Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 2. Quartal 2017.
April bis Juni 2017.


Erst Ende April konnte ich im 2. Quartal 2017 am Nachthimmel beobachten.
In dieser Nacht beobachtete ich neben den Planeten Jupiter und Saturn Galaxien und die beiden Kometen C/2015 V2 (Johnson) und 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak.

Ein weiteres Mal ging es Mitte Mai zu einer Tour am Nachthimmel.
In dieser Nacht waren ebenfalls die Planeten Jupiter und Saturn mein Ziel, sowie drei Kometen und eine Supernova.
Nur drei Tage später konnte ich wieder am Nachthimmel beobachten.

Doch dann folgten noch drei weitere Nächte, in denen ich von Dämmerung zu Dämmerung beobachten konnte.
Diese drei Nächte waren die längsten zusammenhängenden Nächte, die ich seit langen zum beobachten am Nachthimmel nutzen konnte.

Mitte Juni konnte ich noch eine kurze Nacht zur Beobachtung von Planeten, einem Kometen und einer Supernova nutzen.

Schließlich konnte ich ein paar Tage später von Dämmerung zu Dämmerung beobachten, was kurz vor der Sommersonnenwende nicht sehr schwer ist.

Zum 100x. baute ich meinem 12" ƒ4 Newton in der Nacht vom 24. auf dem 25. Juni auf.
In dieser Nacht spannte ich einen weiten Bogen von unserer Erdatmosphäre bis zu einer Supernova in einer anderen Galaxie.

 April


Sonnenbeobachtung am 9. April bei Dürrnfarrnbach, von 1115 bis 1140 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Hellblauer, teils milchig- weißer Himmel. Vereinzelte Wolkenfelder (Abgasfahnen?) Beginnende Inversion, die Horizontsicht ist eingeschränkt. Leichter Wind, teils Windstille, ∅ 3,0 km/h.
Meist ruhiges Sonnenbild, dem aber die Schärfe fehlt.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit insgesamt 5 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  A2 / 5
Aktive Region 12650.
Fünf verstreute, sehr kleine Flecken ohne Penumbra.
Die Gruppe steht am Sonnenrand in einer hellen Fackel.

Die Granulation ist sichtbar, aber nicht so wie an guten Tagen.
H- alpha:

Nur wenige und kleine Protuberanzen.

In der Aktiven Region 12648 ist eine helle Chromosphärische Fackel, in der ein kurzes aber deutliches Filament steht.

Ein weiteres Filament kann ich auf der Chromosphäre sehen.

Sonnenbeobachtung 740.




Sonnenbeobachtung am 10. April bei Dürrnfarrnbach, von 1030 bis 1050 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Völlig wolkenloser, blauer Himmel. Mittlerer Wind, ∅ 16,3 km/h.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit insgesamt 10 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  C2 / 10
Aktive Region 12650.
Bipolare Gruppe. Ein Hauptfleck mit Penumbra und einige kleine Flecken.
Die Gruppe steht in einer hellen Fackel nahe am Sonnenrand.

•  Aktive Region 12648:
Diese Region kann ich im Weißlicht noch erkennen.
In dieser Region sind aber keine deutlichen Flecken, sondern nur diffuse, graue Andeutungen von Flecken.

Die Granulation ist gut sichtbar.
H- alpha:

Eine größere Protuberanz ist am Ostrand, sonst nur wenige kleine Protuberanzen.

In der Aktiven Region 12648 ist eine auffällige Y- geformte Chromosphärische Fackel.
In der Aktiven Region 12650 ist eine sehr helle und verzweigte Chromosphärische Fackel.

Auf der Chromosphäre kann ich nur wenige Filamente sehen.

Sonnenbeobachtung 741.




 
Der Mond beim Jupiter.


Der fast Vollmond begegnete Jupiter in der Nacht vom 10. April.
Am 11. April, kurz vor 030 Uhr MESZ, sollte laut "CalSky" der Abstand 1,41° betragen.

Mein Bild nahm ich gegen 2245 MESZ am 10. April auf.


Der Mond beim Jupiter


Aufgenommen in Burggrafenhof in Mittelfranken.



