Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 3. Quartal 2015.
Juli bis September 2015.


Den Juli startete ich neben der Beobachtung der Sonne mit der Beobachtung vom Saturn und den Kleinplaneten Pallas, der im Okular vom Schiefspiegler gut zu sehen war. 
Wir von der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft beteiligten uns an der Burgnacht auf der Kaiserburg in Nürnberg.
Wir organisierten die Beobachtung der Sonne und vom Saturn.

Ein ausgedehntes und helles Feld leuchtender Nachtwolken konnte ich in der Nacht vom 10. auf dem 11. Juli beobachten.

Eine kurze Nacht um schwache Nebel und Sternhaufen zu beobachten hatte ich vom 15. auf dem 16. Juli. Leider zogen in dieser Nacht ab 1 Uhr schon wieder Wolken auf, was dieser Nacht ein Ende setzte.

Einen interessanten Schatten von einer Abgasfahne konnte ich zufällig Mitte Juli aufnehmen, der Mond, die Venus und der Jupiter bildeten eine schöne Konstellation am Abendhimmel vom 18. Juli.

Eine längere Nacht konnte ich vom 21. auf dem 22. Juli nutzen. Mein vorrangiges Ziel waren in dieser Nacht zwei Kometen.

Firefox

Startseite vom Firefox Webbrowser.

Venus nähert sich der unteren Konjunktion an, die sie am 15, August erreicht. Venus wird dadurch immer mehr zur schmalen Sichel.
Ende Juli begann ich wieder mit der Beobachtung der Venus am Taghimmel.

Einen schwachen Nebenmond konnte ich in der Nacht zum ersten August sehen und fotografieren.

Ein besonderes Ereignis war die Starparty der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft am 22. August am Segelflugplatz in Lauf- Lillinghof.
Diese Veranstaltung war mit über 1.100 interessierten Menschen gut besucht.

Doch nicht nur bei Starpartys ist mein Teleskop zu gebrauchen, sondern auch in ganz "normalen" Beobachtungsnächten.
In den Nächten vom 9. auf dem 10. und vom 11. auf dem 12. September konnte ich einige Stunden unterm Sternenhimmel verbringen.

Das größte Ereignis im September war die Totale Mondfinsternis vom 28. September, die ich in ihrer ganzen Länge beobachten konnte.

 Juli

 
Saturn und der Kleinplanet Pallas.


Die Beobachtungsnächte vom 30. Juni auf dem 1. Juli und vom 2. auf dem 3. Juli.

Teleskop  
In diesen Nächten beobachtete ich mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler.

Neben den Saturn und den Mond suchte ich auch den Kleinplaneten (2) Pallas auf, der nahe am Stern δ Herculis im Sternbild Herkules stand.

Pallas war im Okular bei einer Vergrößerung von 75x gut zu sehen. Als Aufsuchkarte diente mit das Programm "Cartes du Ciel"

Der Stern δ 65 Herculis mit den Eigennamen "Sarin" ist ein Doppelstern der unter der Struve Nummer Σ 3127 geführt wird.

Im Okular war der Doppelstern bei einer Vergrößerung von 75x deutlich getrennt, der hellere Stern war gelblich/weiß, der schwächere Stern bläulich oder rötlich.

Von Pallas habe ich zwei Zeichnungen angefertigt, damit die Bewegung von Pallas relativ zu den Sternen zu sehen ist:


Pallas

1. Juli um 045 Uhr MESZ
Pallas

3. Juli um 015 Uhr MESZ

Saturn  
Saturn habe ich bei einer Vergrößerung von 273x gezeichnet.

Der B- Ring war sehr hell, der C- Ring schloss daran dunkler an. Der A- Ring ist visuell deutlich dunkler als der B- Ring.
Die dunkle Linie im A- Ring ( Encke- Teilung?) konnte ich immer wieder deutlich sehen.

Saturn selbst war "fahl- gelb" im Okular.



 
Leuchtende Nachtwolken.


Leuchtende Nachtwolke  
Leuchtende Nachtwolken in der Nacht vom 10. auf dem 11. Juli.

Ein großes und helles Feld Leuchtender Nachtwolken stand nach Sonnenuntergang, um ca. 23 Uhr am Nord- Westhimmel.

Das Wolkenfeld war sehr einfach zu sehen, die Wolken waren von bläulich- weißer Farbe.
Im den Wolken waren filigrane Strukturen zu sehen.

Gegen 2330 Uhr verblassten die Wolken bereits wieder.
Die nächsten beiden Bilder entstanden am Abendhimmel nach Sonnenuntergang.

Der helle Stern im Wolkenfeld ist der Stern Kapella im Sternbild Fuhrmann.

Das Feld in der Abenddämmerung habe ich am Solarberg in Fürth aufgenommen, das Feld in der Morgendämmerung in der Nähe von Langenzenn in Mittelfranken.

Die Bilder entstanden mit einer Panasonic Lumix DMC-FZ 150 Kompaktkamera.



Leuchtende Nachtwolke


Das zweite Feld Leuchtender Nachtwolken entdeckte ich vor Sonnenaufgang in der einsetzenden Morgendämmerung.

Auch dieses Feld war hell und deutlich zu sehen, wenn auch nicht so ausgeprägt wie das Feld vom Abendhimmel.

Auch in diesem Feld Leuchtender Nachtwolken waren viele filigrane Strukturen zu sehen. Die Wolken hatten wieder eine bläulich- weiße Farbe.

Die nächsten Bilder sind in der Morgendämmerung von Osten nach Westen aufgenommen.



Leuchtende Nachtwolke



Leuchtende Nachtwolke



Leuchtende Nachtwolke


Leuchtende Nachtwolken (* nlc) sind eine der seltenen Naturerscheinungen.
Sie entstehen in 70 bis 90 Kilometer Höhe in der Mesosphäre.

Nach gängiger Theorie handelt es sich dabei um Wasserdampf, der an Kondensationskeimen aus kosmischen Partikeln im Temperaturminimum der Mesopause zu Eiskristallen gefriert. Dieser Wasserdampf muss aus den darunterliegenden Schichten der Atmosphäre, der Troposphäre und der Stratosphäre, in die Mesosphäre hochwandern.

Diese Wolken sind so dünn, das sie während des Tages vom Himmelsblau überstrahlt werden und somit nicht sichtbar sind.
Nachts scheinen durch diese Wolken die Sterne durch.

Damit diese Wolken sichtbar werden, muss sie die Sonne "von unten" beleuchten, damit die Eiskristalle das Sonnenlicht zurück- reflektieren.
Die Sonne darf dabei nicht tiefer als 6° im Bezug zum Beobachter unter dem Horizont stehen. Auf der Nord- sowie der Südhalbkugel der Erde entspricht das einer geografischen Breite von 45 bis 70°.

