Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 3. Quartal 2016.
Juli bis September.


Im Juli hatte ich keine Gelegenheiten am Nachthimmel zu beobachten.

Neben einigen Beobachtungen der Sonne im Weißlicht und der H- alpha Linie, gelang es mir bisher nur die schmale Mondsichel in der Abenddämmerung zu sehen.
Am 20. Juli erstellte ich ein Video vom Mondaufgang.

Vier Planeten, Venus, Mars, Jupiter und Saturn konnte ich am Abend vom 6. August sehen.
Der fünfte Planet, Merkur, war im Horizontdunst leider unsichtbar.

Die erste Nacht für astronomische Beobachtungen im dritten Quartal war die Nacht vom 8. auf dem 9. August.

Ein weiteres mal versuchte ich mich an einem Video vom Mondaufgang.
Dieses mal, am 17. August, gelang mir das Video aber nicht so gut wie das vom 20. Juli.

Sehr interessant war wie Mars durch das Sternbild Skorpion vorbei an Antares zog.
Auf einer Reihe von Bildern ist diese Bewegung vom Mars am Himmel gut zu sehen.

Als Ende August das Wetter für eine Woche schön wurde (und ich ausgerechnet Spätschicht hatte) konnte ich drei Nächte für die Beobachtung schwacher Nebel und Sternhaufen nutzen.

Am Morgenhimmel vom 29. September traf der Mond auf Merkur. Beide Himmelskörper standen nur 2° voneinander in der Morgendämmerung entfernt.

 Juli

 
Die Schmale Mondsichel in der Abenddämmerung


Die Schmale Mondsichel am Abend vom 6. Juli.

Mondsichel
  Bevor ich an diesem Abend in die Nachtschicht musste, versuchte ich die Schmale Mondsichel in der Abenddämmerung zu erhaschen.

Mit der Hilfe von "Cartes du Ciel" und einem kleinem Fernglas konnte ich die Mondsichel relativ schnell am aufgehellten Himmel finden.

Aufgenommen habe ich das Bild um 2125 Uhr MESZ.
Die Mondsichel ist ca. 56,5 Stunden alt.
Sie ist zu 6,9% beleuchtet bei einer Dicke von 2,11′.

Meine Kamera war eine Panasonic LUMIC DMC FZ 150 Bridgekamera.



 
Der Mond beim Mars


Der Mond beim Mars am 14. Juli.

Der Mond stand in dieser Nacht 7° nördlich vom Mars.
Aufgenommen habe ich das Bild um 2243 bei Dürrnfarrnbach in Mittelfranken.


Mond und Mars


 
Mondaufgang


Mondaufgang  
Der aufgehende Mond wechselte seine Farbe auf den Weg durch die horizontnahen Luftschichten.

In meinem Video versuchte ich die Änderung der Farbe vom Mond darzustellen.

Mit einem Klick in das Bild vom aufgehenden Mond startet das Video (*.mp4).   →

Das Video in der *.ogg Version.


Die Daten für das Video:




 August

 
Die untergehende Sonne, der Mond und vier Planeten am Abendhimmel


Sonnenuntergang


Die untergehende Sonne zauberte am Abend vom 6. August wieder schöne orange-rote Farben an den Westhorizont.
Das Bild der untergehenden Sonne nahm ich um 2042 Uhr MESZ auf.

Auch an den Planeten am Abendhimmel versuchte ich mich.
Venus konnte ich mit einem Fernglas finden und auch mit den freien Augen kurz sehen, bevor sie im Horizontdunst versank. Merkur, der nur wenig östlich neben Venus stand, konnte ich im Horizontdunst nicht sehen.


Erdschein
  Der Erdschein auf den unbeleuchteten Flächen des Mondes war am diesem Abend nicht so sehr ausgeprägt.


Als es dunkler wurde konnte ich dann auch den Planeten Jupiter neben dem Mond sehen.
Anders als Venus, die am diesen Abend heller als Jupiter war, konnte ich Jupiter am dunkler werdenden Himmel mühelos sehen.


Mond und Jupiter

Mond und Jupiter in der Abenddämmerung.


Mars und Saturn
  Im Süden standen die beiden Planeten Mars und Saturn im Sternbild Skorpion.
Sie bildeten zusammen mit dem Roten Riesen Antares ein Dreieck aus zwei Planeten und einem Stern.


Mars und Saturn

Mars und Saturn.



