Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 1. Quartal 2020.
Januar bis März 2020.


Am ersten Tag vom neuen Jahr konnte ich bei guten Bedingungen mit der Beobachtung der Sonne beginnen. Sogar zwei kleine Flecken waren auf der Sonne zu sehen.
Am ersten Abend vom Jahr 2020 konnte ich mit meinem Cassegrain den Mond beobachten. Ein weiterer Abend mit der Beobachtung vom Mond ergab sich am 6. Januar.

Am 10. Januar wurde der Mond vom Halbschatten der Erde verfinstert. Diese Finsternis konnte ich durch Wolkenlücken sehen.

Um die auf meinem Fotostativ aufgebauten Teleskope nachführen zu können, kaufte ich mir eine Foto-Montierung, die sich als große Erleichterung in der Beobachtung herausstellte. Auf diese baue ich meine beiden Teleskope für die Beobachtung der Sonne parallel auf.

Merkur hatte im ersten Drittel vom Februar eine gute Abendsichtbarkeit. Zusammen mit der Venus waren beide inneren Planeten deutlich am Abendhimmel zu sehen.

 Januar


Sonnenbeobachtung am 1. Januar in Burggrafenhof, von 1045 bis 1115 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkenfreier aber nebliger Himmel.
Scharfes Sonnenbild. Ruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12755 /   2
Direkt am Süd-Ostrand steht eine sehr kleine Gruppe. In dieser sehe ich zwei kleine Flecken. Die Gruppe steht in einer hellen Fackel.

Die Granulation kann ich gut sehen.
H- alpha:

Die AR 12755 ist deutlich nahe am Sonnenrand sichtbar. An ihrer Stelle steht eine helle chromosphärische Fackel. Die restliche Chromosphäre ist sehr ruhig.
Am Sonnenrand kann ich keine Protuberanzen sehen.

Die Spikulen sehe ich deutlich.

Sonnenbeobachtung 842.
H- alpha Beobachtung 346.



 
Mond und Planeten am 1. Januar.


Teleskop
Der erste Abend im Jahr 2020 versprach frei von Wolken zu werden. Diese Gelegenheit wollte ich nutzen, um mit meinem 10" Cassegrain den Mond zu beobachten.

Himmel und Bedingungen:
Der Himmel an meinem Platz in Mittelfranken war frei von Wolken und war sehr transparent. Leider war die Luft sehr feucht, was dazu führte das sich die Feuchtigkeit als Eisschicht auf den Teleskopen absetzte.

Ich beobachtete am diesem Abend vor allem den Mond und die Planeten Venus und Neptun. Auch an Uranus versuchte ich mich, dabei verfuhr ich mich aber komplett am Himmel, ohne diesen zu finden. Wahrscheinlich brachte ich beim erstellen meiner Aufsuchkarte einen groben Fehler hinein.

Der helle Punkt im Bild mit dem Teleskop ist der Planet Venus.



Himmel

Der Westhorizont nach Sonnenuntergang.


Mond
Mein erstes Objekt war die Venus, die ich bei einer Vergrößerung von 102x beobachtete.
Venus konnte ich als ¾ Venus sehen. Sie stand aber sehr unruhig im Okular.

Sehr ausgiebig beobachtete ich den Mond. Bei einer Vergrößerung von 218x musste ich noch einen Neutralfilter ND 0.9 in das Okular schrauben, da mich das Bild doch sehr blendete.
Belohnt wurde ich durch unzählige Krater und kleinen Strukturen. Die Doppelspitze vom Schatten vom Krater "Bessel" fällt sehr auf.
Auf der unbeleuchteten Seite vom Terminator sind viele kleine Bergspitzen isoliert beleuchtet.

Neptun beobachtete ich anschließend bei einer Vergrößerung von 218x.
Neptun konnte ich als deutliches bläuliches Scheibchen sehen.
Im 80mm Refraktor konnte ich Neptun ebenfalls sehen.

Nachdem nach ein paar Stunden sich überall die Luftfeuchte als Eis auf den Teleskopen abgesetzt hat, beendete ich diesen Beobachtungsabend.

      Teleskop

Das Bild vom Mond entstand am Cassegrain mit einer Panasonic LUMIX DMC G70. 1/200 Sekunde belichtet bei ISO 2000.





Sonnenbeobachtung am 3. Januar in Burggrafenhof, von 1235 bis 1245 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Bewölkter Himmel. Vor der Sonne ziehen Wolken vorbei
Flaues Sonnenbild. Ruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich nicht sehen.