Sonnenbeobachtung am 20. April bei Dürrnfarrnbach, von 1530 bis 1600 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel. Mittlerer Wind, ∅ 9,2 km/h.
Wechselndes, unruhiges Sonnenbild mit ruhigen Momenten. Auch ist das Sonnenbild sehr wechselhaft scharf.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 10 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  A1 / 1
Aktive Region 12652.
Ein einzelner Fleck ohne Penumbra. Der Fleck steht in einer Fackel.

•  C3 / 9
Aktive Region 12651:
Zwei große Flecken mit Penumbra. Einige kleine Flecken.

Die Granulation ist in ruhigen Momenten gut sichtbar.
H- alpha:

Große Protuberanzen stehen am Nord- Ost Rand. Sonst sehe ich nur kleine Protuberanzen.
Auf der Chromosphäre kann ich zwei sehr dunkle Filamente sehen.

Die Aktive Region 12651 fällt sehr auf.
In dieser Region sind helle Chromosphärische Fackeln.

Sonnenbeobachtung 742.




 
Die Beobachtungsnacht vom 20. auf dem 21. April.


Planeten, Galaxien und Kometen am Nachthimmel.

Sonnenuntergang
  Ich schenkte dem Wetterbericht nicht so viel Glauben, als er für diese Nacht einen klaren Himmel vorhersagte.
Die untergehende Sonne tauchte noch in viele Wolken ein, was zu einem schönen farbigen Sonnenuntergang führte. Am restlichen Himmel zogen sich die Wolken aber nach und nach zurück.

Nach Sport und Training beschloss ich, mein Teleskop ins Auto zu packen, um eine Nacht unterm Sternenhimmel zu verbringen. Da ich Urlaub hatte, war das ausschlafen am nächsten Tag auch kein Problem.

Mit meinem 12" Newton beobachtete ich nahe der mittelfränkischen Ortschaft Kräft.

In Kräft hatte ich einen wolkenlosen, aber leicht aufgehellten Landhimmel. Es ging nur ein leichter Wind.
So gegen 2 Uhr Nachts zogen von Nord- Westen die ersten Wolken auf. Es dauerte dann keine ganze Stunde mehr, bis sich der gesamte Himmel mit einer dünnen Wolkenschicht überzog.


Mein erstes Objekt war Jupiter, den ich bei einer Vergrößerung von 179x beobachtete.
Der Schatten vom Jupitermond Io war als ein gestochen scharfer Punkt auf Jupiter zu sehen.
Das Jupiterscheibchen stand sehr ruhig im Okular. Ich konnte viele Strukturen und auch die Farben der Bänder gut erkennen.

In dieser Nacht beobachtete ich vor allem Galaxien:











Nach den Galaxien wendete ich mich den beiden Kometen Johnson und Tuttle-Giacobini-Kresak zu.
Am Nord- Westhorizont konnte ich schon erste Wolken sehen, deshalb stellte ich die Kometen ein, bevor sich eventuell der Himmel mit Wolken überzog.


Von Nord- Ost ziehen dünne Wolken auf.



Statistik (nur Deep Sky): 2.239 Beobachtungen, 1.448 Objekte.


Nachthimmel
  Während der Beobachtung vom Kometen 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak überzog sich der Himmel immer mehr mit Wolken, so das dass beobachten schwacher Galaxien keinen Sinn mehr machte.

Mein letztes Objekt für diese Nacht war Saturn, den ich bei einer Vergrößerung von 179x beobachtete.
Durch seine niedrige Höhe über den Horizont war Saturn sehr unruhig im Okular. Das Planetenscheibchen zeigte starke Wallungen. In ruhigen Momenten konnte ich die Cassinische Teilung sehen.




Sonnenbeobachtung am 21. April bei Dürrnfarrnbach, von 1420 bis 1450 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Hellblauer, dunstiger Himmel. Vereinzelte Wolken. Mittlerer bis stärkerer Wind, ∅ 19,4 km/h.
Teilweise ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Drei Gruppen mit insgesamt 17 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  H1 / 1
Aktive Region 12653.
Großer unipolarer Fleck mit vollständig umschließender Penumbra. Der Fleck steht unmittelbar am Sonnenrand.
Um den Fleck sind kleine Fackeln.

