Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 2. Quartal 2013.
April bis Juni.


Der April machte dort weiter, wo der März aufgehört hatte:
Wechselhaftes Wetter mit vielen Wolken und Regen. An klaren Nächten war kaum zu denken. 
Der Komet Panstarrs zog unbeobachtet an mir vorbei, und auch die Sonnenbeobachtung trat auf der Stelle

Erst ab der zweiten Monatshälfte wurde es wieder besser.
Neben einer kurzen Nacht am 13. April konnte ich noch die gesamte partielle Mondfinsternis vom 25. April beobachten.
Auch die Gelegenheiten für die Sonnenbeobachtung nahmen wieder deutlich zu.

Im Mai konnte ich während eines Kurzurlaubes in Italien eine Nacht am Tremalzopass nutzen.
Der Beobachtungsplatz liegt in den Bergen auf der Nord- Westseite vom Gardasee auf einer Höhe von rund 1700 Metern ü. A.

Im Juni konnte ich noch eine Nacht zur Beobachtung von Doppelsternen nutzen.
Beobachtet habe ich in dieser Nacht mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler.

April

 
Die Nacht vom 13. auf dem 14. April.


Wolken, Wolkenlücken, Wolken...

Auf diese Eigenschaften ließ sich der gesamte Tag reduzieren. Bevor ich es vergesse, Regen und Graupel in einzelnen Schüben kamen auch noch dazu.
Windrad
  Gegen Abend klarte es zögerlich auf, nicht so halb und auch nicht so ganz, blauer Himmel machte sich aber immer mehr breit.

Da ich dieses mal nicht so weit fahren wollte - bei dem Himmel schien sich das nicht zu lohnen - baute ich an einer der unzähligen Windkraftanlagen in meiner Heimat auf.

An diesen Windrädern gibt es große und befestigte Plätze, an denen man sich ungestört ausbreiten kann, besonders wichtig in ländlichen Regionen, da oft auch nachts die Feldwege von landwirtschaftlichen Maschinen genutzt werden.

Entgegen meiner Befürchtungen war es unterm Turm gar nicht mal so laut. Der Rotor säuselte fast schon unhörbar im Wind, erst als später in der Nacht der Wind lebhafter wurde, konnte ich den Rotor deutlicher hören.

Teleskop
  Die roten Lichter am Turm bemerkte ich kaum. Das Kraftwerk steht beim beobachten im Rücken, und die erste Reihe der Lichter ist so hoch angebracht, das ich sie, ohne direkt nach oben zu sehen, nicht wahrnehmen kann.

Die Nacht war nichts besonderes.
Der Himmel war sehr feucht, dunstig und aufgehellt. Es zogen immer wieder Felder mit dünnen Wolken durch, die um halb zwei Uhr nachts nach und nach den ganzen Himmel überzogen.

An einer Beobachtung von Deep Sky Objekten dachte ich bei diesen Bedingungen erst gar nicht.
Ich beschränkte mich auf die Beobachtung von ein paar Doppelsternen, den Mond, Jupiter und Saturn und den Kometen Panstarrs.




       

Komet Panstarrs

Meine Zeichnung vom Komet Panstarrs, entstanden am 300/1200mm Newton.

Bis um 1:30 Uhr überzog sich der Himmel immer mehr mit dünnen Wolken.
Weiterbeobachten war kaum mehr sinnvoll, ich beendete die Beobachtungsnacht.


Mond


Der Mond.

Aufgenommen am 21. April 2013 um 21:10 MESZ.
Panasonic LUMIX DMC-FZ 150. 108mm Brennweite, f/5,2. 1/100 Sek bei ISO-100. Automatischer Fokus.



 
Die partielle Mondfinsternis vom 25. April.


In der Nacht vom 25. April 2013 fand eine partielle Mondfinsternis statt.
Die Finsternis war aber so klein, das nur rund 2% vom Mondnordpol im Kernschatten der Erde eingetaucht wurden. Die Länge der partiellen Finsternis war mit rund 30 Minuten sehr kurz bemessen.

Als der Mond am Osthorizont aufging, befand er sich bereits im Halbschatten der Erde.

An meinem Standort in Mittelfranken hatte ich sehr gute Bedingungen. Der Himmel blieb die ganze Nacht über klar und wolkenfrei.


Sonnenuntergang Mondaufgang
Sonnenuntergang am Westhorizont. Mondaufgang am Osthorizont.

Der Mond war beim Aufgang intensiv orange- rot. Mit dem freien Augen war diese Farbe deutlich zu sehen. Im Schiefspiegler bei einer Vergrößerung von 94x war diese Färbung vom Mond sehr deutlich zu sehen.