 
Eine Beobachtungsnacht in Mittelfranken


Sonnenuntergang

Sonnenuntergang


Die Nacht vom 8. auf dem 9. August war die erste Nacht seit langen, die ich zur Beobachtung von Nebeln und Sternhaufen nutzen konnte.
Die beiden Nächte zuvor konnte ich wegen persönlicher Differenzen nicht nutzen.

In dieser Nacht, in der ich mit meinem 12"/ƒ4 Newton beobachtete, hatte ich nicht gerade die besten Bedingungen.
Der Himmelshintergrund war sehr aufgehellt, auch zogen nach der Dämmerung, die zuvor von einem schönen Sonnenuntergang eingeläutet wurde, immer wieder dünne Wolken über den Himmel. Im Laufe der Nacht zogen sich die Wolken immer weiter zurück. Erst ab zwei Uhr überzog sich der gesamte Himmel langsam mit dünnen Wolken.
Auch die Luftruhe war nicht besonders gut. Die ausgeprägte Luftunruhe ließ den Mars zu einem Scheibchen ohne jegliche Details verschmieren.


Mars und Saturn
  Im Vergleich zum Bild vom 6. August ist die Bewegung der Planeten Mars und Saturn vor dem Sternenhimmel zu sehen.
Besonders bei Mars fällt die Bewegung im Bezug zum Sternenhimmel sehr auf.


Mars und Saturn

Mars und Saturn.


Die Beobachtungen von diesem Abend:


Zuerst stellte ich mir Mars ein.

Im Aufsuchokular und auch bei einer Vergrößerung von 255x blieb Mars wegen der sehr störenden unruhigen Luft nur ein kleines verschmiertes rötlich- orangenes Scheibchen ohne jegliche Details.
Die atmosphärische Dispersion tat noch ihr übriges, und zog das Marsscheibchen in vertikaler Richtung farbenreich auseinander...

Saturn war im Okular etwas ruhiger als Mars.

Blickweise konnte ich die Cassinische Teilung deutlich sehen. Mehr ließ die unruhige Luft leider nicht zu.
Die Saturnmonde Titan und Rhea konnte ich gut sehen. Den Mond Iapetus konnte ich bei 109x immer wieder aufblitzen sehen.

Als nächstes stellte ich mir noch ein paar Nebel und Sternhaufen ins Teleskop ein:




Statistik (nur Deep Sky): 2.166 Beobachtungen, 1.412 Objekte.



 
Mars, Antares und Saturn am Abendhimmel


Sonnenuntergang

Sonnenuntergang.


An diesem Abend beobachtete ich Saturn und den Mond mit meinem 12"/ƒ4 Newton .

Mars und Saturn
  Eine weitere interessante Beobachtung war die Bewegung von Mars im Bezug zum Sternenhimmel.
Besonders spannend ist dabei die Annäherung an den Stern Antares im Skorpion.

Im Vergleich zum 8. August, meiner letzten Beobachtung, ist Mars wieder ein Stück weiter gewandert.


Mars, Antares und Saturn

Mars, Antares und Saturn.



 
Der Mondaufgang am Solarberg in Fürth


Mondaufgang  
Nach dem Video vom Mondaufgang am 20. Juli versuchte ich mich erneut an einem Mondaufgang.
Mein Standort war wieder der Solarberg in Fürth/Atzenhof.

Dieses mal war der Himmel aber sehr aufgehellt.
Dadurch, das die Sonne noch nicht untergegangen war, hatte der aufgehende Mond kaum Kontrast zum Hintergrund. Durch eine Dunstschicht am Horizont konnte ich den Mond erst spät erkennen.

Mit einem Klick in das Bild vom aufgehenden Mond startet das Video (*.ogg).   →

Für ältere Browser das Video in der MP4 Version.


Die Daten für das Video:



Nachdem ich den aufgehenden Mond auf dem Chip meiner Kamera gebannt hatte, konnte ich noch den Sonnenuntergang aufnehmen.
Um nicht überzubelichten benutze ich an meiner Panasonic LUMIX DMC FZ 150 einen Neutralfilter ND 0.6.


Sonnenuntergang

Sonnenuntergang am Solarberg.



 
Mars zieht an Antares vorbei


Mars, Antares und Saturn  
Unser Nachbarplanet Mars zog im August von Westen nach Osten durch das Sternbild Skorpion und an Antares, α 21 Scorpii vorbei.
Am Himmel konnte diese deutlich sichtbare Bewegung von Mars gut gesehen werden.
Besonders die Begegnung vom roten Mars und vom roten Antares war eine schöne Konstellation am Abendhimmel.

Von dieser Konstellation konnte ich zehn Bilder aufnehmen, die sich mit einem Klick in das Bild rechts öffnen.

Alle Bilder habe ich mit einer einfachen Kamera aufgenommen, einer Panasonic LUMIX DMC FZ 150.



 
Beobachtungsnächte im August


Sonnenuntergang
  Drei Nächte in Mittelfranken.

Drei Nächte konnte ich Ende August zum Beobachten schwacher Nebel und Sternhaufen nutzten.
Vor den Nächten vom 25. auf dem 26. und vom 26. auf dem 27. August hatte ich in der Firma Spätschicht, so das ich erst nach 22 Uhr zu meinem Beobachtungsplatz aufbrechen konnte.

In allen drei Nächten hatte ich einen klaren und wolkenlosen Himmel. In der dritten Nacht, vom 27. auf dem 28. August zogen am Westhimmel ein paar Wolken herum.

Der Himmelshintergrund wurde aber nicht so richtig dunkel, er wirkte grau, aber nicht schwarz.
Auch die Durchsicht empfand ich nicht so gut. Der Hintergrund wurde auch im Okular nicht so richtig dunkel.

Der Osthimmel wurde durch die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sehr aufgehellt.

An allen drei Nächten beobachtete ich mit meinem  12"/ƒ4 Newton der auf einer Losmandy G11 montiert ist.


Die Beobachtungen in den drei Nächten:




Mondaufgang

Mondaufgang.



Das nächste Objekt, den Dunkelnebel Barnard 361 beobachtete ich mit meinem 12" Newton und dem 80mm Refraktor, der eigentlich als Sucher (oder besser Finder...) dient, aber auch ein gutes Gerät für große Felder ist.



Herz
  Nicht nur zum aufstellen von Teleskopen eignen sich die Plätze an den Windrädern.
So wie es aussieht, sind sie auch für verliebte beliebt...



Ein sehr zarter Dämmerungsstrahl der sich bis in die Gegendämmerung zog zeigte sich nach dem Sonnenuntergang vom 27. August am Himmel.


Strahlenbüschel



Venus und Jupiter
  Am 27. August kam es zu einer engen Begegnung zwischen der Venus und dem Jupiter. Sie standen nur 0,2° voneinander entfernt am Abendhimmel.

Im Dunst der Abenddämmerung brauchte ich lange, um beide Planeten mit einem Fernglas aufzuspüren. Erst gegen ¾ 9 Uhr gelang es mir, beide Planeten mit den freien Augen zu sehen.

Um diese Zeit entstand auch das Bild, das durch einen Klick in das Bild größer dargestellt wird.

Jupiter konnte ich mit den freien Augen gerade noch so sehen, die Venus war deutlicher.



Statistik (nur Deep Sky): 2.178 Beobachtungen, 1.417 Objekte.


Sonnenbeobachtung
  In dieser Woche mit schönen Wetter kam auch die Beobachtung der Sonne im Weißlicht und der H-α Linie nicht zu kurz.
Am Sonntag zogen die ersten Gewitterwolken auf, die auf dem Bild schon zu sehen sind, und beendeten das schöne Wetter.

Auch wenn ich an meinem Standort im von Licht verschmutzten Mittelfranken nicht gerade die besten Bedingungen zur Beobachtung schwacher Objekte habe, so waren es doch wieder drei Nächte, die mir sehr Spaß gemacht haben.

Noch ein Hinweis zu meiner Aufsuchmethode stellarer Planetarischer Nebel mit dem Blaze Gitter Spektroskop:
Auf meiner Seite "Suchen und Finden" habe ich diese Methode beschrieben.



 September

 
Der Mond trifft auf Merkur


Mond und Merkur in der Morgendämmerung.

Am Morgenhimmel vom 29. September standen der Mond und der Merkur nur 2° voneinander entfernt am Himmel.
Merkur konnte ich mit den freien Augen gut erkennen. Zusammen mit der schmalen Mondsichel boten sie ein schönes Bild in der Dämmerung.
Aufgenommen habe ich das Bild um 636 MESZ bei Horbach in Mittelfranken.


Mond und Merkur

Die Mondsichel habe ich ca. 43 Stunden vor Neumond aufgenommen.
Sie ist ca. 0,89' breit.