Sonnenbeobachtung 843.




Sonnenbeobachtung am 6. Januar in Burggrafenhof, von 1230 bis 1250 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Nahezu wolkenfreier und blauer Himmel.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild, nahezu ruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich gut sehen.
H- alpha:

Bis auf ein deutlich sichtbares Filament ist die Chromosphäre sehr ruhig.
Am Sonnenrand stehen kleine Protuberanzen.

Die Spikulen sehe ich deutlich.

Sonnenbeobachtung 844.
H- alpha Beobachtung 347.



 
Mond und Planeten am 6. Januar.


Teleskop
Nach dem Abend am Neujahrstag konnte ich einen weiteren Abend nutzen um mit meinem 10" Cassegrain den Mond und die Planeten zu beobachten.

Himmel und Bedingungen:
Der Himmel an meinem Standort in Mittelfranken war wieder frei von Wolken. Es setzte sich aber wieder viel Feuchtigkeit auf den Teleskopen ab.


Himmel

Der Westhorizont nach Sonnenuntergang.


Mein erstes Objekt war die Venus. An der Venus interessierte mich, ob ich sie zusammen mit einem nahen schwachen Stern abbilden kann, als Test für die enge Begegnung mit Neptun am 27. Januar 2020.
Der schwache Stern rechts neben der Venus hat eine Helligkeit von 9m0, es sollte mit dem helleren Uranus funktionieren.


Venus

Venus mit schwachen Sternen. 80/400mm Refraktor.


Mond
Als nächstes suchte ich noch Uranus auf, den ich im Okular gut erkennen konnte.

Ausgiebig beobachtete ich wieder den Mond. Bei einer Vergrößerung von 102x schraubte ich einen Neutralfilter ND 1.8 in das Okular um nicht geblendet zu werden.
Bei einer Vergrößerung von 346x und einen ND 0.9 Neutralfilter waren die kleinen Strukturen und Rillen im Krater "Gassendi" gut zu sehen. Die Luft war sehr ruhig, was ein gutes Bild im Okular ergab.

Da ich am nächsten Tag sehr früh wieder in die Firma musste, beendete ich um 19 Uhr diesen Abend.



 
Halbschatten-Mondfinsternis am 10. Januar.


Halbschatten
In den Abendstunden vom 10. Januar tauchte der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Um 2010 Uhr MEZ erreichte der Mond seine tiefste Position im Halbschatten, er tauchte zu 92% in den Halbschatten ein.

Noch vor einer halben Stunde vor der tiefsten Position im Halbschatten war der Himmel bei mir noch komplett bewölkt und es regnete. Es sah nicht danach aus, diese Finsternis sehen zu können. Rechtzeitig lockerten die Wolken auf, und ich konnte diese Finsternis durch Wolkenlücken sehen.
Visuell fiel mir die verdunkelte Stelle am Mond auf, auch fotografisch konnte ich sie erfassen. Die Verdunkelung durch den Halbschatten der Erde zieht sich bis zum Krater Tycho.

Mein Bild habe ich um 2009 Uhr MEZ aufgenommen. Meine Kamera war eine Panasonic LUMIX DMC FZ150 mit 1,7x Telekonverter.
Die Belichtungszeit betrug 1/800 Sekunde bei einer Blende von 5,2 bei ISO 400 und einer Brennweite von 104mm.


Halbschatten-Finsternis

Der Mond im Halbschatten der Erde.




Sonnenbeobachtung am 12. Januar in Burggrafenhof, von 1015 bis 1030 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer, mit dünnen Wolken überzogener Himmel. Vor der Sonne sind zum Teil dünne Wolken.
Ruhiges Sonnenbild, leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist sehr ruhig.
Am Sonnenrand stehen keine Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 845.
H- alpha Beobachtung 348.




Sonnenbeobachtung am 24. Januar in Burggrafenhof, von 1300 bis 1320 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Dunstiger und wolkiger Himmel. Vor der Sonne sind dünne Wolken.
Leicht unruhiges Sonnenbild. Unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12757 /   2
Eine kleine bipolare Gruppe steht auf der Ostseite der Sonnenscheibe. Die Gruppe besteht aus einem vorausgehenden dunkleren und deutlichen Fleck und einen nachfolgenden kleinen Fleck.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Die AR 12757 ist nur schwach ausgeprägt. Die restliche Chromosphäre ist sehr ruhig.
Am Sonnenrand kann ich keine Protuberanzen sehen.