Partielle Finsternis Partielle Finsternis
20 Minuten vor der partiellen Verfinsterung. Beginn der partiellen Phase.
Partielle Finsternis Partielle Finsternis
Mitte der partiellen Phase. Ende der partiellen Phase.

Die Finsternis war für mich mit den freien Augen am deutlichsten zu sehen.
Ich hatte den Eindruck, das an der Nordseite vom Mond ein Stückchen vom Mond fehlt. Mit den freien Augen war des "fehlende" Stück sehr dunkel und nicht zu sehen.

Im Schiefspiegler war die Finsternis am unauffälligsten, aber immer noch deutlich zu sehen.
Ich konnte ein halbkreisförmiges hellgraues Schattengebiet sehen, das ohne scharf begrenzt zu sein, weich in den Mond auslief. Der Schatten reichte nur gering in den Mond hinein.
Zur Südseite wurde der Mond kontinuierlich heller.

Der gleiche Eindruck entstand im 80mm Refraktor. Hier war die Schattenzone aber deutlicher zu sehen.
Den besten Eindruck mit optischen Hilfsmitteln hatte ich mit dem 10x60 Fernglas.

Vor und nach der Finsternis beobachtete ich noch Jupiter und Saturn.


Saturn


Saturn.

Gezeichnet am 150/3000mm Schiefspiegler bei 214x um 21ºº UT.


Sonnenuntergang Sonnenuntergang

Der Sonnenuntergang hatte an diesem Abend eine sehr intensive rote- bis purpurne Farbe.

Der Schiefspiegler
  Meine Teleskope für diese Nacht waren der 150/3000mm Schiefspiegler mit dem 80/400mm Refraktor.

Alle Fotos entstanden mit einer Panasonic LUMIX DMC-FZ 150 Kompaktkamera, für die Mondaufnahmen setzte ich zusätzlich noch einen 1,7x Telekonverter mit 55mm ∅ ein.




Mai

 
Die Nacht vom 13. auf dem 14. Mai 2013.
Eine italienische Nacht am Tremalzopass.


Während eines Kurzurlaubes in Italien konnte ich eine Nacht zum beobachten auf dem Tremalzopass bei 1700 Metern Höhe nutzen.
Geplant waren eigentlich zwei Nächte, doch in der vorhergehenden Nacht zogen Gewitter auf.


Mond und Jupiter

Mond und Jupiter am Abendhimmel, am 12. Mai.
Panasonic LUMIX DMC-FZ 150. F/3,6. 0,62 Sek. ISO 100. 25mm Brennweite.


Venus

Venus geht über den Bergen unter.
Panasonic LUMIX DMC-FZ 150. F/4,7. 1/4 Sek. ISO 100. 92mm Brennweite.


Dadurch das der Nordteil vom Gardasee im Süden vom Beobachtungsplatz liegt, ist der Südhimmel aufgehellt. Vor dem Beobachtungsplatz, der ein Parkplatz ist, geht es noch ein paar Meter einen Hügel hinauf, so das man vor den direkten Lichtern der Städte rings um den Gardasee abgeschirmt ist.

Lichtverschmutzung
  Läuft man diesen Hügel hinauf, sieht man die enorme Lichtverschmutzung rings um den Gardasee.

Dieses Bild habe ich in der Nacht vom 12. Mai 2013 aufgenommen, als ein Gewitter über den Gardasee aufzog. Oben, fast in der Mitte vom Bild ist das Sternbild Rabe zu sehen.

Die Bedingungen:
Der Himmel war völlig frei von Wolken. Anfangs war die Luft sehr feucht, nach ca. einer Stunde wurde es aber trockener und auch dunkler.
Die Aufhellung der Ortschaften vom Gardasee macht sich im Süden deutlich bemerkbar.
Die südlichen Sterne vom Skorpion waren aber um einiges besser zu sehen als wie in meiner mittelfränkischen Heimat.


Himmel

Der Himmel im Süden mit den Sternbilder Skorpion und Schütze.


Der Beobachtungsbericht und die Beschreibungen der visuellen Eindrücke am Okular:
Alle Beobachtungen mit dem 300/1200mm Newton, parallaktisch auf Losmandy G11 montiert.











Juni

 
Doppelsterne.
Die Beobachtungsnacht vom 5. auf dem 6. Juni.


In dieser Nacht beobachtete ich den Saturn und noch einige Doppelsterne.

Tagsüber waren am Himmel nur wenige Wolken zu sehen, gegen Abend klarte es auch vollständig auf. Die Nacht wurde aber sehr frisch, auch ging ein mäßiger Wind aus Osten.
Die Messwerte vom Infrarotthermometer zeigten für diese Nacht einen konstanten Wert von -13°C an.

Beobachtet habe ich in dieser Nacht mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler.


Beobachtungsnacht


Meine Beobachtungen in dieser Nacht und der visuelle Eindruck am Okular: