Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 2. Quartal 2019.
April bis Juni 2019.


Im diesem Quartal überwog wieder die Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-alpha Linie.
Am 7. April nahm ich am Abendhimmel die nicht mehr ganz schmale Mondsichel auf.
Ein neues Teleskop, das ich als Teleobjektiv und zur Beobachtung der Sonne im Weißlicht nutzen möchte, führte ich am 17. April ein.

Ein Video vom Mondaufgang habe ich Mitte April angefertigt.

 April


 
Der Sonnenuntergang vom 6. April.


Sonnenuntergang


Aufgenommen bei Dürrnfarrnbach in Mittelfranken.



 
Die Mondsichel vom 7. April.


Sonnenuntergang


Aufgenommen bei Dürrnfarrnbach in Mittelfranken.



Sonnenbeobachtung am 13. April bei Dürrnfarrnbach, von 1100 bis 1145 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Sehr blassblauer und dunstiger Himmel. Leichte Bewölkung. Wind, ∅ 8,4 Km/h, Maximal 21 Km/h.
Ruhiges Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Refraktor, ∅ 80mm, ƒ 5 und einem Folienfilter ND 5.0, Vergrößerung 85x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12738 /   2
Ein sehr großer, einzelner Fleck ist auf der Sonne.
Die Umbra hat eine große zentrale Lichtbrücke. Die Umbra wird mehrfach von dieser zentralen Lichtbrücke in Richtung Penumbra durchstoßen, davon einmal sehr deutlich.
Die Umbra wird von der Penumbra komplett und ringförmig umgeben. Die Ränder der Penumbra sind leicht zerfasert.
Am großem Fleck kann ich noch einen kleinen Fleck sehen.

Die Granulation ist angedeutet.
H- alpha:

Den großen Fleck kann ich in der H-alpha Linie deutlich sehen.
Die Umbra hat eine ovale-ringförmige Gestalt. Die Penumbra kann ich ebenfalls deutlich sehen.
Vom Fleck gehen radial kurze Filamente weg. Östlich vom Fleck ist ein Feld Chromosphärischer Fackeln.
Die restliche Chromosphäre ist ruhig.
Am Sonnenrand kann ich nur schwache Protuberanzen sehen.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 814.
H- alpha Beobachtung 321.




Sonnenbeobachtung am 14. April bei Dürrnfarrnbach, von 1130 bis 1200 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Hellblauer Himmel der zum Teil bewölkt ist. Kalter Wind aus Osten, ∅ 8,8 Km/h, Maximal 17,6 Km/h.
Ruhiges Sonnenbild. Leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Refraktor, ∅ 80mm, ƒ 5 und einem Folienfilter ND 5.0, Vergrößerung 85x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12738 /   4
Der einzelne Sonnenfleck ist immer noch sehr groß.
Die zentrale Lichtbrücke wirkt wie ein Loch in der Umbra. Die Umbra umschließt die Lichtbrücke wie ein breiter Ring. Die große Penumbra umschließt die Umbra komplett.
Am großen Fleck kann ich noch drei blasse und kleine Flecken sehen.

Die Granulation ist zu sehen.
H- alpha:

Der große Fleck ist sehr deutlich zu sehen.
Die Penumbra hebt sich deutlich von der Chromosphäre ab. Um die Penumbra sind radial die Fibrillen der Flecken-Superpenumbra gut zu sehen. Einzelne, sehr schmale Filamente kann ich sehen.
Östlich vom Fleck ist eine ausgedehnte Chromosphärische Fackel.
Am Sonnenrand sind einzelne größere Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

Sonnenbeobachtung 815.
H- alpha Beobachtung 322.



 
Ein neues Teleskop.


Der Vixen VMC110L


Der Vixen VMC110L
Der Vixen VMC110L, ein 110/1035mm Maksutov Cassegrain.

Dieses kleine Teleskop von Vixen habe ich mir als Objektiv mit langer Brennweite für meine Kamera zugelegt.

