Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 4. Quartal 2019.
Oktober bis Dezember 2019.


Angeregt durch einen Thread im "Astrotreff" versuchte ich Mitte Oktober die Venus am Abendhimmel zu finden.
Die sehr schmale Mondsichel konnte ich am Morgenhimmel vom 27. Oktober beobachten, eine nahe Begenung zwischen dem Mond und den Jupiter konnte ich am 31. Oktober beobachten.

Ein besonderes Ereignis war der Merkurtransit vom 11. November. Zwischen Wolkenlücken konnte ich den Transit gut sehen.

 Oktober


Sonnenbeobachtung am 13. Oktober bei Dürrnfarrnbach, von 1420 bis 1500 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer Himmel. Leicht bewölkt, leichter Wind.
Ruhiges Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation kann ich sehen.
H- alpha:

Sehr ruhige Chromosphäre.
Am Sonnenrand stehen zwei helle Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 828.
H- alpha Beobachtung 335.



 
Venus am Abendhimmel.


Angeregt durch einem Thread im Astronomieforum "Astrotreff" wollte ich versuchen, die Venus in der Abenddämmerung aufzusuchen.
Die Bedingungen am Horizont waren nicht einmal so ungünstig. Es war nur wenig Dunst am Horizont.

Die Sonne ging am 13. Oktober an meinem Standort in Nordbayern um 1831 Uhr MESZ unter, Venus um 1905 Uhr MESZ. Venus war an diesem Abend zu 96% beleuchtet bei einem Durchmesser von 10,2".

Ausgerüstet mit einem 10-30x60 Ferglas machte ich mich auf die Suche. Ich scannte den Himmel mit dem Fernglas in horizontalen Streifen ab.
Um circa 1845 Uhr MESZ konnte ich Venus am aufgehellten Horizont finden. Sie war durch den Dunst am Horizont sehr schwach zu sehen und wegen ihrer kleinen Größe nur ein kleiner Punkt am Himmel.
Nach nicht einmal zehn Minuten versank Venus komplett im Dunst. ich konnte sich nicht wieder finden und sehen.


Mit meinem Maksutov Cassegrain konnte ich noch ein "Beweisfoto" der Venus in der Dämmerung aufnehmen:

Venus


Dämmerungsstrahlen
  Kurz vor 19 Uhr konnte ich noch Dämmerungsstrahlen sehen.




    Dämmerungsstrahlen




 
Die schmale Mondsichel.


Mondsichel
Die schmale Mondsichel am Morgenhimmel.

Die schmale Mondsichel konnte ich am 27. Oktober in der Morgendämmerung sehen. Das kleine Bild habe ich um 608 MEZ aufgenommen. Der Mond war hier circa 21,7 Stunden vor Neumond zu sehen (Quelle Calsky).
Der Mond war zu 1,5% beleuchtet, die Dicke der Mondsichel war 0,41' bei einer Länge von 142°.

Den Mond konnte ich schon kurz nach seinem Aufgang direkt am Horizont sehen. Im Verlauf der Morgendämmerung war er mit den freien Augen gut zu sehen.




Mondsichel


Die Aufnahmedaten der Bilder:
Oberes, kleines Bild:

Unteres, großes Bild:


 
Die Konjunktion vom Mond und Jupiter.
Venus am Abendhimmel


In den Nachmittagsstunden vom 31. Oktober kam es zu einer nahen Begegnung zwischen dem Mond und dem Jupiter mit einer geringsten Entfernung zwischen Mond und dem Jupiter von 0,1° um 1538 Uhr MEZ.
Ich konnte die Konjunktion nicht in ihrer geringsten Entfernung beobachten sondern etwas später, als der Abstand wieder größer wurde.

Aufgenommen habe ich dieses Bild wieder mit meinem Maksutov Cassegrain.


Mond und Jupiter


Die Aufnahmedaten zum Bild:


Venus und Merkur suchte ich am Dämmerungshimmel auf. Während ich die Venus gut sehen konnte, blieb Merkur zu schwach oder tauchte schon in den Dunst am Horizont ein. Merkur konnte ich nicht sehen.
Auf dem Bild ist Venus über den Windkraftanlagen gut zu sehen.


Venus



 November

 
Ein Regenbogen am Nachmittagshimmel


Regenbogen


Aufgenommen am 4. November um 1605 Uhr MEZ in Mittelfranken.
Fünf einzelne Bilder. Kamera: Panasonic LUMIX DMC G70.




Sonnenbeobachtung am 10. November bei Dürrnfarrnbach, von 1400 bis 1440 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer Himmel der zur Hälfte bewölkt ist.
Ruhiges Sonnenbild. Ruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne kann ich keine Flecken sehen.

Die Granulation kann ich sehen.

Sonne vom 10. November 2019

H- alpha:

Sehr ruhige Chromosphäre.
Am Sonnenrand sind wenige kleine Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 829.
H- alpha Beobachtung 336.