Die Saison für die Nordhalbkugel der Erde zur Beobachtung der Leuchtenden Nachtwolken ist von Mitte Juni bis Mitte Juli.
Für die Beobachtung empfiehlt sich ein freier Nord- West (Abendhimmel) oder Nord- Osthorizont (Morgenhimmel).

Diese Wolken dürfen aber nicht mit hohen Zirruswolken, die sich im oberen Stockwerk der Troposphäre befinden, verwechselt werden.

(* = vom englischen noctilucent clouds).



 
Die Burgnacht auf der Kaiserburg in Nürnberg.


Burgnacht  
Im Rahmen der Bayerischen Heimat und Schlössertage lud Dr. Markus Söder zur Burgnacht auf die Kaiserburg in Nürnberg.

Neben vielen Führungen, Shows und weiteren Aktionen wurde auch die Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft eingeladen, auf dieser Veranstaltung Fernrohrbeobachtungen anzubieten.


Am 23. Juni 2015 trafen wir uns zu einer Vorbesprechung im Vorhof der Nürnberger Kaiserburg.

Der von uns angedachte Maria Sibylla Merian-Garten neben dem Heidenturm erwies sich als sehr klein, die Aufstellmöglichkeiten für Teleskope sind hier sehr begrenzt, es bleibt nur ein kleiner Platz zwischen dem Gartenhaus und einen Baum um ein Teleskop aufzustellen.

Burgnacht


Burgnacht  
Die Flächen mit dem Rasen und den Blumenbeeten werden bei der Saturnbeobachtung abgesperrt, denn es werden zu große Schäden in der Anlage befürchtet.
Es kommt somit nur der schmale, befestigte Bereich zwischen dem Gartenhaus und dem südlichen Baum infrage, auf dem Platz für ein Teleskop vorhanden ist. Vor der Saturnbeobachtung, die um 22 Uhr beginnen soll, sind noch Führungen im Merian- Garten geplant.
Mit der Veranstaltungsleitung hatte ich vereinbart, das dieser Garten ab 2145 Uhr für die Besucher gesperrt wird, und ich mein Teleskop aufstellen kann.

Bei einem Rundgang durch den Vorhof und der Freiung konnte kein Platz für ein weiteres Teleskop gefunden werden, allenfalls kleine, mobile Geräte können aufgestellt werden, denn es durften keine großen Teleskope auf dem Platz aufgestellt werden, um den Besucherstrom - besonders bei Notfällen - nicht zu blockieren, auch mussten die Rettungswege freigehalten werden.
Das erwies sich auch als sehr Sinnvoll, denn der Besucherandrang war enorm.

Wegen der Abschattungen durch die Gebäude kommt eine Beobachtung der Sonne allenfalls mit kleinen und mobilen Geräten in Frage, um diese in schattenfreien Bereichen aufstellen zu können.

Nach einer kurzen Beratung einigten wir uns auf meinem Schiefspiegler, der im Merian- Garten für die Saturnbeobachtung aufgestellt wird, Herr Hölzl bringt sein Bino mit, um die Sonne im Weißlicht zu beobachten.


Burgnacht  
Mein Teleskop lieferte ich schon am Freitag Nachmittag, um es in das Gartenhaus einzulagern.

Da Freitag Nachmittags die Burganlage von Touristen belagert wird, begleitete mich mein Arbeitskollege Alexander Ziegler, der am Auto aufpasste, während ich meine Ausrüstung zum Gartenhaus trug.
Beim einlagern vom Teleskop bekam ich tatkräftige Unterstützung vom Hausmeister der Burganlage, so das dieses schnell von statten ging.

Der Kontakt zur Veranstaltungsleitung war während der Vorbereitung und auch am Burgfest selbst sehr nett und kompetent, ein großes Lob an das Veranstaltungs- und Burg- Team!



Burgnacht  
Um 18 Uhr begannen wir mit der Sonnenbeobachtung.
Wir stellten das Bino für die Weißlichtbeobachtung am Fuß vom Sinwellturm auf.
Herr Hölzl erklärte den Besuchern das Sonnenbild, das im Bino zu sehen war, Herr Bode und ich passten etwas auf, damit keiner die Sonnenfilter berührte.

Durch die Abschattungen vom Heidenturm und dem Architektenstübchen neben dem Palas mussten wir das Bino immer mal wieder versetzen um es aus dem Schatten der Gebäude zu holen. Teilweise mussten wir auch die Beobachtung unterbrechen, da die Sonne hinter den Mauern verschwand.

Die Besucher zeigten sich sehr interessiert, um die 50 Leute haben die Sonne durch das Bino angeschaut.


Hinweis zur Sonnenbeobachtung:

Sehen sie nie ohne geeignete Schutzfilter in die Sonne!
Schon ein kurzer Blick durch ein Fernglas oder ein Teleskop ohne geeignete Schutzfilter verursacht bleibende Schäden am Auge.

Zur Lichtdämpfung der Sonne dürfen keine Rettungsfolien oder Schweißergläser verwendet werden, diese bieten keinen ausreichenden Schutz vor Infrarot- und Ultraviolettstrahlung.


Ein geeigneter Schutzfilter ist die "Baader AstroSolar visuell ND 5.0" Filterfolie, die unter anderem beim Händler "Teleskop-Service" erhältlich ist.



Gegen 2145 Uhr stellte ich mein Teleskop im Merian- Garten auf. An diesem Abend verwendete ich meinem 150/3000mm Schiefspiegler, der parallaktisch auf einer Losmandy G11 montiert ist.

Für Saturn wählte ich anfangs eine Vergrößerung von 167x, die aber zu gering war. Ich erhöhte dann die Vergrößerung auf 214x.

Burgnacht Wir konnten Saturn am aufgehellten und dunstig- wolkigen Himmel nur mit Schwierigkeiten finden.

Im Okular war Saturn erstaunlich ruhig. Auf dem Scheibchen waren zwei Wolkenbänder zu sehen, die Cassiniteilung war sehr deutlich sichtbar und auch der Mond Titan war gut zu erkennen.

Als alles eingerichtet war, wurde der Garten wieder geöffnet, und immer nur eine begrenzte Anzahlt von Besuchern eingelassen.
Ich rechnete nicht mit einem derart großen Ansturm, die Schlange an Leuten, die sich Saturn ansehen wollten, war sehr lang...

Trotz der gleichzeitig laufenden Shows auf dem Burggelände sahen sich etwa 200 bis 250 Besucher Saturn an.

Bei der Beobachtung störten Scheinwerfer, die direkt im Süden der Burganlage installiert sind, so das man diese mit der Hand abschatten musste.

Alle Besucher konnten Saturn sehen. Viele sahen ihn auf dem ersten Blick, ungeschickten Besuchern leitete ich an, wie sie ins Okular schauen müssen.

