaut.


Das Herschelprisma ist von Lacerta in der 2" Ausführung.
Dieses Herschelprisma hat eine offene Lichtfalle.


Das Sonnenlicht, das in die Lichtfalle geht, wird von dort aber nicht ausgespiegelt, so das hier keine Gefahr von Verbrennungen durch das ungefilterte Sonnenlicht entsteht.
Bei meinem Herschelprisma von Intes hatte ich mich eingemale am ausgespiegelten Sonnenlicht verbrannt.

Das Herschelprisma lenkt ca. 95% vom einfallenden Licht in die Lichtfalle, die restlichen ca. 5% stehen der Beobachtung zur Verfügung.
Das ist aber für die visuelle Beobachtung noch zu viel, es muss nach dem Prisma und vor dem Okular weiter gedämpft werden.


Beim Herschelprisma wird für das visuelle beobachten ein Neutralfilter mit einer optischen Dichte von 3.0 zwingend benötigt. Dieser Filter wird immer im Lichtweg nach dem Herschelprisma eingesetzt.
In meiner 2" Version ist der Neutralfilter in das Gehäuse eingebaut, in einigen älteren 1¼" Versionen muss er in das Okular eingeschraubt werden.

Ein Neutralfilter der Dichte 3.0 hat eine Durchlässigkeit oder Transmission von 0,1%.


Für eine weitere Dämpfung habe ich ein einfaches Polarisationsfilter in dem Rotationsadapter vom Herschelprisma eingeschraubt.
Durch das verdrehen vom Okular inklusive dem Polfilter kann ich die Helligkeit vom Sonnenbild stufenlos einstellen.
Dadurch das nach dem Herschelkeil das Licht schon teilpolarisiert ist, reicht ein einfaches Polarisationsfilter aus, und ein variabler Filter wird nicht benötigt.

Ich benutze den Polfilter, damit ich zum einen die Helligkeit des Sonnenbildes regele, um bei der Beobachtung nicht geblendet zu werden, zum anderen, um ein Überstrahlen von kleinen Flecken und Details zu vermeiden.
Durch die stufenlose Regelung der Helligkeit lassen sich durchaus auch kleinere Details beobachten die sonst überstrahlt werden.
Der Polfilter muss im Lichtweg nach dem ND 3.0 Neutralfilter eingebaut werden.

An dieser Stelle können auch noch andere kontraststeigernde Filter eingebaut werden.


Zur zusätzlichen Sicherheit habe ich im Lichtweg vor dem Herschelprisma einen Infrarot- und UV Schutzfilter, "IF UV/IRcut on KG3" eingeschraubt.
Dadurch, das mit diesem Filter die Infrarotstrahlung vom Sonnenlicht erst gar nicht in das Herschelprisma gelangt, bleibt auch die Lichtfalle kalt.

Ohne diesem Filter würde sich die Lichtfalle bei der Beobachtung der Sonne stark erwärmen.


Bei der Sonnenbeobachtung sieht man jedes noch so kleines Schmutzteilchen was sich im Okular verfangen hat.
Oft hilft nur ein verdrehen vom Okular um ein Schmutzteilchen aus dem Feld zu bekommen. Wichtig ist es hier um so mehr die für die Sonnenbeobachtung eingesetzten Okulare sauber zu halten.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, das nicht jedes Okular was für die Nachtbeobachtung ein problemloses Einblickverhalten hat, auch in gleicher Weise für die Tag und Sonnenbeobachtung geeignet ist.


Die Verlängerungshülse und die Reduzierung haben jeweils einen Spannring. Für mich ist es ganz wichtig das die Teleskopseitigen Anschlüsse mit einem Spannring ausgestattet sind und nicht mit einer einfachen Klemmschraube.

Mit Klemmschrauben habe ich bisher schlechte Erfahrungen gemacht:

Bei ganz schweren Okularen habe ich die Klemmung schon öfters mit der Hand unterstützen müssen.



Die Sonnensucher


Sonnensucher  
Einfach aber sehr funktionell.

Hier in der Version vom Astrogarten.
Der Sucher richtet sich durch seine Bauart von selbst parallel zum Tubus aus.

Befestigung per Schraube oder Klettband.


Sonnensucher  
Sonnensucher im Eigenbau.

Die Materialien sind Holz und Blech.
Befestigt wird er auf der Telrad Basis von meinem Schiefspiegler.


Sonnensucher  
Die Lichtfalle vom Herschelprisma.

Mit der Lichtfalle vom Lacerta Herschelprisma läßt sich schnell und einfach die Sonne zentrieren.
Das Lichtscheibchen in der Lichtfalle blendet auch nicht.


©  , Gerd Kohler, Burggrafenhof.