•  A1 / 1
Aktive Region 12652.
Kleiner unipolarer Fleck ohne Penumbra.

•  D1 / 15
Aktive Region 12651:
Zwei große Flecken mit Penumbra und einige kleine Flecken.

Am Ostrand ist noch ein kleines Gebiet mit Fackeln.
Die Granulation ist zum Teil gut sichtbar.
H- alpha:

Am Ostrand sind viele kleine Protuberanzen nahe beieinander. Rings um die Sonne sind noch weitere kleine Protuberanzen.
Wenige Filamente, davon ist eines sehr dunkel.

In der Aktiven Region 12651 ist eine helle Chromosphärische Fackeln.

Sonnenbeobachtung 743.




Sonnenbeobachtung am 24. April bei Dürrnfarrnbach, von 1200 bis 1220 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blauer Himmel mit einzelnen dünnen Wolkenfeldern. Von Nord- West zieht eine dünne Wolkenschicht heran. Wechselhafter Wind Wind, ∅ 9,6 km/h.
Überwiegend ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Drei Gruppen mit insgesamt 39 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  D2 / 9
Aktive Region 12653.
Bipolare Gruppe mit einem großen Fleck und einem kleinen Fleck, jeweils mit Penumbra.
In der Gruppe sind noch einige kleine Flecken ohne Penumbra.

•  B2 / 13
Aktive Region 12652.
Bipolare Gruppe. Kleine Flecken.

•  E3 / 17
Aktive Region 12651:
Große Bipolare Gruppe.
Die Umbra von großen Fleck ist von Lichtbrücken zerteilt. Die Umbra wird komplett von der Penumbra umschlossen.
In dieser Gruppe sind noch viele kleine Flecken.

Die Granulation ist nicht optimal sichtbar.
H- alpha:

Nur wenige kleine Protuberanzen rings um die Sonne.

Die Chromosphäre ist sehr ruhig.
In den Aktiven Regionen 12652 und 12651 sind nur unauffällige Chromosphärische Fackeln.

Sonnenbeobachtung 744.
H- alpha Beobachtung 250.




Sonnenbeobachtung am 30. April bei Dürrnfarrnbach, von 1100 bis 1120 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Leicht bewölkter Himmel. Blauer Hintergrund. Mittlerer, wechselhafter Wind Wind, ∅ 21 km/h.
Überwiegend ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 5 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  J3 / 1
Aktive Region 12653.
Kleiner Unipolarer Fleck mit Penumbra.
Am Fleck sind noch weitere kleine und dunkle Stellen, die auch Poren sein könnten.

•  B2 / 13
Aktive Region 12651.
Kleiner Unipolarer Fleck mit Penumbra. Wenige kleine Flecken.
Die Flecken stehen in einer großen Fackel.

Die Granulation ist gut sichtbar.
H- alpha:

Wenige, sehr kleine Protuberanzen.

Die Chromosphäre ist sehr ruhig.

Sonnenbeobachtung 745.
H- alpha Beobachtung 251.




 Mai


Sonnenbeobachtung am 17. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1600 bis 1630 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blauer Himmel mit einzelnen hohen Wolkenfeldern. Wenige tiefe Wolken.
Mittlerer, wechselhafter Wind, ∅ 14,3 km/h.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit insgesamt 5 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  C2 / 5
Aktive Region 12656.
Kleine Bipolare Gruppe.
Ein kleiner Fleck mit Penumbra. Wenige kleine Flecken ohne Penumbra.
Die Gruppe steht in einer Fackel.

Die Granulation ist gut sichtbar.
Ich konnte noch wenige Polare Fackeln sehen.
H- alpha:

Am Sonnenrand sind nur vereinzelte und kleine Prutuberanzen.

Die Chromosphäre ist sehr ruhig.
Ich kann nur eine helle Fackel und wenige Filamente sehen.

Sonnenbeobachtung 746.
H- alpha Beobachtung 252.




 
Die Beobachtungsnacht vom 17. auf dem 18. Mai.


Planeten, Kometen und ein explodierter Stern.

Dämmerung
  Zu zwei Planeten, drei Kometen und einer Supernova führte mich meine Reise am Himmel in dieser Nacht.