Die Spikulen kann ich sehen. Sie sind durch die unruhige Luft sehr unruhig.

Sonnenbeobachtung 846.
H- alpha Beobachtung 349.



 
Der Sonnenuntergang vom 24. Januar.
Venus bei λ Aquarii.


Sonnenuntergang
Die Sonne ging an diesem Abend sehr farbig in einer Horizontnahen Nebelschicht unter.

Das Bild links habe ich um 1645 Uhr MEZ aufgenommen.
Meine Kamera war eine Panasonic LUMIX DMC G70, ausgestattet mit einem ND 1.8 Neutralfilter am Maksutov Cassegrain.
Ich habe 1/125 Sekunde bei ISO 1600 belichtet.

Das untere Bild entstand fast zeitgleich um 1645 Uhr MEZ.
Die Kamera für dieses Bild war eine Panasonic LUMIX DMC FZ 150 mit einem ND 0.6 Neutralfilter. Die Belichtungszeit war 1/400 Sekunde bei ISO 100 und einer Brennweite von 78mm.



Sonnenuntergang

Sonnenuntergang.


Venus bei λ Aquarii
Am diesem Abend stand die Venus 1° 35' von λ Aquarii entfernt.

Das Bild dieser Begegnung habe ich um 1749 Uhr MEZ aufgenommen. Meine Kamera war eine Panasonic LUMIX DMC G70 am 80mm Refraktor.
Ich habe 1/1,3 Sekunde bei ISO 1600 belichtet.
Selbst durch die geringe Belichtungszeit zeigen sich schon kurze Strichspuren in der nicht nachgeführten Aufnahme.



Venus bei λ Aquarii




Sonnenbeobachtung am 26. Januar in Burggrafenhof, von 1130 bis 1145 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Bewölkter Himmel. Vor der Sonne sind Wolken.
Das Sonnenbild ist scharf, der Sonnenrand leicht unruhig.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12757 /   12
Bipolare Gruppe mit deutlichen Flecken. Die vorangehenden Flecken haben eine Penumbra. Zwischen den Flecken sind noch kleine Flecken.

Die Granulation kann ich erahnen.
H- alpha:

Keine Beobachtung.

Sonnenbeobachtung 847.




Sonnenbeobachtung am 27. Januar in Burggrafenhof, von 1000 bis 1030 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel. Vor der Sonne ziehen teilweise Wolken durch.
Teils unscharfes, in ruhigen Momenten scharfes Sonnenbild. Unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12757 /   4
Bipolare Gruppe. Ein vorangehender größerer Fleck mit vollständig umschließender Penumbra. Nachfolgende kleine Flecken.

Die Granulation kann ich in ruhigen Momenten sehen.
H- alpha:

Die Aktive Region 12757 fällt gut auf. Sie steht in einer großen und hellen chromosphärischen Fackel. Die Umbra vom großen Fleck kann ich sehen.
Protuberanzen kann ich nicht sehen.

Die Spikulen sind undeutlich.

Sonnenbeobachtung 848.
H- alpha Beobachtung 350.




Sonnenbeobachtung am 28. Januar in Burggrafenhof, von 1200 bis 1220 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel mit Wolkenlücken.
Teilweise scharfes Sonnenbild. Unruhiger bis ruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12757 /   4
Unipolare Gruppe. Ein deutlicher Fleck mit Penumbra und wenige kleine Flecken nahe am großen Fleck.

Die Granulation kann ich erahnen.
H- alpha:

Die Aktive Region 12757 kann ich deutlich sehen. Die Umbra vom großen Fleck hebt sich gut vor der chromosphärischen Fackel ab.
Am Sonnenrand stehen vereinzelte kleine Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich sehen.

Sonnenbeobachtung 849.
H- alpha Beobachtung 351.




Sonnenbeobachtung am 30. Januar in Burggrafenhof, von 1205 bis 1225 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel mit Wolkenlücken.Vor der Sonne ziehen Wolken vorbei.
Teilweise scharfes und ruhiges Sonnenbild. Teilweise ruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12757 /   4
Die Gruppe kann ich in dieser Beobachtung als bipolare Gruppe sehen. Der vorangehende größere Fleck hat eine Penumbra. Die nachfolgenden Flecken sind klein.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Keine Beobachtung.

Sonnenbeobachtung 850.



 
Teleskope auf dem Fotostativ.


Eine Foto-Montierung für die einfache Nachführung.

