Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 1. Quartal 2018.
Januar bis März 2018.


So richtig kam bei mir die astronomische Beobachtung am Tag- und am Nachthimmel im Jahr 2018 nicht zum laufen.
Größtenteils verhinderte schlechtes Wetter eine Sicht auf dem Himmel. Die wenigen Gelegenheiten fanden dann auch keine Übereinstimmung mit meinem Arbeitszeiten.
Auch krankheitsbedingt und durch einen längeren Aufenthalt in der Klinik fand ich keine Gelegenheit zum Beobachten.

Am ersten März konnte ich zum ersten mal im Jahr 2018 meinem Schiefspiegler zum beobachten der Sonne aufstellen.

Astronomietag  Ein weiterer krankheitsbedingter Totalausfall wurde der Astronomietag der Vereinigung der Sternfreunde, der am 24. März stattfinden sollte.
Es war für micht schlicht unmöglich, daran teilzunehmen, in welcher Art und Weise auch immer.

 Januar


Sonnenuntergang
  Grau in grau geht es weiter.

So wie es im November und Dezember angefangen hat, geht es im Januar weiter.
Das Sturmtief "Burglind" sorgte für viel Wind und Regen, ein Himmel ohne Wolken war nicht in Sicht.

Ab und an zeigte sich der Mond am wolkigen Himmel, auch ein paar Sonnenstrahlen kamen am Tag durch die Wolken. Astronomische Beobachtungen waren aber bisher nicht möglich.

Am Abend vom 6. Januar entstand dieses Bild der untergehenden Sonne - am wolkigen Abendhimmel...



 
Der Mond stand am Himmel...


Mond
  Ein selten gewordenes Himmelsereignis.

Am Abend vom 27. Januar zeigte sich seit langen mal wieder der Mond am Himmel.
Es stand zwar im Nebel, war aber mal wieder zu sehen.

Aufgenommen um ca. 2145 Uhr MEZ bei Dürrnfarrnbach in Mittelfranken.

Der Januar ging abgesehen von ein paar sonnigen Minuten, grau in grau zu ende.




 März


 
Das erste mal im Jahr habe ich ein Teleskop aufgestellt.


Schiefspiegler
  Sonnenbeobachtung mit dem Schiefspiegler.

Am ersten März stellte ich seit langen meinem Schiefspiegler auf, um unter widrigen Bedingungen die Sonne zu beobachten.

Die letzte Beobachtung mit einem Teleskop hatte ich in der Nacht vom 18. auf dem 19. Oktober 2017.




Sonnenbeobachtung am 1. März bei Dürrnfarrnbach, von 1350 bis 1410 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Blass-blauer und dunstiger Himmel. Von Süden zieht ein breites Wolkenfeld auf.
Starker und kalter Wind mit Böen von 40km/h. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 22km/h.
Sehr blasses und unruhiges Sonnenbild. Sehr unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Keine Flecken.

Die Granulation ist nicht zu erkennen.
H- alpha:

Sehr ruhige Chromosphäre.

Eine größere Protuberanz ist am Ostrand. Sonst sind nur wenige kleine Protuberanzen zu sehen.

Sonnenbeobachtung 786.
H- alpha Beobachtung 292.




Sonnenbeobachtung am 2. März bei Dürrnfarrnbach, von 1035 bis 1055 Uhr MEZ.

Himmel und Bedingungen:
Blass-blauer, dunstiger Himmel. In der Nähe der Sonne sind keine Wolken.
Starker und kalter Wind mit Böen von 34km/h. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 16km/h.
Unruhige Sonnenscheibe. Unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Keine Flecken.

Die Granulation ist angedeutet, zeitweise aber auch gut zu sehen.
H- alpha:

Sehr ruhige Chromosphäre.

Am Sonnenrand ist nur eine größere Protuberanz zu sehen.

Sonnenbeobachtung 787.
H- alpha Beobachtung 293.




Sonnenbeobachtung am 25. März bei Dürrnfarrnbach, von 1250 bis 1315 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Dunstig, wolkiger Himmel. Blassblauer Hintergrund.
Schwacher Wind. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug 7,9km/h.