Nahe der kleinen Ortschaft Kräft in Mittelfranken stellte ich meinem  12" Newton  auf, um kleine und große Objekte in unserem eigenen Sonnensystem zu bestaunen und das Licht eines sterbenden Sterns zu sehen.

Während ich mein Teleskop aufstellte, zogen am West und Nordwesthorizont noch Wolken umher, die sich auch in der gesamten Nacht nicht vollständig zurückzogen. Der restliche Himmel blieb von diesen Wolken verschont, so das ich gut beobachten konnte.
Erst viel später in der Nacht breiteten sich die Wolken etwas stärker aus.

Insgesamt war der Himmel aufgehellt, aber sehr transparent. Auch spielte die Luftunruhe (Seeing) nur eine geringe Rolle. Es ging nur ein leichter Wind mit ∅ 8 km/h.


In dieser Nacht war mein erstes Objekt Jupiter, den ich bei einer Vergrößerung von 225x beobachtete.
Jupiter stand scharf und ruhig im Okular.
Der Große Rote Fleck war unübersehbar. Er hat eine deutliche und intensive orange Farbe.
In den Wolkenbändern konnte ich unzählige Strukturen sehen. Auch die braunen Farbtöne der Bänder waren sehr deutlich zu sehen.


Nach Jupiter besuchte ich Kometen und die Supernova 2017eaw in der Galaxie NGC 6946.














Wolken

Von Westen ziehen Wolken auf. Jupiter zeigt schon einen deutlichen Halo.



Statistik (nur Deep Sky): 2.240 Beobachtungen, 1.448 Objekte.


Mondaufgang
  Saturn beobachtete ich bei einer Vergrößerung von 225x zum Abschluss der Beobachtungsnacht.
Das Planetenscheibchen pulsierte nur langsam im Okular.

Das Planetenscheibchen und die Ringe erschienen in einem fahlgelben Farbton. Auf dem Planetenscheibchen kann ich zwei rotbraune Wolkenbänder sehen.

Die Cassinische Teilung kann ich in ruhigen Momenten sehr gut und fast umlaufend sehen.

Mit dem aufgehenden Mond beendete ich die Beobachtungsnacht.


Die SQM-L Messwerte für diese Nacht.

Messwerte




Sonnenbeobachtung am 18. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1200 bis 1200 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
In sonnennähe blauer Himmel ohne Wolken. Wenige Wolken am Westhorizont.
Leichter Wind, ∅ 9,6 km/h.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 11 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  B1 / 10
Aktive Region 12656.
Bipolare Gruppe. Sehr kleine Flecken ohne Penumbra.

•  J3 / 1
Aktive Region 12658.
Unipolarer kleiner Fleck ohne Penumbra.

Die Granulation ist deutlich sichtbar.
Am Ostrand sind kleine Fackeln.
H- alpha:

Nur wenige, kleine Protuberanzen.

Die Chromosphäre ist sehr ruhig.

Sonnenbeobachtung 747.
H- alpha Beobachtung 253.




Sonnenbeobachtung am 20. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1030 bis 1045 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel.
Leichter Wind, ∅ 8,9 km/h.
Leicht unruhiges Sonnenbild das teilweise nicht ganz scharf abgebildet wird.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 5 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  J1 / 4
Aktive Region 12656.
Unipolarer Fleck mit Penumbra. Direkt am Hauptfleck sind noch wenige kleine Flecken.

•  J3 / 1
Aktive Region 12658.
Unipolarer Fleck mit Penumbra. In dieser Gruppe sind keine weiteren Flecken.

Die Granulation ist sichtbar.
H- alpha:

Auf der Chromosphäre ist ein deutliches und großes Filament. Sonst ist die Chromosphäre ruhig.

Eine größere Protuberanz steht am Westrand. Sonst kann ich nur ein paar kleine und schwache Protuberanzen sehen.

Sonnenbeobachtung 748.
H- alpha Beobachtung 254.




 
Die Beobachtungsnacht vom 20. auf dem 21. Mai.


Kohlenstoffsterne, Planeten und ein paar schwache Objekte.


