Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 2. Quartal 2014.
April bis Juni.


Den April konnte ich nicht für Beobachtungen von Sternhaufen und Nebeln nutzen. 
Entweder spielte das Wetter nicht mit, oder das Wetter war gut, und ich war anderweitig verhindert.

Erst Ende Mai konnte ich eine komplette Nacht für astronomische Beobachtungen nutzen.

 
April.

 
Der 12. VdS Astronomietag am 5. April.


Am 5. April 2014 fand zum 12. mal der Astronomietag der Vereinigung der Sternfreunde statt. Das Thema für den diesjährigen Astronomietag lautete "Weltraumwüsten".


Astronomietag 2014


Zusammen mit Astronomiebegeisterten Leuten aus dem "Forum Stellarum" traf ich mich in der Nähe von Kitzingen an der Eherieder Mühle.

Das Wetter sah aber nicht danach aus, als würde es an diesem Tag einen wolkenfreien Himmel geben, auch wenn einige Wettervorhersagen für diesen Tag noch einen wolkenfreien Himmel vorhersagten.
Leider bestätigte sich das METEOSAT Bild, und der Himmel war vollständig von Wolken überzogen, durch diese nur ab und an zaghaft die Sonne durchkam.


Astronomietag 2014


Ich hatte an diesen Tag meinem 150/3000mm Schiefspiegler und das Coronado PST dabei.
Aufgebaut haben wir die Teleskope gegen 15 Uhr.

Etwa um die 25 bis 30 zum Teil sehr interessierte Besucher fanden den Weg zu uns, und konnten sich über die Amateurastronomie informieren.


Astronomietag 2014


Leider war das Wetter wieder alles andere als astronomisch.
Ich konnte nur durch angedeutete Wolkenlücken die Sonne im Weißlicht und in der H- alpha Linie zeigen. Im Weißlicht konnte eine große Fleckengruppe mit ausgeprägten Flecken beobachtet werden, in der H- alpha Linie zumindest eine Protuberanz.

Leider überzog sich der Himmel immer mehr mit dichten Wolken, so das wir gegen halb sieben am Abend wieder abbauten.



 
Mars.


Mars
Mars

 
Mai.

 
Streifende Sternbedeckung am 4. Mai.


Am 4. Mai kam es gegen 2035 UT zu einer streifenden Sternbedeckung vom Stern λ Gem durch den Mond. Diese Bedeckung konnte auf der Linie Köln, Frankfurt und Nürnberg streifend gesehen werden.


Streifende Sternbedeckung  
Ich beobachtete diese Sternbedeckung in der Nähe der kleinen Ortschaft Dürrnfarnbach in Mittelfranken.

An meinem Standort war der Himmel klar, aber er war dunstig, es zogen auch immer wieder etwas dichtere Dunstfelder durch.

Der Stern λ Gem konnte ich mit den freien Augen nicht sehen, um den Mond bildete sich ein deutlicher Halo, der diesen Stern unterdrückte.

Das Bild nahm ich gegen 20 Uhr UT auf.
Der Stern λ Gem ist der schwache Punkt etwas rechts der Mitte am oberen Bildrand.


Streifende Sternbedeckung  
Die Sternbedeckung konnte ich vollständig verfolgen.

Die Bedeckung beobachtete ich mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler bei einer Vergrößerung von 214x.

Den Stern λ Gem konnte ich im Gegensatz zu den freien Augen sehr deutlich im Okular sehen.

Die Bewegung vom Mond relativ zum Stern fiel nicht so sehr auf, als beide Objekte noch einen großen Abstand zueinander hatten.
Erst als der Abstand immer kleiner wurde, fiel die Bewegung vom Mond so richtig auf.

Als der Mond mit einem sehr geringen Abstand an den Stern vorbeizog, konnte ich die Bewegung sehr deutlich erkennen.
Zuerst konnte ich beobachten, wie sich die unbeleuchtete Seite vom Mond, die ich im Okular gut sehen konnte, an den Stern heranschob, ihn aber nicht erreichte.

Die Bewegung vom Mond konnte ich eindrucksvoll sehen, als sich die ersten Bergspitzen am Mondrand im sehr geringen Abstand am Stern vorbeischoben.

Der Stern wurde an meinem Standort nicht vom Mond bedeckt. Der Mond zog in einem sehr geringen Abstand an den Stern vorbei, ohne ihn zu bedecken.

Das zweite Bild habe ich um 2027 UT aufgenommen.


Streifende Sternbedeckung  
Dieses Bild habe ich um 2043 UT aufgenommen.

Alle Bilder, habe ich mit einer Panasonic Lumix DMC-FZ 150 aufgenommen.



 
Die Beobachtungsnacht nördlich von Langenzenn, vom 24. auf dem 25. Mai.


Wetter Langenzenn  
Schon im Laufe des Tages zogen sich die Wolken immer mehr zurück, bis gegen Abend der Himmel völlig frei von Wolken wurde.

Die Nacht wurde sehr klar, keine einzige Wolke zog umher.
Auch die Durchsicht war sehr gut. Selten gibt es an meinem Standort in Mittelfranken einen solch transparenten Himmel wie in dieser Nacht.

Meteoblue meldete zudem noch gute Seeingwerte.
Im Okular waren selbst bei sehr hoher Vergrößerung die Objekte sehr ruhig.

Anfangs der Nacht ging noch ein leichter Wind, der sich aber schnell wieder legte. Er hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 2 km/h und eine maximale Geschwindigkeit von 11 km/h.

Beim Einbruch der Dunkelheit setzte sich auch noch viel Feuchtigkeit ab. Ich hielt mein Teleskop solange geschlossen, bis ich das beobachten anfing, so konnte sich die Luftfeuchtigkeit nicht auf den Spiegeln absetzen.


Erdschatten            Westhorizont

Auf dem linken Bild ist am Horizont der aufziehende Erdschatten zu sehen. Das rechte Bild zeigt den Westhorizont nach Einbruch der Dunkelheit.


Teleskop  
Das Teleskop ist fertig aufgebaut, die Nacht kann beginnen.

Ich beobachtet auch in dieser Nacht wieder mit meinem parallaktisch auf einer Losmandy G11 montierten 12″/ƒ4 Newton.


Die beobachteten Objekte und die Beschreibungen der Eindrücke am Okular:












Südhimmel

Der Südhimmel um 2345 UT.







Statistik (nur Deep Sky): 2.024 Beobachtungen, 1.330 Objekte.


Dämmerung

Die Dämmerung setzt ein und beendet diese Nacht.


Die SQM-L Messwerte für diese Nacht.

Messwerte


Mond und Venus  
Der Mond und die Venus am Morgenhimmel.

Aufgenommen um 220 UT.




Mondsichel