Das Aufsuchen und Beobachten von
Planeten am Taghimmel

Das Aufsuchen und Beobachten von Planeten am Taghimmel hat seine besondere Reize.
Besonders zu erwähnen ist hier die Phasengestalt der Venus, die sich auf ihrem Weg zur unteren Konjunktion gut verfolgen lässt, oder auch um Merkur am Taghimmel zu beobachten.

Auch Bedeckungen von Planeten durch den Mond sind am Taghimmel ein reizvolles Ziel.

Doch wie kann man einen Planeten am Taghimmel auffinden?

Ich gehe hier von einer mobilen parallaktischen Montierung aus, die kein GoTo besitzt.
Mit Dobsons oder anderen azimutalen Montierungen habe ich keine Erfahrung.


Mit einer GoTo Montierung ist es sehr einfach, einen Planeten am Taghimmel zu finden, das weiß ich aus eigner Erfahrung, hat man dieses nicht zur Verfügung, so muss man seinen Kopf etwas mehr benutzen.
Ist die Montierung stationär aufgebaut, so kann man sich den nachfolgenden Text ersparen.


Die Montierung, der tragende Teil für unser Teleskop.

Montierung  
Nachts kann man das Stativ einer parallaktischen Montierung im Grunde genommen windschief aufstellen oder an eine Wand dübeln. Wichtig ist nur, das die Rektaszesionsachse genau auf dem Polarstern ausgerichtet ist.

Für die Beobachtung am Taghimmel sieht das ein klein wenig anders aus:
Da man hier keinen Polarstern sieht, kann man die Montierung auch nicht an diesem ausrichten.

Wer viel mobil am Taghimmel beobachtet, und sei es nur die Sonne, für dem ist sehr zu empfehlen, die Montierung und das Stativ in der Nacht so genau einzurichten, so das es auch reproduzierbar am Tag eingerichtet werden kann.
Das bedeutet, das Stativ genau auf die eingebaute Dosenlibelle oder Wasserwaage auszurichten. Dabei ist es unerheblich, ob die Dosenlibelle auch genau in der Waage in das Stativ oder der Montierung eingebaut ist, es geht nur darum, das sie fest eingebaut ist und somit reproduzierbar ist.

Das zweite, was noch wichtig ist, die Polhöhe muss anschließend genau auf unserem Beobachtungsort eingestellt sein.

Wenn man nun auch noch die Möglichkeit hat, die Position der Stativbeine am Boden zu markieren, so hat man dadurch schon eine erhebliche Aufstellhilfe für den Taghimmel.

Wenn man nun die Montierung am Taghimmel aufstellt, dann richtet man das Stativ entweder an den am Boden angebrachten Markierungen aus, oder das Stativ wird mit einem Kompass ausgerichtet.


Kompass  
Dazu wird kein super-teuer Kompass benötigt, es reicht ein ganz einfacher Kompass für ein paar Euro – aber nicht in Miniaturgröße, je größer der Kompass im Durchmesser, um so besser ist er zu gebrauchen.

Mit dem Kompass wird das Nordbein vom Stativ nach Norden ausgerichtet, mit der Dosenlibelle oder der Wasserwaage wieder in die Waage gebracht, und, das ist wichtig, an der Montierung stellt man die Azimutverstellung in die Mitte ein.

Aus meiner Praxis kann ich berichten, wenn ich nach dieser Methode meine Montierung in der Dämmerung aufstelle, habe ich den Polarstern im Polsucher.
Auch am Taghimmel, mit 3000mm Teleskopbrennweite läuft mir ein Sonnenfleck oder ein Planet nicht aus dem Okular heraus, was ein guter Hinweis darauf ist, das die Montierung ausreichend eingenordet ist.


Die schärfe bringt den Geschmack!
...das scharfstellen am Taghimmel...


Da ist auch schon ein Problem.
Während man nachts bequem am Stern oder Planeten scharfstellen kann, ist da am Tag erst mal nichts, außer Sonne und manchmal auch der Mond.
Auch irdisches kommt dafür in Betracht.

Das scharfstellen an der Sonne:

Da ist es sehr wichtig, das man nur mit geeigneten Filtern zur Sonne schaut.
Die Sonne also nur mit einer Sonnenfilterfolie der visuellen Dichte ND 5.0 einstellen.


Ist die Sonne mit der Folie mittig eingestellt, bringt man am Okularauszug noch die Schärfe ins Spiel und klemmt diesen fest.

Doch Vorsicht:
Die Folie erst entfernen, wenn das Teleskop von der Sonne wegbewegt wurde!

Einfacher und ungefährlicher ist es am Mond, wenn er um die Neumondzeit am Taghimmel zu finden ist. Auch am Mond lässt sich das Teleskop am Taghimmel recht einfach scharfstellen.

Wenn man die Sonne mit einem Herschelkeil beobachtet, und der Mond sich am Nachthimmel herumtreibt, sollte man das ganze anders angehen.


OAZ  
Ich habe bei meinem Schiefspiegler die Stellung vom Okularauszug inklusive aller Adapter und dem Zenitspiegel mit dem Aufsuchokular ausgemessen, indem ich den Mond oder einen Planeten scharfgestellt habe.
Das lässt sich natürlich am besten nachts erledigen.

Stelle ich nun am Taghimmel den Okularauszug mit der gleichen Konfiguration auf das ausgemessene Maß ein, so ist der Planet der Begierde schon so weit scharfgestellt, so das er im Okular erkennbar ist.

Bei dieser Methode muss ich zuerst mit dem Herschelkeil das Teleskop auf die Sonne ausrichten, dann das Objektiv, oder den Spiegel abdecken und am Okularauszug alles auf Zenitspiegel umbauen und dann erst wieder den Spiegel oder das Objektiv freigeben, wenn ich das Teleskop zum aufsuchen der Planeten von der Sonne wegbewegt habe.

Man kann sich natürlich auch eine Schablone bauen, die man dann tags am Okularauszug anlegt.
Einige Okularauszüge bieten auch eine Skala oder ein eingebautes Messgerät an, um die Stellung zu bestimmen.

Auch irdische Objekte bieten sich an, wie Strommasten, die so weit wie nur möglich entfernt sind.
Auch an hohen Wolken habe ich schon erfolgreich scharfgestellt, auch das funktioniert.



Planet, wo bist du?
...oder wie finde ich nun das Objekt meiner Begierde...


Nun, das ist erst mal gar nicht so schwer, man muss nur wissen, wo der Planet sich befindet.
Eine gute Hilfe dazu sind Kartenprogramme. Ich nehme dazu Cartes du Ciel, es gibt aber sicher noch viele andere.

In Cartes du Ciel blende ich das Koordinatennetz ein, und sehe dadurch schon mal, wie weit und in welcher Richtung der Planet von der Sonne oder dem Mond entfernt ist.
Für die parallaktische Montierung nehme ich das äquatoriale Koordinatengitter, für azimutal aufgestellte Teleskope ist das azimutale Gitter hilfreicher.
Zusätzlich lasse ich mir vom Programm die aktuellen Koordinaten in Rektaszension und Deklination anzeigen, die ich mir manchmal auf einem Zettel notiere und mit ans Teleskop nehme.


Meine Karte zum aufsuchen der Planeten:


Karte


Auf der Karte blende ich alle Sterne, Nebel und alle weiteren Objekte aus, und lasse mir nur die Sonne und die Planeten anzeigen. Auch alle Sternbildlinien und Sternbildgrenzen blende ich aus, denn die helfen am Taghimmel kaum weiter und überladen nur die Karte.
Was ich einblende ist das äquatoriale Koordinatengitter, an den orientiere ich mich beim aufsuchen der Planeten.

Da ich am Teleskop mit einem Zenitspiegel beobachte, drehe ich die Karte in der Ost- Westrichtung. Das wäre erst mal nicht so wichtig, erinnert mich aber am Okular wieder daran, auf welcher Seite vom Okular die Planeten in das Gesichtsfeld hereinkommen, und ich kann mich damit gleich auf die richtige Seite vom Okular konzentrieren, anstatt auf der falschen Seite zu suchen...

Der kleine Kreis in der Mitte der Karte ich das Gesichtsfeld von meinem 40mm Aufsuchokular am Schiefspiegler. Mehr Feld steht mir am Schiefspiegler nicht zur Verfügung, in dieses Feld muss ich einem am Taghimmel erst mal unsichtbaren Planeten bringen.


