Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 1. Quartal 2011.
Januar bis März. 




 
Januar

 

4.11.2011 in Burggrafenhof.

Himmel:
Starker Hochnebel mit einer kurzen Lücke.


Partielle Sonnenfinsternis


Ich konnte die teilweise verfinsterte Sonne nur einmal kurz um ca. 910 UT durch eine Nebellücke sehen.




 
Eine kurze und frostige Nacht am 5. Januar.


200/800mm Newton  
Am 5.01.2011 wurde das Wetter im laufe des Tages immer besser.

Gegen 14:45 MEZ hatte ich noch die Sonne bei dunstigen und nebligen Himmel beobachtet. Zum Abend hin wurde der Dunst und Nebel immer weniger. Gegen 20:45 MEZ machte ich mich auf dem Weg zu meinem Beobachtungsplatz.

Dieser liegt tief verschneit draußen auf dem Land.

Der Himmelshintergrund war etwas aufgehellt, so richtig dunkel wurde es nicht. Es war sehr kalt, ca. -10°C und es wehte ein leichter Wind aus Westen. Nach ungefähr zwei Stunden zogen Wolken von Westen auf, die in kurzer Zeit den ganzen Himmel überzogen, ein weiteres beobachten war nicht mehr möglich.

Eingesetzt habe ich meinem Vixen 200/800mm Newton, parallaktisch montiert.



Die Beobachtungen:



Vom Westen aufziehender Dunst und Wolken. Der Süden ist aufgehellt.




 
Doppeltes aus Mittelfranken vom 16. Januar.


150/3000mm Schiefspiegler  
Am diesem Tag war der Himmel wolkenlos und blau bis zum Horizont. Der Wetterbericht meldete eine klare Nacht, mit der Einschränkung das es Nebel geben könnte.

Die Nacht wurde auch klar, leider bildete sich auch Bodennebel. Dadurch hatte ich aber ein sehr gutes Seeing, der Nachteil war nur, das auf dem gesamten Teleskop eine dicke Eisschicht war und mir der Fangspiegel vom Schiefspiegler zutaute.

Meine Objekte für diese Nacht waren Doppelsterne und die Beobachtung vom Mond.

Beobachtet habe ich mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler.



Die Beobachtungen:




Anschließend hatte ich noch ausgiebig den Mond beobachtet - allerdings mit inzwischen zugetauten Fangspiegel.
Der einzige Vorteil war, das ich keinen Filter zur Lichtdämpfung benötigte.

Durch das sehr gute Seeing konnte ich auf 341x Hochvergrößern und somit kleine Rillen und Details erkennen.

Meinem ersten Saturn für dieses Jahr schaute ich mir auch noch an. Der steckte allerdings noch tief im Bodennahem Nebel.
Mit der Kombination aus Nebel und zugetauten Fangspiegel konnte ich hier aber nicht recht viel erkennen.

Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit war es eine schöne Beobachtungsnacht.



 
Doppelsterne in der Nacht vom 22. Januar.


150/3000mm Schiefspiegler  
Im Laufe des Tages hatte ich in Mittelfranken einen wolkigen Himmel mit sehr blauen Hintergrund. Zum Abend wurde der Himmel zunehmend Wolkenlos um schließlich ganz aufzuklaren. Die Nacht wurde mit -8°C angenehm kalt.
Gegen 23:30 GMT zog eine schmale Wolkenschicht von Nordwesten kommend über den Himmel. Nach 20 Minuten war er schon wieder Wolkenlos.

Mein Ziel für diese Nacht waren wieder Doppelsterne.

Meine Ausrüstung: 150/3000mm Schiefspiegler auf Vixen GP-DX.
Steuerung: Skysensor 2000 PC.

Die Datenquelle für die Doppelsterne:
"The Night Sky Observer´s Guide".
"Megastar".



Die beobachteten Doppelsterne:





Nachtimpression


Anschließend habe ich noch Saturn beobachtet. Vergrößerung 214x.
Die Cassiniteilung konnte ich gut erkennen. Ein Wolkenband auf der Nordhalbkugel war sehr auffällig.
Gut war auch der Planetenschatten auf der westlichen Ringseite zu sehen.



 
Sternhaufen, Nebel und die Supernova, 30. Januar.


Die besten Nächte musste ich ziehen lassen, aber vom Sonntag auf dem Montag sollte es doch wieder mit beobachten klappen.

Mitten in Mittelfranken, westlich von Nürnberg hatte ich einen klaren Himmel, der aber doch einen sehr grauen Hintergrund hatte. Es war auch sehr feucht in der Nacht, auf dem Tubus und den Okularkoffer hatte ich eine dicke Eisschicht.

Seit langen machten mir auch wieder beschlagene Okulare zu schaffen. Die Nacht war mit -10°C angenehm kühl.

Beobachtet habe ich mit meinem 8 Zoll, f4 Newton der parallaktisch auf einer GP-DX montiert ist.



Die beobachteten Objekte:






 
Februar

 
Eine dunkle Nacht am Sudelfeld am 8. Februar.


200/800mm Newton

Sudelfeld

 
Schon tagsüber wurde es langsam klar in Mittelfranken, es blieb aber dennoch etwas dunstig.

Ich wollte wenigstens eine gute Nacht nutzen, und entschied mich zum Sudelfeld bei Bayrisch Zell zu fahren.
Die Wettervorhersagen und die beiden Webcams an der Stadion Wendelstein zeigten einen sehr klaren Himmel an.
Am Sudelfeld angekommen erwartete mich ein wunderbarer Voralpenhimmel.

Es war etwas windig, aber sehr trocken mit einer sehr guten Transparenz.
Die Sterne wurden auch am Horizont nicht schwächer, sondern regelrecht ausgeknipst als sie den Horizont unterschritten.

Auf der Rückfahrt war westlich von Nürnberg kein einziger Stern zu sehen. Der Himmel war komplett zu. Ich bereute daher die weite Fahrt nicht.
Am Beginn der Beobachtungsnacht wollte es einfach nicht klappen. Ich konnte mich kaum konzentrieren, zuviel ging in meinem Kopf herum. Nach einer Weile platzte aber der Knoten, und es wurde eine wunderbare Nacht.

Beobachtet habe ich mit meinem 8 Zoll, f: 4 Newton auf der GP-DX Montierung.



Die Beobachtungen:






 
Eine Nacht in Mittelfranken am 22. Februar.


Bei mir in Mittelfranken war der Himmel wolkenlos, aber ich hatte eine sehr schlechte Transparenz. Der Hintergrund blieb aufgehellt, fast schon grau.

Beobachtet hatte ich von 19:30 bis 23:00 MEZ, dann machte es einfach keinen Spaß mehr, da ich an schwache Objekte einfach nicht herankam.

Beobachtet habe ich mit meinem 8 Zoll, f4 Newton der parallaktisch auf einer GP-DX montiert ist.



Die beobachteten Objekte:






 
Bericht vom 28. Februar aus Mittelfranken.


200/800mm Newton  
In dieser Nacht hatte ich einen wolkenlosen, aber feuchten und aufgehellten Himmel.
Der Himmelshintergrund war grau.

Beobachtet habe ich wieder mit meinem 8 Zoll, f4 Newton der parallaktisch auf einer GP-DX montiert ist.



Die Beobachtungen:






 
März

 
Bericht vom 2. März aus Mittelfranken.


Meine Bedingungen:

Wolkenloser und aufgehellter stadtnaher Himmel. Böiger mittlerer Wind aus Osten.

Beobachtet habe ich wieder mit meinem parallaktisch montierten 8 Zoll, f4 Newton.



Die beobachteten Objekte:






 
Kleiner Bericht vom 3. März aus Mittelfranken.


Meine Bedingungen:

Wolkenloser und aufgehellter Landhimmel.

Teleskop: 8 Zoll, f 4 Newton.



Die beobachteten Objekte:






 
Doppelsterne...

...und staunende Blicke.
Beobachtungsbericht vom 8. März.


150/3000mm Schiefspiegler  
Arbeitsbedingt konnte ich nur kurz am Abend beobachten.

Der Himmel über Mittelfranken war wolkenlos, aber etwas feucht. Das Seeing war nicht das beste, ein Wetterwechsel kündigte sich an, der am nächsten Tag auch eintraf.

Meinem Schiefspiegler hatte ich auf einen Feldweg aufgebaut, der Tags über von Spaziergänger genutzt wird, aber Abends und Nachts sehr ruhig ist.

Ein junges Paar kam kurz nach dem aufbauen vorbei, und konnte nicht so ohne weiteres am Teleskop vorbeigehen.

Ich stellte ihnen den Mond ein, sie waren sehr überrascht, was man im Okular sehen konnten, und konnten sich kaum mehr losreisen.
Nach einer kurzen Einführung in den Skysensor konnten sie auch selbst den Terminator abfahren.

Nachdem ich noch erklärte, wie mein Schiefspiegler funktioniert, und woher das Teleskop weiß, wo der Mond am Himmel zu finden ist, verabschiedeten sie sich wieder.

Beobachtet habe ich nur ein paar rötliche Sterne und ein paar Doppelsterne.

Beobachtet habe ich mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler.



Die beobachteten Doppelsterne und Planeten:






©  , Gerd Kohler, Burggrafenhof.