 
Die untergehende Sonne und die Venus am Abendhimmel


Sonnenuntergang
Ein farbiger Sonnenuntergang und Venus am Horizont.

Den Sonnenuntergang und die Venus fotografierte ich mit einer Panasonic LUMIX DMC FZ150.

Die untergehende Sonne nahm ich freihand auf, mit dem Motivprogramm "Sonnenuntergang" bei einer Brennweite von 108mm.

Venus konnte ich deutlich mit den freien Augen sehen. Für dieses Bild montierte ich die Kamera aufs Stativ, das ich mit einem Getriebeneiger ausgerüstet habe.
Das Bild habe ich im manuellen Modus aufgenommen. Die Belichtungszeit beträgt ¼ Sekunde bei ISO 500. Die Blende ist auf ƒ4,7 eingestellt bei einer Brennweite von 94mm.




Venus



 
Der Merkurtransit


Teleskop
Ein schwarzer Punkt vor der Sonne...
 ...hinter dichtem Hochnebel.


Die Aussichten für diesem Tag waren nicht besonders gut. Für den gesamten Tag wurde ein bewölkter Himmel vorhergesagt. Meteoblue behauptete es wäre am Nachmittag wolkenfrei, der Blick in den Himmel sagte aber etwas anderes aus.
Gegen 1230 Uhr gab es erste hellere Stellen im Wolkenmeer. Ab 1330 Uhr taten sich die ersten Lücken auf, in denen die Sonne als blasse Scheibe zu sehen war. Ich packte meine Sachen und fuhr hinaus zu meinem Standort unterm Windrad um die Chancen zu nutzen, zumindest in Wolkenlücken etwas sehen zu können.

Beobachtet habe ich den Merkurtransit mit meinem Maksutov Cassegrain den ich auf ein Fotostativ mit einem Getriebeneiger aufgebaut habe. Als Sonnenfilter diente ein ND 5.0 Folienfilter. Vergrößert habe ich 35x. Bilder habe ich mit einer Panasoni LUMIX DMC G70 aufgenommen.

Himmel und Bedingungen:
In der durchgängigen Hochnebelschicht taten sich gegen 1345 die ersten brauchbaren Wolkenlücken auf, in denen ich die Sonne auch mit dem Folienfilter im Teleskop sehen konnte. Eine dreiviertel Stunde lang wechselten am Himmel dichte Hochnebelfelder mit Wolkenlücken ab, in denen die Sonne durchaus gut zu sehen war.
Gegen 1430 zogen diese Wolkenlücken immer weiter zu, bis sich der Hochnebel wieder komplett schloss.

Himmel
  Merkur konnte ich im Teleskop sofort sehen. Er war ein tiefschwarzer Punkt vor der hellen Sonnenscheibe. Auch als Wolken durchzogen, konnte Merkur gut sehen.
Auf der Sonne selbst konnte ich keine Flecken sehen.

Dieser Transit war nach den Transits 2003 und 2016 der dritte Merkurtransit den ich bisher sehen konnte.

Das Bild vom Merkur vor der Sonne habe ich am Maksutov Cassegrain aufgenommen:



Merkurtransit


Die Aufnahmedaten zum Bild:


Das nächste Bild habe ich freihand zwischen Wolkenlücken aufgenommen. Bei der Aufnahme hatte ich einen Finger ständig am Belichtungsregler um ein halbwegs brauchbar belichtetes Bild zwischen den unterschiedlich dichten Wolkenlücken zu erstellen.


Merkurtransit


Die Aufnahmedaten zum Bild:


Nach 1445 schlossen sich die Wolkenlücken endgültig und ich beendete das Beobachten.


Himmel


Sonnenbeobachtung 830.




Sonnenbeobachtung am 23. November bei Dürrnfarrnbach, von 1115 bis 1130 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel. Vor der Sonne sind ebenfalls Wolken.
Das Sonnenbild wird durch die Wolken gedämpft. Der Sonnenrand ist unruhig.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne kann ich keine Flecken sehen.

Die Granulation kann ich gerade noch erkennen.

H- alpha:

Um die Sonne herum ist ein von den Wolken verursachter roter Saum.
Sehr ruhige Chromosphäre.
Am Sonnenrand kann ich einige Protuberanzen sehen.

Die Spikulen kann sehen, sie wirken strukturlos.

Sonnenbeobachtung 831.
H- alpha Beobachtung 337.




 Dezember


Sonnenbeobachtung am 6. Dezember in Burggrafenhof, von 1130 bis 1140 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Der Himmel ist mit dünnen Wolken überzogen.
Unscharfes Sonnenbild, sehr unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Maksutov Cassegrain, ∅ 110mm, ƒ 9,4 und einem Folienfilter ND 5.0, ∅ 100mm, Vergrößerung 104x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation ist nur angedeutet.

 

Sonnenbeobachtung 832.


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