CdC  
In Cartes du Ciel ab der Version 3.8 besteht auch die Möglichkeit, Abstände von zwei Himmelkörpern herauszumessen (Die Schaltfläche im grünen Kreis).

Will man nun den Planet mit Hilfe der Teilkreise der Montierung einstellen, so sollten diese auch genau genug sein.
Mit den ganz einfach gehaltenen Teilkreise der ganz günstigen Montierungen hat man viel weniger Chancen einen Planet zu finden, es ist aber nicht unmöglich.

Ich habe zwei verschiedene Methoden um einen Planeten mit den Teilkreisen zu finden:

Mein Ausgangspunkt dazu ist immer die Sonne (diese aber nur mit einem Sonnenfilter einstellen), oder wenn vorhanden, der Mond.
Das Teleskop sollte man dann auch mit einer der oben genannten Methoden scharfstellen.

In der "direkten Methode" stelle ich die aktuellen Koordinaten der Sonne an den Teilkreisen ein.
Von dort aus bewege ich das Teleskop zu den Koordinaten der Planeten.

In der "indirekten Methode" stelle ich die Teilkreise in Rektaszension und Deklination am Nonius auf 0 Stunden oder entsprechend auf 0°.
Hat nun die Sonne wie am 1. September 2013 eine Deklination von +8°, die Venus von –7°, so gehe ich mit der Montierung 15° nach Süden.
Venus steht an diesem Tag bei einer Rektaszension von 13 Stunden, die Sonne bei fast 11 Stunden.
Mit der Montierung muss ich dann langsam nach Osten gehen, am Nonius der Rektaszesionsachse kann ich schon abschätzen, wie weit ich das Teleskop bewegen muss.

Mit den Teilkreisen meiner Losmandy G11 Montierung bekomme ich größten Teil schon beim ersten Versuch den Planet in das Feld vom Okular, und das mit meinem Schiefspiegler, der nur ein Feld von einem Grad am Himmel hat.

Natürlich ist ein größeres Feld am Himmel immer sehr vom Vorteil, aber gleichzeitig birgt das auch die Gefahr, das in Sonnennähe auch die Sonne mit im Gesichtsfeld vom Okular steht.
Bei Suchern mit großem Feld kann man dann nur in entsprechender Entfernung der Sonne agieren.

Reflexe durch die Sonne kann man vermeiden, indem man sich ein Sonnenschild aus Karton bastelt, und dieses am Tubus in der zur Sonne gerichteten Seite am Tubus anbringt.


Fernglas  
Findet man den Planeten nicht, reicht auch schon ein kleiner Feldstecher zum auffinden.
Das Feld vom Feldstecher braucht nicht mal so groß sein, sonst kommt man nicht nahe genug an die Sonne heran.

Eventuell kann man sich einen nur für die Tagbeobachtung anschaffen, bei dem man die Schärfeeinstellung nicht mehr verändert, nachdem man den einmal angepasst hat.

Hier kommt dann wieder das Sternkartenprogramm ins Spiel.
Man lässt sich anzeigen, wie hoch der Planet zur Beobachtungszeit über den Horizont steht, und in welcher Richtung, im Süden, Osten oder Westen er steht.
Dann kann man schon abschätzen, ob er z.B. etwas links unterhalb der Sonne zu finden ist.

Beim Suchen aber wieder darauf achten, das man die Sonne nicht mit in das Gesichtsfeld bekommt.



Der Himmel...
...oder: ist der Himmel nicht blau, bleiben die Planeten flau...


Ein kurzer Blick an den Himmel zeigt schnell, ob es sich überhaupt lohnt, Planeten am Tag aufzusuchen.

Ein milchig weißer Hintergrund vereitelt oft ein aufsuchen der Planeten. Sie verlieren dann einfach den Kontrast zum Hintergrund und werden unsichtbar.

Je blauer, um so besser.
Schon die Daumenprobe an der Sonne zeigt, ob sich das beobachten lohnt.
Deckt man mit dem Daumen die Sonne ab, und es erscheint ein großer Hof um den Daumen, so weist es auf einem Himmel hin, der nicht sehr transparent ist.

Je kleiner der Hof um den Daumen, oder wenn schon die Himmelsbläue zu sehen ist, um so besser ist es für die Beobachtung, denn dann streut weniger Wasserdampf in der Atmosphäre das Sonnenlicht und der Himmel ist transparenter.