Sehr viele Besucher nahmen von selbst die beiden Wolkenbänder auf dem Saturnscheibchen wahr, und auch sehr viele sahen von selbst und auf Anhieb die Cassiniteilung im Ring. Auch wurde Titan von vielen Beobachtern wahrgenommen.
Titan wurde zwar nicht als Mond von Saturn erkannt, doch die ihn sahen, fragten immer wieder was das für ein Sternchen links unterhalb von Saturn ist.

Die Besucher waren sehr begeistert und positiv Überrascht, wie gut Saturn im Teleskop zu sehen ist. Einige fragten, ob ein Dia oder Bild im Teleskop eingebaut ist, viele sagten, Saturn sieht "wie gemalt" aus.

Gegen Mitternacht wurde der Merian- Garten wieder geschlossen, und ich konnte mein Teleskop wieder in Ruhe abbauen.


Burgnacht


Es war ein toller Abend mit vielen begeisterten Besuchern, die sichtlich Spaß an der Sonnen- und Saturnbeobachtung hatten.

Am darauffolgenden Montag holte ich mein Teleskop wieder aus dem Gartenhaus ab. Ich bekam hier tatkräftige Unterstützung von Herrn Uhlmann, den Hausmeister der Burg, so das dieses wieder unkompliziert von Statten ging.

Die Sternwarte in Nürnberg erreichte nach der Burgnacht noch ein nettes Feedback vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit:

Sehr geehrter Herr G.!

Die Burgnacht 2015 war ein wunderschönes und gelungenes Fest und ein großer Erfolg – auch dank der Sternwarte Nürnberg.

Im Namen von Herrn Staatsminister Dr. Markus Söder sowie auch persönlich dürfen wir uns auf diesem Wege bei Ihnen und allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für die reibungslose Zusammenarbeit und die freundliche und tatkräftige Unterstützung bedanken.

Mit besten Grüßen,

Stefan F. und Sandra K.

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Referat Öffentlichkeitsarbeit



 
Die Nacht vom 15. auf dem 16. Juli 2015.


Gegen Abend zogen sich die Wolken immer weiter zurück, es wurde ein wolkenfreier Himmel.

Meinen 300/1200mm Newton stellte ich dieses mal bei Oberreichenbach in der Nähe eines Windrades auf. Leider schaltete sich in der ersten Hälfte der Nacht am Turm vom Windrad immer wieder ein heller Scheinwerfer ein, der direkt zu meinem Teleskop leuchtete.

Die Bedingungen an diesem Standort sind recht gut, es gibt kaum Aufhellungen am Südhimmel, im Osten ist die Lichtglocke von Nürnberg zu sehen.
Die Milchstraße und das Sternbild Schütze waren gut zu sehen.

Als erstes Objekt habe ich Saturn bei einer Vergrößerung von 255x eingestellt.
Neben den Wolkenbändern auf dem Saturnscheibchen war auch die Cassiniteilung gut zu sehen.

Gegen 1 Uhr überzog sich der Himmel wieder mit Wolken.


Folgende Objekte habe ich beobachtet:



Mit den aufziehenden Wolken beendete ich die Beobachtungsnacht.

Einen hellen Meteor bemerkte ich noch aus den Augenwinkel. Er müsste durch den Skorpion gezogen sein.
Als ich ihn sah, war er nur gering über den Horizont und von grünlicher Farbe.


Statistik (nur Deep Sky): 2.085 Beobachtungen, 1.359 Objekte.



 
Schatten am Himmel.


Der Schatten von einer Abgasfahne.

Der Schatten einer Abgasfahne  
Eine Abgasfahne konnte ich aufnehmen, die von ihren eigenen Schatten bedeckt wird.

Die Schatten der Abgasfahne fallen auf eine tiefere Wolkenschicht und bedecken die Abgasfahne für kurze Zeit.

Eine interessante Diskussion zu diesem Schatten entwickelte sich auf dem Astronomieforum  Astrotreff  .

Der Schatten einer Abgasfahne - Astrotreff.de



 
Mond, Venus und Jupiter.


Der Mond, die Venus und der Jupiter am Abendhimmel.

Mondsichel  
Der Mond, die Venus und der Jupiter standen am 18. Juli zusammen am Abendhimmel am Westhorizont.
Die Bedingungen um sie zu sehen waren aber sehr ungünstig, der Horizont war zum Teil bewölkt.

Die Mondsichel, die am diesem Abend rund 66 Stunden alt war, konnte ich als erstes erkennen, wenig später sah ich auch die Venus. Jupiter konnte ich nicht erkennen.

Diese Bilder entstanden in Mittelfranken am Solarberg in Fürth- Atzenhof mit einer Panasonic LUMIX DMC-FZ 150 Kompaktkamera.



Mondsichel  
Ich habe noch versucht, den Mond und die beiden Planeten zu fotografieren.

Der Mond und die Venus sind deutlich zu sehen, Jupiter ist ein ganz schwacher Fleck in der rechten, oberen Bildecke.

Anhand der Sternkarte lässt sich Jupiter leichter finden.

Die Zeit der Aufnahme war um 2136 Uhr MESZ.


Mammatus- Wolken



 
Mammatus- Wolken.


Mammatus- Wolken


Mammatus- Wolken vor dem Durchzug einer Gewitterzelle.

19. Juli um 17 Uhr bei Dürrnfarrnbach in Mittelfranken.



 
Die Nacht vom 21. auf dem 22. Juli 2015.


Abenddämmerung

Die Abenddämmerung vom 20. Juli.


Windkraftwerke  
Die Beobachtungsnacht vom 21. auf dem 22. Juli.

Im Laufe des Tages zogen sich die Wolken immer mehr zurück, es wurde eine sehr klare und wolkenlose Nacht.
Erst gegen 2 Uhr kamen so langsam wieder Wolken auf.
Die Milchstraße war in dieser Nacht fast bis zum Horizont zu sehen.

Ich stellte meinem 300/1200mm Newton auf dem großen und befestigten Platz an einem mittelfränkischen Windkraftwerk auf.

Die roten Lichter von den Türmen der Kraftwerke stören bei der Beobachtung nicht, etwas lästiger, aber auch kaum wahrnehmbar sind Straßenlampen und die Giebelbeleuchtung von einem Pferdehof.

Meine vorrangigen Ziele für diese Nacht waren die Kometen C/2014 Q2 Lovejoy und C/2015 F4 Jacques.
Weitere Objekte in dieser Nacht waren noch Sternhaufen.


Die beobachteten Objekte:



Abendvogel



Statistik (nur Deep Sky): 2.089 Beobachtungen, 1.361 Objekte.



 
Regenfälle und ein Regenbogen am 22. Juli.


Regenwolke  
Ein Wasserfall aus einer Wolke.

Wie ein Wasserfall fällt dieser begrenzte Regenschauer aus einer Wolke heraus.

Der Regenschauer dauerte nur wenige Minuten, dann war er schon wieder weg.

Aufgenommen bei Oberreichenbach in Mittelfranken



Regenbogen  
Ein Teilstück von einem Regenbogen.

Abends leuchtete die Sonne durch eine Wolkenlücke durch.

Es gab dadurch einen kräftigen Regenbogen, aber leider nur ein kleines Stück davon.



 
☇ Wetterleuchten am Nachthimmel.


Wetterleuchten und Blitze am Nachthimmel.

In der Nacht vom 25. Juli zogen Gewitter weit südlich von Langenzenn vorbei. Leider waren diese so weit südlich, das ich nur das Wetterleuchten aufnehmen konnte, aber kaum Blitze auf dem Chip der Kamera bekam.

Nur einmal bekam ich einen hellen Blitz auf das Bild:


Wetterleuchten


Aufgenommen um 123 Uhr MESZ bei Oberreichenbach in Mittelfranken.



 
Sonnenuntergang.


Sonnenuntergang


Sonnenuntergang am 29. Juli.

Das Bild habe ich am Solarberg in Fürth- Atzenhof aufgenommen.



 
♀  Venus wird zur Sichel.


Venusbeobachtung


Venus wird zur schmalen Sichel.

Bildquelle Wikipedia  
Unser Nachbarplanet, die Venus, nähert sich der unteren Konjunktion an die sie am 15. August erreicht.

Am Tag der unteren Konjunktion steht Venus nur 7° 50′ (7,84°) vom Sonnenmittelpunkt entfernt.
Venus wird zu einer 57,83″ großen, sehr schmalen Sichel. Die beleuchtete Fläche wird nur 0,53″ dick sein.

Die Beobachtung der schmalen Venussichel ist aber nur am Tag möglich, da die Venus nahe an der Sonne steht und sich dieser auch immer weiter annähert.

Nach der Sonnenbeobachtung habe ich heute wieder versucht, die Venus mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler einzustellen.

Eingestellt oder aufgesucht habe ich die Venus nach meiner hier vorgestellten Methode.

Zum aufsuchen der Venus benutzte ich das Programm "Cartes du Ciel" und die Teilkreise meiner Losmandy G11 Montierung.


Venusbeobachtung  
← Mein "Arbeitsplatz" beim Venus beobachten.

Nachdem ich mit der Sonne fertig war, habe ich diese mittig ins Okular gestellt, den Spiegel vom Teleskop abgedeckt, und umgebaut auf Zenitspiegel und "Aufsuchokular", das bei einer Vergrößerung von 75x gerade mal ein Feld von einem Grad am Himmel hat.

Venusbeobachtung  
Wichtig ist das scharfstellen am Taghimmel.

Ich habe mir die Stellung von Okularauszug inklusive Zenitspiegel, Verlängerung und Okular ausgemessen.

Wenn ich am Teleskop alles umgebaut habe, stelle ich das Maß mit einem Zollstock ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich ein paar Millimeter daneben liege, denn der Schiefspiegler ist so gutmütig in der Fokussierung, so das dieses kaum ins Gewicht fällt.


Zum Aufsuchen habe ich dann die Teilkreise benutzt, und habe das Teleskop mal dorthin bewegt, wo die Venus sein sollte...


Ein erster Blick durch das Okular:
Oh weh, alles weiß...

Ein zweiter Blick an den Himmel:
Du blöde Wolke...

Ein dritter Blick durch das Okular:
Alles blau, mal ein bisschen bewegen... da ist sie!!!


Venusbeobachtung  
Doch schreiben kann ich natürlich viel, wenn der Tag lang ist, darum hier ein "Beweisfoto"...

Zugegeben, ich besitze keine geeignete Kamera, ich konnte deshalb nur meine Kompaktkamera irgendwie hinter das Okular halten.
Herausgekommen ist ein Bild, auf der zumindest die Venus zu sehen ist, wenn auch recht schlecht..:


Venusbeobachtung  
Ich habe auch Versucht, Venus zu zeichnen, aber da fehlt es mir doch sehr an Übung...


Venusbeobachtung  
Mich hat es doch sehr gefreut, das ich Venus recht schnell und unkompliziert gefunden habe.

Sehr gut komme ich auch mit der Methode zurecht, die Montierung nur mit einem Kompass so genau nach Norden auszurichten, das die Venus kaum merklich aus dem Okular herausläuft.

Ich habe während der Beobachtung schon begonnen, meine Sachen zusammen zu räumen, Venus war nach fünf Minuten immer noch fast mittig im Okular, und das bei einem Feld von gerade mal einem Grad am Himmel.

Venus nähert sich jetzt noch weiter zur Sonne an, und wird zur feinen Sichel. Interessant ist die Drehung der Sichel in den Tagen vor und nach der unteren Konjunktion.


Trotz allem, unbedingt aufpassen, das die ungefilterte Sonne nicht ins Okular strahlt, besonders dann, wenn die Venus immer dichter an der Sonne steht. Man sollte unbedingt wissen, was man tut.



Meine Sichtungen der Venus in der Periode der unteren Konjunktion im Jahr 2015:


Der Abstand ist in der obigen Liste vom Sonnenmittelpunkt zum Venusmittelpunkt gerechnet. Um den Abstand vom Sonnenrand zum Venusrand zu erhalten, muss jeweils der halbe scheinbare Sonnenradius und der halbe scheinbare Venusradius abgezogen werden.
Für den Zeitpunkt der unteren Konjunktion sind das 15,8′ für die Sonne und rund 30″ (½′) für die Venus.


Bei der Beobachtung der schmalen Venussichel meine ich immer die dunkle Rückseite der Venus erkennen zu können.

Innerhalb der Sichel fällt mir ein Scheibchen auf, das nur wenig dunkler als der Himmelshintergrund ist, und nur genau gegenüber der Venussichel ohne sichtbare Kante in der Himmelshintergrund ausläuft.
Der Bereich, der nicht von der Venussichel umschlossen wird, bis genau gegenüber der Venussichel läuft mit einer deutlich sichtbaren Kante zum Himmelshintergrund aus.

Besonders bei transparenten Himmel ist dieses nur wenig dunklere Scheibchen gut zu sehen.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob das nur ein Artefakt ist, hervorgerufen durch den Kontrast der hellen Venussichel zum Himmelshintergrund, oder ob diese Beobachtung real ist, und im Okular tatsächlich die dunkle Rückseite der Venus zu sehen ist.

Eine Diskussion zur Sichtbarkeit und Beobachtung der Venussichel entstand im Astronomieforum Astrotreff.

→  Venus wird zur Sichel - Astrotreff.de


Mein Fazit nach zwei Wochen beobachten der Venussichel:

Es geht mit meinem Schiefspiegler und der Losmandy G11 Montierung leichter als gedacht!

Mit dieser Kombination habe ich jetzt die zweite untere Konjunktion der Venus beobachten können. Bei der vorhergehenden unteren Konjunktion kam ich wetterbedingt nur auf zwei Beobachtungen, allerdings auch auf einem viel geringeren Abstand zur Sonne.
Am 12. Januar 2014 beobachtete ich die Venus in einem Abstand von nur 5° 35′ von der Sonne.


Venusbeobachtung  
Eine große Hilfe für das finden der Venus am Taghimmel waren die genauen Teilkreise der Losmandy G11 Montierung.

Durch ihre genaue Einstellbarkeit und Ablesbarkeit hatte ich die Venus teilweise schon auf Anhieb im Okular, oder ich musste das Teleskop nur sehr gering bewegen, um die Venus in das Okular zu bringen.


Venusbeobachtung  
Als eine weitere große Hilfe entpuppte sich das PST- Sonnenteleskop.

Da ich meinem Schiefspiegler nach der Sonnenbeobachtung vom Herschelkeil auf dem Zenitspiegel umbaue, passierte es trotz aller Vorsicht, das mir das Teleskop etwas verrutschte, und ich meinem Startpunkt verlor.

Damit ich nicht wieder auf dem Herschelkeil zurückbauen musste, um das Teleskop neu auf die Sonne auszurichten, zentrierte ich die Sonne im PST, und ich war wieder ohne große Umstände an meinem Startpunkt.


Unerfahrene Gäste die mal durch das Teleskop schauen wollen:

Als die Sonne noch weiter als 10° von der Sonne entfernt war, habe ich noch einem Besucher unter Anleitung durchsehen lassen.
Für alles was unterhalb von dieser 10° Marke ist, lasse ich keinen mehr durchsehen, denn der dann nur noch kleine Abstand zur Sonne ist sehr gefährlich, und ich kann es nicht verantworten, falls durch eine unbedachte Bewegung die Augen eines Besuchers dauerhaft geschädigt werden.

Wie klein diese Bewegung an der Montierung ist, wird richtig bewusst, wenn das Teleskop mit den Teilkreisen von der Sonne zur Venus bewegt wird.


Die nächste untere Konjunktion:

Die nächste untere Konjunktion der Venus ist am 25. März 2017. Venus geht dann in einem Abstand von rund 8° nördlich an der Sonne vorbei.

Mein Ziel ist es, in der Konjunktion 2017, die Drehung der Venussichel fotografisch zu dokumentieren.



 
August

 
Nebenmond.


Ein schwacher Nebenmond in der Nacht zum ersten August.

Einen schwachen und kleinen linken Nebenmond konnte ich in der Nacht zum 1. August sehen und fotografieren.
Nebenmond
  Mit den freien Augen war der Nebenmond deutlich zu sehen.
Ich meinte auch einen 22° Ring sehen zu können. Besonders wenn das Bild verkleinert wird, könnte ein 22° Ring zu sehen sein.

Hier täuschte aber wahrscheinlich der große Halo um den Mond.

Der helle Punkt auf sieben bis acht Uhr ist ein Reflex in der Optik der Kamera.


Nebenmond


Die Daten zur Aufnahme:

Am 1. August 2015 um 021 Uhr MESZ bei Dürrnfarrnbach/Mittelfranken.



 
Regenwand.


Regenwand


Rückseitenwetter  
Wie eine Wand aus Wasser tauchte dieser Regenschauer am Osthorizont auf.
Er sah bedrohlich aus, brachte aber nur wenig Regen und war auch schnell wieder vorbei.

Aufgenommen am 11. August gegen 2015 Uhr MESZ bei Burggrafenhof in Mittelfranken.

Das kleine Bild rechts, wurde nur etwas über eine Stunde später aufgenommen, und zeigt das Rückseitenwetter.
Die Blickrichtung geht zum Westhorizont.



 
Sonnenuntergang.


Sonnenuntergang


Sonnenuntergang.

Aufgenommen am 21. August 2015 um 2015 in der Nähe von Langenzenn.
Panasonic Lumix DMC-FZ150.



 
Die Starparty der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft.


Starparty  
Am 22. August fand wieder die Starparty der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft (NAA) am Segelflugplatz in Lauf- Lillinghof statt.

Nach der Starparty vom August 2013 war diese die zweite, an der ich mich beteiligte.

Für mich nahm die diesjährige Veranstaltung einen schlechten Anfang, ich hatte mir schon im Laufe des Tages überlegt, ob doch noch absagen sollte:

Für eine Urlaubsvertretung in der Firma meinte mein Wecker, das ich um vier Uhr in der früh genug geschlafen hätte. Dementsprechend vielen mir so am späten Nachmittag doch so langsam die Augen zu, ich befürchtete schon, neben meinem Teleskop einzuschlafen.

Doch wie so oft im Leben, kam dann doch alles anders, als wie ich mir es gedacht hatte, davon handelt mein Bericht.


Starparty  
Nachdem ich mein 12" Spiegelteleskop ins Auto eingeräumt hatte, machte ich mich gegen 16 Uhr auf den Weg zum Segelflugplatz in Lillinghof.
Eine gute Stunde später kam ich dort an.

Ich habe mich in die Helferliste für diesen Abend eingetragen. Nachdem ich am Flugplatz angekommen war, half in noch beim einräumen vom Hangar. Es mussten noch Tische und Bänke aufgestellt werden und diverse Sachen hineingetragen werden.

Die Bewegung (auch wenn mir von der Frühschicht am Vormittag die Füße schmerzten) und eine Tasse Kaffee (vielen Dank an die Küche) hielten dann doch recht erfolgreich die Müdigkeit von mir fern, denn es wurde noch eine lange Nacht.


Starparty


Starparty  
Am befestigten Platz vor dem Hangar waren noch einige Teleskope aufgestellt, durch diese konnte die Sonne im Weißlicht und im H- alpha beobachtet werden.

Die Teleskope mussten dann aber alle umgesetzt werden, denn genau dorthin kam der Partyservice mit seinem Grill- und Getränkewagen.


Starparty

Sonnenbeobachtung mit diversen Teleskopen.


Gegen 19 Uhr wurden auf der Landebahn die ersten Teleskope aufgebaut. Die Landebahn füllte sich nach und nach mit den verschiedensten Teleskopen.


Starparty


Insgesamt müssten es an die 40 Teleskope gewesen sein, die aufgebaut wurden.


Starparty


Starparty  
Im Hangar fanden zeitgleich zum Aufbau Vorträge zu astronomischen Themen von Mitgliedern der NAA statt.

Es ging unter anderem um Raumflüge zu den kleinen Planeten des Sonnensystems, über die Johannes Hölzl informierte.
Thomas Jäger (www.starhopper.de) entführte mit seinem Bildern die Besucher zu den Polarlichtern am Polarkreis.

Starparty  
Gegen 20 Uhr begann auch ich, mein Teleskop aufzubauen.

Da an diesem Abend der Mond erst gegen Mitternacht unterging, wusste ich nicht so recht, ob ich mit dem Newton die richtige Wahl getroffen habe, oder ob es doch besser gewesen wäre, den Schiefspiegler mitzunehmen.

Der 12" Newton ist durch seine große Abschattung durch den Fangspiegel nicht so sehr für den Mond und die Planeten geeignet, der Schiefspiegler wäre gerade dafür die bessere Wahl.

Die Luftruhe war aber an diesem Abend gut, mein Teleskop war auch gut justiert, so das ich den Mond und den Saturn mit einer Vergrößerung von 255x einstellte.


Starparty

Farbenprächtiger Sonnenuntergang mit einer hellen Nebensonne.


Starparty  
Schon beim aufbauen vom Teleskop wurden viele Fragen zum Teleskop und der Montierung gestellt.
Durch die offenen Bauweise von meinem Teleskop konnte ich den Besuchern gut die optische Funktion von einem Spiegelteleskop erklären.

Was mich auch verwunderte war der Umstand, das es vielen Leute nicht bewusst war, das ein Teleskop dieser Größe mit den kleinen Finger sehr leicht bewegt werden konnte.

Viele Fragen tauchten auch zur Funktion der parallaktischen Montierung auf, vor allem, was am Aufbau Teleskop/Montierung beim Nachführen bewegt wird.


Da der Halbmond und auch der Saturn an diesem Abend hoch am Himmel standen, waren es diese beiden Objekte, die ich ins Teleskop einstellte.

Auf Saturn sahen doch so einige Besucher von selbst die Cassiniteilung, ich wurde immer wieder gefragt, was das für eine dunkle Linie in den Ringen wäre.
Viele Besucher erkannten auch den Saturnmond Titan, der als ein kleines Sternchen nahe an Saturn gesehen werden konnte.

Das Objekt, das dann im Laufe des Abends von sehr vielen Leuten angesehen wurde, war der Mond mit seinen Kratern. Bei einer Vergrößerung von 255x konnte aber nur ein kleiner Ausschnitt am Mond gesehen werden.


Starparty


Um den Mond selbst erkunden zu können, und am Terminator mit dem Teleskop "entlangfahren" zu können, erklärte ich den Besuchern die Steuerung der Montierung.
Nur sehr wenige Besucher sahen nur kurz mal durch, alle anderen Besucher, vom kleinen Kind bis zu Personen im gesetzten Alter, nutzten den Handtaster der Montierung ausgiebig um den Mond selbst erkunden zu können. Kinder wurden teilweise von ihren Eltern gebeten, das sie jetzt auch mal durch das Teleskop sehen möchten...

Die Kommentare die am Okular abgeben wurden, waren durchwegs sehr interessant.
Die Beobachtungen wurden von so einigen Besuchern kommentiert, es wurden kleine Krater in den Kratern entdeckt. Ein Nachfragen, ob der Mond im Okular zu sehen ist, das konnte ich mir ersparen, ich musste nur ein paar Augenblicke warten, bis die Beobachtung vom Mond begeistert kommentiert wurde.

Als der Mond gegen Mittenacht unterging, stellte ich noch die Andromedagalaxie und h + χ Perseus ein.
Der Besucheransturm ließ nach Mitternacht deutlich nach, so das ein entspannteres beobachten am Teleskop möglich wurde.

Nachdem ich noch mit geholfen habe, den Hangar und die "Küche" mitaufzuräumen, machte ich mich gegen 2 Uhr wieder auf dem Heimweg.
Doch auch hier lief nicht alles so glatt wie erhofft:
Durch einen Unfall, kurz vor Nürnberg wurde die Autobahn vor meiner Nase komplett gesperrt, eine halbe Stunde musste ich dort warten bis es weiterging. Gegen vier Uhr war ich aber dann doch mal zu Hause...

Mit insgesamt über 1.500 interessierten Besuchern war diese Veranstaltung wieder ein sehr tolles Ereignis, das mir sehr gefallen hat und auch viel Spaß bereitet hat.


Starparty  
          Sternenparty ist Astronomie für die ganze Familie

Mit einem Klick in das Bild öffnet sich ein Zeitungsartikel zur Starparty in Lauf- Lillinghof (PDF- Dokument).

Starparty  
Die nächste Starparty ist für den August 2017 geplant.

Vielen Dank an Herrn Udo Schuster, für den netten Kontakt und das bereitstellen seiner Bilder und des Zeitungsartikels, so das es in diesem Bericht auch ein paar Fotos von mir und meinem Teleskop gibt.

Man sieht sich wieder am Segelflugplatz Lauf- Lillinghof.



 
September

 
Die Beobachtungsnacht vom 9. auf dem 10. September 2015.


Abenddämmerung


Abenddämmerung.

Viele Wolken am Horizont malten wieder die schönsten Farben an den Himmel.

Aufgenommen am 9. September 2015 um 1943 in der Nähe von Dürrnfarrnbach.


Herz aus Stein  
Wer fehlt hier wohl wem?

Ein Herz, gelegt aus Steinen, an meinem Beobachtungsplatz.



Eigentlich hatte ich für diesem Abend einen Besuch im Planetarium im Nürnberg geplant. Eine "Sternennacht" wurde dort geboten.

Laut Veranstalter wäre dort kein festes Programm gezeigt geworden, sondern ein durchlaufendes, bei dem man kommen und gehen konnte, wann man wollte.

Die Wetterdienste, das Wetter im Radio und auch das Metosatbild sagten aber eine klare Nacht voraus, was mich doch zögern ließ, nach Nürnberg ins Planetarium zu fahren.

Gegen 19 Uhr sah es aber überhaupt noch nicht nach einer klaren Nacht aus, der Himmel war zu ⅞ mit dicken Wolken bedeckt...

Erst nach 20 Uhr begannen sich die Wolken aufzulösen, und einen vollständig klaren Himmel freizugeben.


Lichtverschmutzung  
Nachdem ich mein Teleskop ins Auto geladen hatte, machte ich mich auf dem Weg zu meinem Beobachtungsplatz unterm Windkraftwerk.

Dort draußen erwartete mich ein dunkler Landhimmel, mit nur noch wenigen kleinen Wolkenfeldern.

Leider liefen in der Umgebung von meinem Platz noch Erntearbeiten, weshalb zu Anfang der Nacht mir noch helle Scheinwerfer in meine Richtung leuchteten.
Nach einer Stunde war aber auch hier Ruhe, und es wurde eine dunkle und transparente Nacht.
Leider wurde es im Laufe der Nacht auch ziemlich kalt, der Sommer ist eben doch schon vorbei. Ein leichter Wind, der die ganze Nacht über anhielt, verstärkte noch die Kälte.

Bis zwei Uhr beobachtete ich mit meinem parallaktisch montierten 12" Newton, dann reichte es mir, und ich begann wieder abzubauen und nach Hause zu fahren.


Die beobachteten Objekte und ihre Beschreibungen, wie ich sie im Okular gesehen habe:




Windkraftwerk


Die nächsten Beobachtungsziele wären im Sternbild Kassiopeia gewesen. Nur, dieses wurde vom Windkraftwerk bedeckt - dumm gelaufen...

So schaute ich mir mal kurz die Andromedagalaxie Messier 31 mit ihren Begleitgalaxien an. Nach einer Pause mit Keksen ging es dann weiter mit kleinen Galaxien in der Andromeda.




Statistik (nur Deep Sky): 2.101 Beobachtungen, 1.369 Objekte.


Pleijaden und Hyaden

Mit den Pleijaden und den Hyaden kommen schon die ersten Sterne des Winters in Sicht.  


Herz aus Stein  
Das Herz aus Steinen.

Am 9. September habe ich dieses Bild, gelegt aus Steinen zum ersten mal entdeckt (siehe das Bild am Anfang von diesem Bericht).

Diesen Platz, direkt vor einer Windkraftanlage fahre ich fast täglich an, ich stelle hier mein Teleskop auf, mit dem ich die Sonne beobachte, auch Nachts bin ich mit meinem Teleskop oft an diesem Platz.

Ab und zu rückte ich mal einen Stein gerade, und fragte mich, wie lange es wohl halten würde...
Am 7. Oktober war es dann zerstört...



 
Dämmerungsfarben.


Abendämmerung


Der Sonnenuntergang am 10. September.

Aufgenommen bei Dürrnfarrnbach.



 
Nebensonne.


Nebensonne  
Linke Nebensonne.

Eine schmale Wolke erzeugte eine sehr intensive Nebensonne.

Die Wolke war schnell durchgezogen, die Nebensonne war in wenigen Minuten wieder weg. Die Sonne steht rechts außerhalb vom Bild.

Aufgenommen am 11. September um 1852 Uhr MESZ in Burggrafenhof.
Panasonic LUMIX DMC FZ150.



 
Die Beobachtungsnacht vom 11. auf dem 12. September 2015.


Sonnenuntergang  
Am Freitag war der Himmel im Laufe des Tages zwar wolkig, aber es zeigte sich doch die Tendenz, das sich die Wolken so langsam auflösen.

Bis zum Sonnenuntergang war der Himmel noch nicht ganz frei von Wolken. Auch der Wetterbericht sagte eine nicht so sehr klare Nacht voraus.
Ich packte aber trotzdem meine Sachen ins Auto, in der Hoffnung, das der Himmel über Nacht wolkenfrei wird.

Als die Sonne so langsam am Horizont versank, stieg am Osthorizont ein sehr zarter Erdschatten auf, der von Dunstfeldern durchsetzt war und ich den auch deshalb fast nicht als solchen sah.


Erdschatten

Ein sehr zarter Erdschatten steigt am Osthorizont auf, der von Dunstfeldern durchsetzt ist.


Der Beginn der Nacht wurde dann aber doch nicht so gut. Es zogen immer noch Wolkenfelder durch, teils war es dunstig. Auch am Osthorizont hatte ich dieses mal eine hohe und helle Lichtglocke, die von Fürth und Nürnberg stammt.

Erst nach zwei Stunden wurde es deutlich dunkler, und auch die Wolken zogen sich zurück. Gegen drei Uhr zogen aber wieder neue Wolken vom Westen auf, die dieses mal den ganzen Himmel bedeckten.
An ein weiterbeobachten war dann nicht mehr zu denken, und ich beendete die Nacht und packte mein Teleskop wieder zusammen.

Teleskop  
Um am dunstigen Himmel beobachten zu können, nahm ich mir meine Liste mit Karbonsternen vor. Auch bei aufgehellten oder dunstigen Himmel ist die eine ergiebige Quelle für Beobachtungsziele.



Der erste Teil. Rötliche und rote Sterne - Karbonsterne:




Himmel

Immer wieder zogen im Laufe der Nacht Wolkenfelder durch.


Der zweite Teil. Nebel und Sternhaufen:



Statistik (nur Deep Sky): 2.116 Beobachtungen, 1.374 Objekte.


Himmel

Während meiner Beobachtungen in der Kassiopeia überzog sich der Himmel wieder mit Wolken.



SQM-L

Die Messwerte der Himmelshelligkeit für diese Nacht (SQM-L).


Trotz aller Beeinträchtigungen durch die Wolken war es doch wieder eine schöne und lange Beobachtungsnacht.
Besonders die Ruhe draußen in der Natur ist immer wieder ein schöner Ausgleich zur Alltagshektik.



 
Brennender Himmel.


Abenddämmerung


Abenddämmerung vom 13. September.

Aufgenommen bei Burggrafenhof.

• Kamera: Panasonic Lumix DMC-FZ 150.



 
Mondsichel.


Mondsichel


Schmale Mondsichel vom 15. September.

Zwischen Wolkenlücken konnte ich die Mondsichel aufnehmen. Die Mondsichel ist ca. 59 Stunden "alt".
Aufgenommen bei Burggrafenhof um 1951 Uhr MESZ.

• Kamera: Panasonic Lumix DMC-FZ 150 mit 1,7x Telekonverter.


Abenddämmerung

Der Horizont leuchtet nach Sonnenuntergang in intensiven orange- und Rottönen.



 
Mond und Saturn.


Mond und Saturn  
Mond und Saturn am Abendhimmel.

Den Mond und Saturn standen am Abendhimmel vom 19. September 7° 28′ auseinander.
Aufgenommen habe ich die beiden Himmelskörper in der Abenddämmerung.

Neben dem Mond und Saturn ist noch der Stern "Graffas" β1 Scorpius mit auf dem Bild. Zur besseren Übersicht habe ich Saturn und den Stern markiert:

1 = Saturn
2 = Stern "Graffas"

Aufgenommen bei Dürrnfarrnbach um 20 Uhr MESZ.

• Kamera: Panasonic Lumix DMC-FZ 150.


Mond und Saturn



 
Die Totale Mondfinsternis vom 28. September 2015.


Sonnenuntergang  
Die Totale Mondfinsternis vom 28. September.

Die Mondfinsternis konnte in ihrer gesamten Länge während der Nacht beobachtet werden.
Dadurch, das die Totalität um 410 Uhr MESZ begann, war diese Mondfinsternis etwas für Frühaufsteher oder sehr ausgeschlafene Leute.

Der Tag zuvor, am 27. September begann vielversprechend.
Vormittags konnte ich bei wolkenfreien und blauen Himmel die Sonne beobachten. Doch schon während der Sonnenbeobachtung zogen schon die ersten Quellwolken auf.

Mondaufgang  
Innerhalb von nur einer halben Stunde war auch schon nahezu der gesamte Himmel von dicken Quellwolken überzogen.

Diese Wolken hielten sich dann auch den ganzen Tag über.
Die Sonne ging Abends in einer Wolkenschicht unter (oberes Bild), der Mond ging hinter Wolken auf (unteres Bild).




Windkraftwerk  
Als Beobachtungsplatz wählte ich wieder den großen befestigten Platz vor einem Mittelfränkischen Windkraftwerk.

Hier kann ich mich mit meinem Teleskop ausbreiten, ohne eventuell durchfahrenden Autos im Weg zu stehen, was um diese Zeit aber eher die Ausnahme ist.

Das Bild entstand um 115 Uhr.
Auf dem Bild ist der sehr bewölkte Himmel gut zu sehen.

Mein Teleskop für diese Nacht war mein 150/3000mm Schiefspiegler.
Ich wählte eine Vergrößerung von 75x, damit der Mond komplett in das Okular passte.

Der Himmel blieb bis zu Beginn der Totalen Phase sehr unterschiedlich bewölkt.
Es wechselten sich lockere mit dichten Wolkenfeldern ab. Teilweise war der Mond nur noch durch Wolkenlücken zu sehen.


Wolkiger Himmel


Die Halbschattenfinsternis


Um 210 Uhr MESZ trat der Mond in den Halbschatten der Erde.
Mit den freien Augen konnte ich zu Anfang der Halbschattenfinsternis keine Veränderung der Helligkeit erkennen, die Kamera erkannte aber den Halbschatten.
Erst gegen Ende der Halbschattenfinsternis konnte ich die dunkle Einbuchtung am Mond sehen.

Halbschattenfinsternis

Alle drei Bilder entstanden mit völlig identischen Einstellungen der Belichtung und der Brennweite.
Alle automatischen Optionen wie Weißabgleich, Dynamikregelung und anderen Einstellungen habe ich auf manuell gestellt oder deaktiviert.



Die Partielle Mondfinsternis - Die Finsternis beginnt


Um 306 begann die Partielle Mondfinsternis.
Es schob sich ein sehr dunkler und grauer Schatten in den Mond hinein. Die Mondoberfläche unter dem Schatten konnte ich nicht mehr erkennen.

Erst gegen 340 konnte ich eine rötliche Stelle am Mondrand sehen. Der Mondrand wurde dann immer rötlicher.
Mit den freien Augen wurde der Schatten orange- rot.
Im Okular fällt die Farbe weniger auf. Hier ist nur der Mondrand leicht orange eingefärbt, während der größte Teil vom Schatten grau bleibt.
Der Schatten wurde auch wieder durchlässiger, die Mondoberfläche konnte ich wieder deutlich sehen.

Partielle Phase



Die Totale Mondfinsternis


Um 410 begann die Totalität.
Die größte Finsternis wurde um 447 erreicht.

Zu Beginn der Totalität war der Mond deutlich rötlich- orange mit einer hellen Kante am Süd- Ost Rand. Am Westrand war der Mond deutlich dunkler.
In der größten Totalität ist der Mond sehr dunkel und nur noch wenig orange.
Einige Minuten vor dem Ende der Totalität begann sich der östliche Mondrand deutlich aufzuhellen.

Totale Phase

Während der Totalen Phase war der Himmel frei von Wolken. Die Sterne zeigten sich wie in einer Neumondnacht.
Mit dem freien Augen konnte ich einen sehr dunklen, orange- roten Mond am Himmel sehen.


Sternbedeckungen während der Totalen Finsternis


Im Okular konnte ich viele sehr schwache Sterne nahe am Mond sehen, von denen auch einige bedeckt wurden.
Die hellsten Sterne, die bedeckt wurden, waren die Sterne HD 917 mit einer Helligkeit von 9m58 und HD 964 mit einer Helligkeit von 9m22.
Von HD 917 konnte ich auch das Ende der Bedeckung beobachten.

Sternbedeckungen

Sternbedeckungen



Die Partielle Mondfinsternis - Die Finsternis endet


Um 523 endete die Totale Finsternis, der Schatten zog sich wieder vom Mondrand zurück, was ein schöner Kontrast zum orange- roten Schattengebiet war.
Während sich der Schattenzurückzog wurde dieser deutlich dunkler und grauer. Die Mondoberfläche unterm Schatten wurde unsichtbarer.
Die Partielle Phase endete um 627 Uhr MESZ.

Partielle Phase

Die Halbschattenfinsternis - das Ende der Mondfinsternis


Halbschattenfinsternis  
Nach der Partiellen Phase bewegte sich der Mond durch den Halbschatten der Erde.

Mit den freien Augen konnte ich noch lange die dunkle Stelle vom Halbschatten am Mondrand sehen.
Der Verlauf der Halbschattenfinsternis konnte aber in der hellen Dämmerung nicht beobachtet werden.



Monduntergang  
Auch mit anfänglichen Schwierigkeiten mit der Technik - es war doch recht Schwierig, den Schiefspiegler und die leichte Kamera in Balance zu bringen - war es eine schöne Nacht.

Die anfängliche dichte Bewölkung ließen mich an eine Sichtbarkeit der Mondfinsternis sehr zweifeln, insbesondere dann, als es den Anschein hatte, das nur wenig weiter westlich der Himmel fast die gesamte Zeit frei von Wolken war.



Gegen Ende der Nacht, schon in der hellen Dämmerung, ging ein intensiv gelber Mond in einem deutlich sichtbaren Erdschatten unter (Bild rechts).



Kamera  
Alle Bilder dieser Nacht entstanden mit einer Panasonic LUMIX DMC FZ 150 Bridgekamera, zusammen mit einem 1,7x Telekonverter.

Die Kamera habe ich Site by Site auf einer parallaktischen Montierung (Losmandy G11) neben meinem Schiefspiegler montiert.
Mit Leitrohrschellen habe ich die Kamera genau parallel zum Schiefspiegler ausgerichtet.

Aufgenommen habe ich alle Bilder komplett im manuellen Modus der Kamera, ausgelöst wurde mit einem Drahtauslöser.


Der Mond am Horizont


Vielen Dank für das Lesen von meinem kleinen Bericht.