Ich möchte dieses Teleskop als Optik für die schmale Mondsichel, Mond- und Sonnenfinsternisse (mit entsprechenden Filter) und Sternbedeckungen einsetzen. Bisher fertigte ich Aufnahmen von diesem Himmelsereignissen mit einer kleinen Bridgekamera an, bei der das Mond- oder Sonnenbild nur einen kleinen Teil vom Sensor in Anspruch nimmt und das Bild vom Mond oder der Sonne entsprechend klein ist.

Gerechnet habe ich dieses Teleskop für meine Panasonic LUMIX G70, die einen 17,3 x 13mm großen Sensor hat. Vielen Dank für die Hilfe der Berechnung an das Forum Stellarum.

Als Aufsuchhilfe setze ich einen "TS SkyfinderV", LED Leuchtpunktsucher ein.

Das Teleskop hat einen fest eingebauten Klappspiegel, zwischen den schnell zwischen einem Okular und der Kamera umgeschaltet werden kann. Das Objekt kann mit dem Okular zentriert werden, damit ist es auch gleichzeitig in der Kamera zentriert.
Der Fokusknopf wird zwar durch die Kamera verdeckt, ist aber immer noch gut bedienbar. Der Fokusknopf läuft sehr weich, fast schon etwas zu weich.

Das Teleskop ist sehr kompakt bei langer Brennweite und auch sehr leicht. Ich werde diese Optik zukünftig mit Filterfolie für die Beobachtung der Sonne im Weißlicht einsetzen, als Ersatz für dem 80/400mm Refraktor der bei höherer Vergrößerung einen deutlichen Farbfehler einführt.

In der Dämmerung habe ich noch ein Bild vom Mond aufgenommen:


Mond



Sonnenbeobachtung am 19. April bei Dürrnfarrnbach, von 1445 bis 1515 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blauer Himmel ohne Wolken. Mittlerer Wind in Böen, ∅ 7 Km/h, Maximal 13,7 Km/h.
Noch ruhiges Sonnenbild. Unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Refraktor, ∅ 80mm, ƒ 5 und einem Folienfilter ND 5.0, Vergrößerung 85x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12739 /   3
Eine bipolare Gruppe mit einem kleinen und sehr dunklen Fleck und zwei kleinen und blasseren Flecken.

•  Aktive Region 12738 /   1
Großer Fleck direkt am Sonnenrand.
Deutlich und dunkle Umbra, große umlaufende Penumbra.
Östlich vom Fleck ist ein großes Gebiet mit Fackeln.

Die Granulation ist angedeutet.
H- alpha:

Beide Aktive Regionen kann ich auf der Sonne sehen. Sie sehen aber nicht spektakulär aus.
Am großen Fleck am Sonnenrand steht eine helle und flache Protuberanz die sich ständig verändert.
Am Sonnenrand ist eine weitere größere und hellere Protuberanz. Sonst kann ich nur noch einige schwache Protuberanzen sehen.

Die Spikulen sind heute nicht ganz scharf.

Sonnenbeobachtung 816.
H- alpha Beobachtung 323.



 
Der Mondaufgang vom 19. April.


Mondaufgang
  Am Abend vom 19. April versuchte ich ein Video vom Vollmond-Aufgang zu erstellen.
Die Kamera für die Aufnahme der einzelnen Bilder war eine Panasonic LUMIX DMC FZ150, die ich mit einem programmierbaren Fernauslöser ausstattete.

Der Hintergrund war dieses mal nicht so interessant. Mein Berg, der Solarberg westlich von Fürth und Nürnberg wurde leider kurzfristig gesperrt.

  Solarberg

Vom Solarberg aus habe ich im Vordergrund Nürnberg und Fürth, was eine bessere Kulisse ergibt wie beim Mondaufgang vom 20. Juli 2016.

Die Daten zum Video:

Alle Bilder wurden mit der gleichen Kameraeinstellung aufgenommen.
• Kamera: Panasonic LUMIX DMC FZ150.
• 987 einzelne Bilder.
• 1. Bild um 2020, letztes Bild um 2053 Uhr MESZ aufgenommen.
• Ein Bild alle zwei Sekunden.
• 1,25 Sekunde belichtet.
• ƒ 5.0.
• ISO: 1.000.
• Brennweite: 33,2mm.

Mit einem Klick in die Kamera startet das Video.



 
Oster-Vollmond.


Vollmond

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