Fotomontierung
  Mein Teleskop für die Weißlichtbeobachtung der Sonne, den 110mm Maksutov Cassegrain, und das Coronado PST für die H-alpha Beobachtung, baue ich auf ein Fotostativ mit Getriebeneiger auf.
Was mich daran störte, war eine fehlende Nachführung. Bei einer Vergrößerung von 104x in der Weißlichtbeobachtung musste ich am Getriebeneiger zu oft nachstellen, da mir ein Sonnenfleck zu schnell aus dem Gesichtsfeld hinauslief.

Nach etwas Suche bei den diversen Astronomiehändlern stieß ich auf die Foto-Montierung von Bresser, die einen Antrieb in einer Achse bietet.
Diese Montierung habe ich zwischen den Stativ und dem Getriebeneiger eingebaut. Auf dem Getriebeneiger habe ich eine Prismenaufnahme geschraubt, um einfach zwischen dem Teleskop für Weißlicht und dem für die H-alpha Linie wechseln zu können.

Fotomontierung



  Die Foto-Montierung ist eine große Erleichterung in der Beobachtung.
Bereits in der Alt-Azimut Aufstellung führt sie gut nach, so das ich mich bei der Beobachtung auf das wesentliche konzentrieren kann, ohne dauernd am Getriebeneiger nachstellen zu müssen. Entgegen meinen Befürchtungen um die Tragfähigkeit führt die Montierung den Maksutov Cassegrain sauber, ohne zu zittern, nach.


Fotomontierung


Fotomontierung
  Wird die Foto-Montierung auf dem Getriebeneiger aufgebaut, kann sie äquatorial verwendet werden. Dazu muss noch ein Kugelkopf verwendet werden, um eine Kamera auf ein Objekt auszurichten. Teleskope würde ich auf dem Kugelkopf nicht aufbauen.
Ein Polsucher um die Montierung auf dem Himmelspol auszurichten liegt dieser Montierung bei.

  Fotomontierung

Die Montierung läuft mit 6 Volt ⎓.



Die Montierung funktionierte im Auslieferungszustand erst mal nicht. Sie war so schwergängig, so das der Nachführmotor diese nicht bewegen konnte und stehen blieb.
Erst durch den Austausch von dem sehr zähen Fett im Montierungsgehäuse, ölen der Lagerung der Schnecke und ein geringeres Anziehen der mittleren Haltemutter war die Montierung leicht bewegbar, so das der Nachführmotor diese auch bewegen konnte.
Ein weiteres Problem stellt die Kupplung vom Zahnrad auf der Schneckenwelle dar. Diese muss sehr fest angezogen werden damit diese nicht durchrutscht.


Video vom Mond
  Der Antrieb der Montierung macht sich durch ein deutliches Zittern vom Bild bemerkbar. Erst wenn ich die Taste "2X" gedrückt halte, ist dieses durch den Antriebsmotor verursachte Zittern nicht mehr zu sehen.
Mit einem Klick in das Bild rechts ist dieses Zittern im Video vom Mond gut zu sehen.
Entstanden ist dieses Bild allerdings mit einer Brennweite von 1035mm. Sicherlich ist diese Montierung mit dieser Brennweite völlig überfordert und eignet sich nur für Fotoobjektive von kurzer Brennweite.
Durch ein stärkeres Anziehen der mittleren Haltemutter und einem etwas größeren Abstand zwischen Antriebszahnrad und dem Zahnrad auf der Schneckenwelle konnte ich dieses Zittern verringern. Der Nachteil daran ist, das der Motor mit dem Geschwindigkeiten "32X" die Montierung nicht bewegen kann.




So sieht die Foto-Montierung von innen aus:


Fotomontierung      Fotomontierung


Fotomontierung


 Februar


Sonnenbeobachtung am 1. Februar in Burggrafenhof, von 1100 bis 1115 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel.Vor der Sonne sind zum Teil dünne Wolken.
Blickweise gutes Sonnenbild. Unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12757 /   1
Ein kleiner Sonnenfleck steht sehr nahe am westlichen Sonnenrand. Der Fleck steht in einer verzweigten Fackel.

Die Granulation kann ich nicht sehen.
H- alpha:

Keine Beobachtung.

Sonnenbeobachtung 851.



 
Merkur am Abendhimmel.


Der innerste Planet in guter Abend-Sichtbarkeit.

In den ersten Februartagen bis Mitte Februar stand Merkur deutlich sichtbar am Abendhorizont. Am 5. Februar hatte ich Gelegenheit Merkur in der Abenddämmerung aufzuspüren.


Gegendämmerung
Die Gegendämmerung mit dem aufsteigenden Erdschattenbogen.


Venus und Merkur
  Venus und Merkur brachte ich in der Dämmerung zusammen aufs Bild. Venus ist links oben markiert, Merkur rechts unten. Mit einem Klick in das Bild öffnet sich ein größeres Bild.

Aufgenommen um 18 Uhr mit einer Panasonic LUMIX DMC FZ150. 10,5mm Brennweite, Blende 3,2, ISO 400. 1/20 Sekunde belichtet.
Manueller Modus auf Stativ mit azimutaler Nachführung.

Merkur konnte ich deutlich mit den freien Augen in der Dämmerung sehen.

Das große Bild mit Merkur nahm ich um 1811 Uhr wieder mit der Panasonic LUMIC DMC FZ 150 auf.
Brennweite 64mm, Blende 4,1, ISO 800. 1/5 Sekunde im manuellen Modus belichtet.




Merkur
Merkur in der Dämmerung.




Sonnenbeobachtung am 7. Februar in Burggrafenhof, von 1215 bis 1240 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Leicht bewölkter, blassblauer Himmel.
Ruhiges Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich erkennen.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist sehr ruhig.
Am Sonnenrand steht eine sehr große Protuberanz.

Die Spikulen kann ich sehen.

Sonnenbeobachtung 852.
H- alpha Beobachtung 352.



 
Mond und Planeten am 7. Februar.


Venus und Merkur
Merkur, Venus und der Mond waren meine Ziele an diesem Abend, die ich zum Teil mit den freien Augen am Himmel aufsuchte, aber auch mit meinem 10" Cassegrain beobachtete.

Himmel und Bedingungen:
Der Himmel war völlig frei von Wolken. Es wehte ein beständiger und sehr kalter Wind. Die Luft war sehr trocken, es setzte sich keine Feuchtigkeit auf den Teleskopen ab.

Merkur und Venus konnte ich sehr deutlich mit den freien Augen am Westhorizont sehen. Merkur war unübersehbar.
Auf meinem Bild ist Merkur der kleine Punkt rechts unten, knapp über dem Horizont.
Venus habe ich mir bei einer Vergrößerung von 76x im Cassegrain angesehen. Die Phase der Venus war deutlich zu sehen.

Nach Merkur und Venus stellte ich mir das Trapez in den Cassegrain ein. Bei einer Vergrößerung von 169x konnte ich die Sterne A bis F deutlich sehen.



Himmel
Der Westhorizont nach Sonnenuntergang.


Mond
Mein nächstes Ziel war der Mond den ich mit Vergrößerungen von 218 und 346x, jeweils mit einem Neutralfilter ND 0.9 beobachtete. Die Luftruhe ließ das Beobachten von kleinen Kratern und Rillen zu.
Bei einer Vergrößerung von 76x mit einem Neutralfilter ND 1.8 kamen die Strahlensysteme der großen Krater gut zur Geltung.




Sonnenbeobachtung am 8. Februar in Burggrafenhof, von 1000 bis 1020 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer Himmel mit dünnen Wolkenfeldern.
Ruhiges Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich deutlich sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist bis auf ein dunkles Filament sehr ruhig.
Am Sonnenrand steht eine größere und eine kleinere Protuberanz.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 853.
H- alpha Beobachtung 353.

Mit dem Maksutov Cassegrain habe ich heute zum 2.000x ein Teleskop zum Beobachten genutzt.




Sonnenbeobachtung am 9. Februar in Burggrafenhof, von 950 bis 1010 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Vor der Sonne sind dünne Wolken.
Blasses Sonnenbild, leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich erahnen.
H- alpha:

Wegen der schlechten Bedingungen konnte ich kaum Strukturen sehen.

Sonnenbeobachtung 854.
H- alpha Beobachtung 354.




Sonnenbeobachtung am 10. Februar in Burggrafenhof, von 925 bis 935 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel mit schnell ziehenden Wolken. Teilweise sind Wolken vor der Sonne.
Teilweise scharfes Sonnenbild. Unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Bis auf ein Filament am Sonnenrand ist die Chromosphäre sehr ruhig.
Am Sonnenrand stehen einige Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 855.
H- alpha Beobachtung 355.




Sonnenbeobachtung am 11. Februar in Burggrafenhof, von 1200 bis 1225 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel mit Wolkenlücken.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich gut sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre sehr ruhig.
Am Sonnenrand steht eine sehr große Protuberanz die einen großen Bogen beschreibt. Sonst sehe ich einige kleine Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich sehen.