H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


PST
  Die erste Änderung vom Aufbau.

Wegen Krankheit und einen schweren Operation darf ich keine größeren Gewichte mehr anheben und damit auch meinem Schiefspiegler auf der Losmandy G11 aufstellen.
Um zumindest die Sonne beobachten zu können, entschied ich mich, mein PST H-α Teleskop auf mein Fotostativ aufzubauen.

Stabil war alles auf dem Stativ, natürlich fehlt aber der Komfort der weitaus stabileren Parallaktischen Montierung.
Meinem 80/400mm Refraktor statte ich mit einem Folienfilter aus, damit ich die Sonnen im Weißlicht beobachten kann.


Weißlicht:

Keine Beobachtung.
H- alpha:

Sehr ruhige Chromosphäre.

Ein kleines Areal mit Protuberanzen steht am Westrand der Sonne.

Die Spikulen kann ich gut sehen.

H- alpha Beobachtung 294.




Sonnenbeobachtung am 29. März bei Dürrnfarrnbach, von 1130 bis 1215 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Sehr wolkiger Wind mit einzelnen Wolkenlücken.
Ruhiges, aber kleines Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Refraktor, ∅ 80mm, ƒ 5 und einem Folienfilter ND 5.0, Vergrößerung 60x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


80mm Refraktor
  Die zweite Änderung vom Aufbau.

Nachdem ich mein PST auf das Fotostativ gebracht hatte, habe ich es heute auch mit dem 80/400mm Refraktor versucht.
Das Fotostativ ist mit diesem Teleskop absolut an der Belastungsgrenze, ein zitterfreies Beobachten ist nur möglich, wenn ich das Stativ nicht berühre. Das Nachführen auf die Sonne ist sehr ungenau. Bei höheren Vergrößerungen wird das fast unmöglich.

Das Bild der Sonne im Teleskop ist hell und scharf.
Am Sonnenrand macht sich aber schon der Farbfehler vom Achromaten bemerkbar: Der Sonnenrand hat einen sehr dünnen, vor allem grünen und leicht rötlichen Rand.


Weißlicht:

Keine Flecken.

Die Granulation ist bei dieser Vergrößerung noch nicht zu sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist ruhig.

Rings um die Sonne sind kleine Protuberanzen.

Die Spikulen kann ich sehen.

Sonnenbeobachtung 788.
H- alpha Beobachtung 295.




Sonnenbeobachtung am 30. März bei Dürrnfarrnbach, von 920 bis 940 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer, dunstiger Himmel. Aufziehende Wolken.
Fahles, aber noch ruhiges Sonnenbild. Im H-α Teleskop ist die Sonne von einen roten Halo aus Streulicht umgeben.

Weißlichtbeobachtung mit einem Refraktor, ∅ 80mm, ƒ 5 und einem Folienfilter ND 5.0, Vergrößerung 85x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Keine Flecken.

Die Granulation ist angedeutet.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist ruhig.

Es sind nur wenige Protuberanzen zu sehen.

Die Spikulen kann ich gerade noch sehen.

Zweite Beobachtung von 1400 bis 1415 Uhr MESZ bei Dürrnfarrnbach.

Himmel und Bedingungen:
Der Himmel ist von dünnen Wolken und Dunst überzogen und es weht ein mittlerer Wind.
Das Sonnenbild ist nicht sehr scharf, es macht einen flauen Eindruck. Durch den Wind zittert das Sonnenbild sehr stark.

Weißlichtbeobachtung mit einem Refraktor, ∅ 80mm, ƒ 5 und einem Folienfilter ND 5.0, Vergrößerung 114x.


Weißlicht:

Aktive Region / Anzahl der Flecken:

•  Aktive Region 12703 /   1
Eine Gruppe mit einem Fleck steht nahe am Sonnenrand. Die Gruppe steht in einer hellen Fackel.

Die Granulation ist nur angedeutet.
 

Sonnenbeobachtung 789.
H- alpha Beobachtung 296.



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