  Nur sehr zögerlich lösten sich die Wolken am Abend auf. Auch in der Dämmerung zogen noch einige Wolken umher, die aber nach und nach weniger wurden.

Gegen 23 Uhr überzog sich der Himmel aber wieder mit einer dünnen Wolkenschicht, die keine Beobachtungen schwacher Objekte zuließen. Ich beschränkte mich zunächst auf die Beobachtung von Jupiter und einigen Kohlenstoffsternen.

Gegen 030 begannen sich die Wolken wieder zurückzuziehen. Ab hier konnte ich doch noch einige Nebel beobachten.
Ich nutze diese Nacht bis zum Beginn der Dämmerung.

In dieser Nacht ging nur ein leichter Wind mit ∅ 3,1 km/h. Mit ca. 7℃ war es noch angenehm zum beobachten.

Mein Teleskop für diese Nacht war mein  12" Newton,  den ich wieder Nahe der kleinen Ortschaft Kräft in Mittelfranken aufstellte.


Dämmerung

Abenddämmerung.


Bei Jupiter kam es zu einem Durchgang vom Mond Io, den ich bei einer Vergrößerung von 255x beobachtete.

Der helle Mond Io schob sich langsam an Jupiter heran, um dann schließlich vor dem Nördlichen Äquatorband (NEB) über Jupiter zu ziehen.
Durch den hohen Kontrast vom sehr hellen und weißen Io zum hellbraunen NEB war Io vor Jupiter unübersehbar. Auch nach Beobachtungspausen konnte ich Io sofort wieder sehen.


Nach Jupiter widmete ich mich einigen Kohlenstoffsternen.
Der Himmel war leider immer noch zu Teilen von einer dünnen Wolkenschicht überzogen, wodurch die Beobachtung schwacher Nebel keinen Sinn machte.







Die Wolken ziehen sich zurück, der Himmel wird besser.


Gegen 030 habe ich den Schatten vom Mond Io auf Jupiter beobachtet.
Der Schatten ist ein tiefschwarzer Punkt im NEB.




Nachdem der Himmel wieder frei von Wolken und deutlich dunkler war, zog es mich zu Sternhaufen und Nebeln.


Die Straßenbeleuchtung einer größeren Ortschaft wurde abgeschaltet










Statistik (nur Deep Sky): 2.249 Beobachtungen, 1.451 Objekte.


Skorpion mit Saturn

Saturn mit dem Sternbild Skorpion.


Morgendämmerung
  Mein letztes Objekt für diese Nacht war Saturn den ich in der einsetzenden Morgendämmerung beobachtete.

Saturn ist sehr unruhig im Okular.
Auf Saturn kann ich zwei rot- braune Wolkenbänder sehen. Die Cassinische Teilung kann ich blickweise fast umlaufend sehen.
Vergrößerung: 255x.


Die SQM-L Messwerte für diese Nacht.

Messwerte



Sonnenbeobachtung am 21. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1245 bis 1300 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel mit klaren Abschnitten
Zum Teil Windstille oder leichter Wind, ∅ 7 km/h.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Drei Gruppen mit insgesamt 14 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken (von Ost nach West):

•  B2 / 9
Aktive Region 12659.
Kleine Bipolare Gruppe. Flecken ohne Penumbra.

•  J1 / 4
Aktive Region 12656.
Unipolare Gruppe. Ein Fleck mit Penumbra.

•  J3 / 1
Aktive Region 12658.
Einzelfleck mit Penumbra.

Die Granulation ist gut zu sehen.
H- alpha:

Sehr ruhige Chromosphäre mit nur einem Filament.

Vereinzelte sehr kleine Protuberanzen.

Sonnenbeobachtung 749.
H- alpha Beobachtung 255.




Sonnenbeobachtung am 24. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1015 bis 1030 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Wolkiger Himmel, teils auch mit dünnen Wolkenschleiern
Mittlerer Wind, ∅ 18 km/h.
Zum Teil ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit 25 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  C3 / 25
Aktive Region 12659.
Bipolare Gruppe.
Ein Fleck mit Penumbra. Viele kleine Flecken, die sehr verstreut sind.

Die Granulation ist nicht optimal aber immer noch deutlich sichtbar.
H- alpha:

Zum größten Teil eine ruhige Chromosphäre.

In der Aktiven Region 12659 ist eine helle Fackel. Eine weitere Fackel ist nahe am Westrand.
Nahe am Westrand ist auch ein deutliches Filament.

Zwei ausgedehnte Regionen mit Protuberanzen sind am Sonnenrand.
Eine ausgedehnte Region ist am Ostrand, eine schmälere Region mit einer hohen Protuberanz am Westrand.

Sonnenbeobachtung 750.
H- alpha Beobachtung 256.




 
Die Beobachtungsnacht vom 25. auf dem 26. Mai.


Mit 12" Teleskopöffnung quer über den Nachthimmel.


  In der Dämmerung zogen von Osten Wolken auf, die fast den gesamten Himmel mit einer geschlossenen Wolkendecke überzogen.
Zwischen 2215 und 23 Uhr MESZ begannen sich die Wolken wieder aufzulösen.

In dieser Nacht beobachtete ich mit meinem  12" Newton,  in der Nähe der kleinen Ortschaft Kräft in Mittelfranken.


Abenddämmerung

Während der Dämmerung überzog sich der Himmel fast komplett mit Wolken.


Mein erstes Objekt für diese Nacht war Jupiter, den ich mit einer Vergrößerung von 255x beobachtete.
Jupiter steht nicht ganz still im Okular, zeigt aber viele Strukturen in den Wolkenbändern.

In den nächsten Stunden widmete ich mich der Beobachtung von Kometen, Sternhaufen, Galaxien und weiteren Objekten.





















Statistik (nur Deep Sky): 2.260 Beobachtungen, 1.457 Objekte.


Teleskop
  Saturn war mein letztes Objekt für diese Nacht, den ich bei einer Vergrößerung von 400x beobachtete.

Saturn steht sehr ruhig im Okular.
In der Mitte des Saturnscheibchens sehe ich ein deutlich helles Band. Nördlich davon sind zwei rotbraune Bänder. Die Polregion ist wieder heller.

Die Cassinische Teilung kann ich deutlich sehen, aber nicht umlaufend.
Die atmosphärische Dispersion verschmiert die Teilung an der Nord- und Südkante vom Ring.


Die SQM-L Messwerte für diese Nacht.

Messwerte


Die Nacht wurde sehr klar. Die Milchstraße war deutlich zu sehen. Auch der Südhimmel war klar und deutlich zu sehen.
Es ging zum Teil ein leichter Wind mit ∅ 1,7 km/h. Größtenteils war Windstille.
Mit knapp +10℃ war es noch sehr angenehm zum beobachten.


Venus

Die Venus geht über dem Wald auf.




Sonnenbeobachtung am 26. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1830 bis 1900 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blauer Himmel. Sehr wenige Quellwolken.
Sehr ruhiges und sehr scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit 29 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  D3 / 29
Aktive Region 12659.
Große Bipolare Gruppe.
Ein sehr komplexer Hauptfleck mit Penumbra. Auch der zweite Hauptfleck hat eine Penumbra.
In dieser Gruppe sind noch viele kleine Flecken.

Sehr deutlich sichtbare und sehr scharf abgebildete Granulation.

Am Ostrand der Sonne ist eine große, helle und sehr verzweigte Fackel.
H- alpha:

In der Aktiven Region 12659 ist eine helle Chromosphärische Fackel. Nahe am Ostrand ist eine weitere Chromosphärische Fackel.
Ein Filament kann ich am Ostrand erkennen. Sonst ist die Chromosphäre ruhig.

Am Ostrand der Sonne ist ein breites Gebiet mit großen Protuberanzen.
Rund um die Sonne sind weitere, zum Teil größere Protuberanzen.

Die Spikulen sind gut zu sehen.

Sonnenbeobachtung 751.
H- alpha Beobachtung 257.




 
Die Beobachtungsnacht vom 26. auf dem 27. Mai.


Planeten, Kugelsternhaufen und Planetarische Nebel.


Sonnenuntergang
  Bereits in der Dämmerung hatte ich einen sehr klaren Himmel mit guter Durchsicht.