Filter  
Zum auffinden der Planeten verwende ich auch einen Baader Rotfilter (Langpass-Filter 610nm).

Dieser Filter verbessert zwar nicht so sehr den Kontrast zum Hintergrund, aber er beruhigt das Bild im Okular.

Mit eingeschraubten Filter steht der Planet im Okular nahezu still und wird von Seeingeinflüssen kaum beeinträchtigt.

Die Sonne...
...so schön sie auch ist, so sehr stört sie hier...


Die Sonne kann beim aufsuchen der Planeten mit einem Feldstecher schon mal sehr störend sein.
Wenn man die Möglichkeit hat, dann blendet man diese aus. Dazu nimmt man eine z.B. Hauswand als Sichtschutz, oder setzt sich in einem Campingstuhl neben einen Sichtschutz, was auch das Auto sein kann, wenn man draußen in der freien Natur beobachtet.


Nichts geht!
...unser Planet lässt sich nicht blicken...


Passiert auch mir immer wieder, das ich das Objekt der Begierde nicht finde...

Bevor man aber jetzt beginnt, planlos am Himmel herumzustochern, und dann vielleicht auch noch der Sonne zu nahe zu kommen, sollte man eine gedankliche Liste abarbeiten:

Der Himmel und die Bedingungen:

Mond  
Ist er doch nicht so wunderbar blau, so wie er in der ersten Euphorie ausgesehen hat?
Dunstig, weißer Himmel eignet sich nicht zum aufsuchen von Planeten, denn dann fehlt der Kontrast.

Auch ein schlechtes Seeing lässt die Planeten im Okular verschmieren, wodurch sie nicht mehr oder nur sehr schwierig zu sehen sind.
Erschwerend ist es, wenn sie nur gering über den Horizont im Dunst stehen.

Ein guter Hinweis auf die Transparenz des Himmels ist der Mond:

Ist der Mond am Taghimmel einfach und deutlich zu sehen, dann deutet das auf einem transparenten Himmel hin, bei dem auch die Planeten gut zu sehen sind.


Das Teleskop:

Ist das Okular auch wirklich scharfgestellt und die Montierung richtig eingenordet?

Was mir auch schon passiert ist, das sich ein Teilkreis ein kurzes Stückchen mitgedreht hat, und dadurch eine falsche Position angezeigt hat.

Die Richtung am Himmel:

Auch das kommt vor, das an der falschen Stelle gesucht wird.


Die Gefahren:
...die Risiken bei der Beobachtung müssen sie selbst abschätzen...


Bei der Tagbeobachtung muss man sich auf jedem Fall der Risiken in der Nähe zur Sonne bewusst sein.

Das Teleskop muss man in Griff haben, und vor allem muss man wissen, wenn man aufhören muss, bevor die Sonne mit im Okular steht.

Ich habe mir angewöhnt, das Teleskop langsam in Sonnenrichtung zu bewegen, und darauf zu achten, wenn es im Okular beginnt hell zu werden, dann auch aufzuhören sich weiter in Richtung Sonne zu bewegen.

Mit der Zeit hat man die Erfahrung um abschätzen zu können, ab wann man das Teleskop nicht mehr weiterbewegen darf, notfalls mit dem Auge vom Okular ein Stück weggehen, um dann zu sehen, wie weit man das Teleskop noch bewegen kann.

Weiter gilt zu beachten:
Wird westlich oder rechts der Sonne beobachtet, so kann diese auch in das Teleskop hineinlaufen. Das passiert dann, wenn die Klemmen gelöst sind, oder die Nachführung aus ist.
Bei einer Beobachtungspause deshalb nicht gleich direkt in das Okular sehen, sondern erst mal die Hand dahinter halten um zu sehen ob noch alles in Ordnung ist.

Bei der Beobachtung östlich oder links der Sonne läuft diese vom Teleskop weg.


Gefahren bei der Beobachtung der schmalen Venussichel an der Unteren Konjunktion:
...je schmaler die Venussichel, um so näher ist sie an der Sonne...