Sonnenbeobachtung 856.
H- alpha Beobachtung 356.




Sonnenbeobachtung am 15. Februar in Burggrafenhof, von 950 bis 1010 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Der Himmel ist mit dünnen Wolken überzogen. Vor der Sonne sind dünne Wolken.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild. Ruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre sehr ruhig.
Am Sonnenrand kann ich nur vereinzelte kleine Protuberanzen sehen.

Die Spikulen kann ich sehen.

Sonnenbeobachtung 857.
H- alpha Beobachtung 357.



 
Merkur am Abendhimmel.


Sonnenuntergang
Das Ende der Abendsichtbarkeit im Februar.

Mitte Februar endete die Abendsichtbarkeit von Merkur.

Am 15. Februar versuchte ich, Merkur am Abendhimmel zu beobachten
Während ich Merkur am 5. Februar mit einer Helligkeit von -0m9 noch deutlich am Abendhimmel sehen konnte, war er heute mit einer Helligkeit von +0m5 deutlich schwieriger zu sehen. Wolken am Horizont, in denen auch die Sonne rot gefärbt unterging, erschwerten eine Sichtbarkeit.

Erst gegen 18 Uhr konnte ich Merkur mit den freien Augen sehen, zuvor gelang es mir nur, Merkur mit einem Fernglas aufzuspüren.



Venus und Merkur
  Venus und Merkur brachte ich in der Dämmerung zusammen aufs Bild, wobei Merkur sehr schwierig im Bild zu sehen ist. Venus ist links oben markiert, Merkur rechts unten. Mit einem Klick in das Bild öffnet sich ein größeres Bild.

Aufgenommen um 1830 Uhr mit einer Panasonic LUMIX DMC FZ150. 13,5mm Brennweite, Blende 3,3, ISO 1000. 1/2 Sekunde belichtet.
Manueller Modus auf Stativ mit azimutaler Nachführung.

Merkur konnte nur sehr schwierig mit den freien Augen in der Dämmerung sehen.

Das große Bild mit Merkur nahm ich um 1835 Uhr wieder mit der Panasonic LUMIC DMC FZ 150 auf.
Brennweite 108mm, Blende 5,2, ISO 1000. 1 Sekunde im manuellen Modus belichtet.



Merkur
Merkur in der Dämmerung.




Sonnenbeobachtung am 21. Februar in Burggrafenhof, von 910 bis 930 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel. Zum Teil sind dünne Wolken vor der Sonne.
Ruhiges Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre sehr ruhig.
Am Sonnenrand sind wenige Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich sehen.

Sonnenbeobachtung 858.
H- alpha Beobachtung 358.



 
Setup für die Beobachtung der Sonne.


Die Teleskope für die Weißlichtbeobachtung und der Beobachtung in der H-alpa Linie Seite an Seite auf der Foto-Montierung.

Fotomontierung
  Damit ich auch kurze Wolkenlücken nutzen kann und nicht viel Zeit verbrauche, um meine Teleskope für die Sonnenbeobachtung einsetzen zu können, habe ich beide Teleskope, den 110mm Maksutov Cassegrain, und das Coronado PST Seite an Seite auf meine Foto-Montierung aufgebaut.

Den Maksutov Cassegrain und das PST baue ich dazu mit Prismenschienen auf eine gemeinsame Prismenschiene auf, die ich mit Prismenklemmen ausgestattet habe. Den Getriebeneiger habe ich ebenfalls mit einer Prismenklemme ausgestattet.
Der Maksutov Cassegrain und das PST bilden eine Einheit, die ich zusammen aufgebaut zuhause lagern kann und sehr schnell auf die Foto-Montierung aufbauen kann.

Beide Teleskope habe ich nahezu parallel gebracht, so das ich abwechselnd die Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie beobachten kann, ohne die Alt-Azimut Verstellung am Getriebeneiger verstellen zu müssen.

Fotomontierung



  Um den Maksutov Cassegrain einzeln einsetzen zu können, brauche ich diesen nur von der Prismenschiene lösen und kann ihn einzeln auf das Foto-Stativ oder auf die Parallaktische Montierung aufbauen.


Fotomontierung




Sonnenbeobachtung am 22. Februar in Burggrafenhof, von 830 bis 845 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Leicht bewölkter Himmel.
Ruhiges Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre sehr ruhig.
Am Sonnenrand sind wenige deutlich sichtbare Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 859.
H- alpha Beobachtung 359.


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