Meinem 12" Newton  stellte ich wieder in der Nähe der Ortschaft Kräft in Mittelfranken auf.
Dieser Platz ist sehr ruhig und auch sehr dunkel.

Um die Sucher zum Teleskop auszurichten, stellte ich den Doppelstern Σ 1670, γ29 Vir - Porrima ein, den ich bei einer Vergrößerung von 343x in zwei weiße Sterne trennen konnte.

Als nächstes habe ich mir Jupiter in das Okular geholt, den ich noch in der Dämmerung beobachtete.

Jupiter ist bei einer Vergrößerung von 179x sehr ruhig im Okular.
Ich kann viele Strukturen und die Farben der Wolkenbänder erkennen.


  Nach Sonnenuntergang zog in der Gegendämmerung das dunkle Band vom Erdschattenbogen auf.
Über den Erdschattenbogen liegt der Hauptdämmerungsbogen oder purpurne Venusgürtel.


Gegendämmerung

Die Gegendämmerung mit den aufsteigenden Erdschattenbogen und den Venusgürtel.


Die beobachteten Objekte in dieser Nacht:












Kaffee- und Kekspause... ☺




Statistik (nur Deep Sky): 2.269 Beobachtungen, 1.463 Objekte.


Teleskop
  Auch in dieser Nacht war Saturn mein letztes Objekt, den ich mit einer Vergrößerung von 255x beobachtete.

Saturn ist durch das Seeing leicht unruhig im Okular.
Auf dem Planetenscheibchen kann ich die beiden Wolkenbänder und den Schatten vom Ring deutlich sehen.

Die Cassinische Teilung kann ich nur zum Teil sehen.
Sie wird an der Nord- und Südkante vom Ring durch die Atmosphärische Dispersion verschmiert.



Die SQM-L Messwerte für diese Nacht.

Messwerte


Teleskop
  Diese Nacht hatte einen sehr klaren und transparenten Himmel. Die Milchstraße war strukturiert und gut zu sehen.

Es herrschte nahezu Windstille. Ab und an ging ein leichter Wind mit ∅ 3,1 km/h.
Mit +12 ℃ war es auch noch sehr angenehm warm.




Sonnenbeobachtung am 27. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1820 bis 1840 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blauer Himmel, der fast ganz frei von Wolken ist.
Sehr ruhiges und sehr scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit 35 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  C3 / 35
Aktive Region 12659.
Bipolare Gruppe.
Ein großer Hauptfleck mit einer mehrfach zerteilten Umbra. Die Penumbra umschließt den Hauptfleck komplett.
In dieser Gruppe sind viele kleine Flecken, zum Teil mit kleinen Penumbren.

Die Granulation ist sehr deutlich sichtbar und wird scharf abgebildet.

Die große Fackel am Ostrand ist ein wenig nach innen gewandert. Sie ist immer noch gut zu sehen.
H- alpha:

Die Aktive Region 12659 ist sehr gut zu sehen. In dieser Region ist eine große und verzweigte Chromosphärische Fackel.

Am Ostrand ist ein kleines Areal mit vielen Filamenten.

Rings um die Sonne sind nur wenige Protuberanzen.

Die Spikulen sind sehr deutlich sichtbar.

Sonnenbeobachtung 752.
H- alpha Beobachtung 258.




 
Die Beobachtungsnacht vom 27. auf dem 28. Mai.


Kugelsternhaufen, Galaxien und zwei Schatten auf Jupiter.


Monduntergang
  In einer weiteren Nacht konnte ich mit meinem  12" Newton  am Nachthimmel beobachten

Auch in dieser Nacht stelle ich mein Teleskop in der nähe der Ortschaft Kräft in Mittelfranken auf.

Neben Jupiter, auf dem in dieser Nacht zwei Schattendurchgänge zu sehen waren und Saturn beobachtete ich noch viele Galaxien und Kugelsternhaufen.

Abgesehen von Wolkenfeldern nahe am Südwest- und Westhorizont ist der Himmel frei von Wolken.

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Nächten herrschte eine große Luftunruhe.
Das flackern der Sterne war in dieser Nacht sehr stark ausgeprägt, Auch Jupiter pulsierte schnell im Okular.