Vor der unteren Konjunktion steht die Venus immer östlich oder "nach" der Sonne.
Bei einem parallaktisch montierten Teleskop, bei dem die Klemmen offen gelassen oder die Nachführung abgeschaltet wurde, läuft die Sonne vom Teleskop weg. Bei einer absichtlich oder unabsichtlich ungeklemmter Montierung besteht somit keine Gefahr, das die ungefilterte Sonne in das Teleskop und somit in das Okular hineinläuft.

Ganz anders ist die Situation in den Stunden und Tagen nach der unteren Konjunktion der Venus. Die Venus steht dann westlich oder "vor" der Sonne.
Bei einer abgeschalteten oder ungeklemmten parallaktischen Montierung läuft die ungefilterte Sonne in das Teleskop und somit in das Okular hinein!
Nach Beobachtungspausen immer, wie schon oben angemerkt, erst mit der Hand am Okular überprüfen, ob auch wirklich noch alles in Ordnung ist.

Lassen sie ihr Teleskop auch in Beobachtungspausen nie unbeaufsichtigt stehen!

Im Okular ist die Sonne ungefiltert.
Würde jemand das Teleskop in die Sonne schwenken und dann durch das Okular schauen, dann wären Augenschäden unvermeidbar.


Meine eigene Beobachtungen:

Venus:

Juli und August 2015.
150mm, ƒ 20 Schiefspiegler.

Ich konnte im Juli und August für 14 Tage die Venussichel am Taghimmel verfolgen. Die untere Konjunktion am 15. August konnte ich nicht sehen, denn am 14. August war der letzte sonnige Tag.

Zu dieser Beobachtungsserie habe ich einen Artikel veröffentlicht: Venus wird zur Sichel.


8. und 12. Januar 2014.
150mm, ƒ 20 Schiefspiegler.

Am 8. Januar 2014 konnte ich Venus kurz vor der unteren Konjunktion beobachten, am 12. Januar 2014 nur einen Tag nach der unteren Konjunktion.
Bei beiden Beobachtungen zeigte sich im Okular eine sehr feine und schmale Venussichel.
Durch die Beobachtung vor und nach der unteren Konjunktion konnte ich auch gut die Drehung der Venussichel erkennen.

Zu diesen Beobachtungen habe ich auch einen Beobachtungsbericht geschrieben.


21. März 2009, 900 UT.
80mm, ƒ 11,4 Refraktor, Vergrößerung 103x.

Sehr auffällig. Hell und gut sichtbar.
Sehr schmale und helle Sichel.
Die Sichel ist nach Norden offen. Die Spitzen sind deutlich schwächer als der Mittelteil.


März 2009, 1230 UT.
80mm, ƒ 11,4 Refraktor, Vergrößerung 50x.

Sehr deutlich zu sehen, großer Kontrast zum Hintergrund.
Die Sichel ist sehr fein und schmal. Nach Westen offen.


Planetenbedeckungen durch den Mond:

10. Mai 2008, von 1130 bis um 1315 UT.
Bedeckung vom Mars durch den Mond.

80mm, ƒ 11,4 Refraktor, Vergrößerung bei allen Beobachtungen ist 103x.

Mars habe ich schon 1130 UT gefunden.
Er ist gut zu sehen und hebt sich durch seine Farbe gut vom Hintergrund ab.

Merkur habe ich um 1145 UT beobachtet.
Helles Scheibchen, gut zu sehen.
Merkur hat einen hohen Kontrast zum Hintergrund.

Marsbedeckung, Eintritt:
Ab ca. 1200 UT hatte ich den Mond und den Mars zusammen im Okular.
Die Grenze vom unbeleuchteten Mondrand konnte ich nicht erkennen, sondern ich musste sie abschätzen.
Die Bedeckung war um: 12 Uhr 13 Min. 55 Sek. UT.
Mars verschwand sehr schnell. Er war aber nicht plötzlich weg, sondern wurde kontinuierlich schwächer.

Marsbedeckung, Austritt:
Ich habe Mars beim Austritt um 1315 UT nicht sofort gesehen, sondern erst als er ein kleines Stückchen vom Mond entfernt war.
Der Kontrast zum beleuchteten Mondrand ist groß.


Nun wünsche ich euch viel Erfolg beim aufspüren der Planeten am Taghimmel.

Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, werde ich sie hier einpflegen.


Viele Grüße.
Gerd Kohler.

Januar 2014 bis April 2016.