Mein erstes Objekt in dieser Nacht war wieder Jupiter, den ich mit einer Vergrößerung von 255x in der Dämmerung beobachtete.

Ich konnte gerade noch das Durchgangsende vom Jupitermond Ganymed sehen, als sich der Mond von dem Jupiterscheibchen löste.
Jupiter war heute sehr unruhig im Okular.

Nach der Beobachtung von Jupiter machte ich mich auf die Tour zu Kugelsternhaufen und Galaxien.

Meine Beobachtungen und Eindrücke der Objekte folgen in den nächsten Zeilen:

















Am Westhorizont ziehen Wolken auf.


Ein Mond vor Jupiter und zwei Mondschatten auf Jupiter..

Jupiter habe ich bei einer Vergrößerung von 255x ab 210 Uhr MESZ beobachtet.

Jupiter ist durch die Luftunruhe sehr unruhig im Okular. Dadurch werden die Strukturen und Details, gerade am Rand sehr verschmiert. Erschwerend kommt noch die Atmosphärische Dispersion dazu.

Zu Beginn der Beobachtung kann ich den Schatten vom Mond Ganymed auf Jupiter sofort und deutlich sehen.
Es gelang mir aber nicht, den Mond Io vor Jupiter zu sehen.

Wenig später kam noch der Schatten vom Jupitermond Io dazu, so das zwei Mondschatten gleichzeitig zu sehen waren.
Io meinte ich blickweise sehen zu können, bin mir aber nicht sicher.





Statistik (nur Deep Sky): 2.281 Beobachtungen, 1.469 Objekte.


Saturn war wieder mein letztes Objekt in dieser Nacht.

Durch die Luftunruhe ist Saturn sehr unruhig im Okular, bei einer Vergrößerung von 343x. Die Cassinische Teilung kann ich blickweise umlaufen erkennen.


Die SQM-L Messwerte für diese Nacht.

Messwerte


Diese Nacht war sehr klar und transparent. Die Milchstraße war gut zu sehen, aber nicht so gut wie in der Nacht zuvor.

Am West- Südwest Horizont stand fast die ganze Nacht über eine niedrige Wolkenschicht.

Es ging ständig ein leichter Wind mit ∅ 3,1 km/h. Trotz +12℃ war es durch den Wind unangenehm kühl.


Morgendämmerung

Morgendämmerung




Sonnenbeobachtung am 28. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1315 bis 1340 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blauer Himmel, der zum großen Teil von einer dünnen Wolkenschicht überzogen ist.
Ruhiges, aber durch die Wolken gedämpftes Sonnenbild, das noch scharf abgebildet wird.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit 15 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  D3 / 15
Aktive Region 12659.
Bipolare Gruppe.
Ein großer Fleck mit großer Penumbra. Ein kleinerer Fleck mit Penumbra.
In dieser Gruppe sind noch einige kleine Flecken.
Die Gruppe steht in einer großen und verzweigten Fackel.

Die Granulation ist angedeutet.

Ich kann noch einige kleine Polare Fackeln sehen.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist weitgehend ruhig.

Am Ostrand der Sonne sind zwei dunkle Filamente und eine schwache Chromosphärische Fackel. In der Aktiven Region 12659 ist eine weitere schwache Chromosphärische Fackel.

Durch die Wolken fehlt am Sonnenrand der Kontrast. Ich kann dennoch einige Protuberanzen sehen.

Sonnenbeobachtung 753.
H- alpha Beobachtung 259.


Himmel
  Am Sonntag den 28. Mai endete so langsam das schöne Wetter der letzten Tage.

Schon in der vorhergehenden Nacht zogen am Südwest-, West- und Nordhorizont die ersten Wolken auf.
Auch die Luftunruhe nahm zu (Das Seeing wurde schlechter), was sich vor allem bei der Beobachtung von Planeten mit hoher Vergrößerung bemerkbar machte.

Die Sterne flackerten in der vorhergehenden Nacht schon heftig, was zwar nett anzusehen war, aber bei Beobachtungen mit hohen Vergrößerungen sehr störend war.

Bei der Beobachtung der Sonne in den Mittagsstunden war fast der gesamte Himmel von einer dünnen Wolkenschicht überzogen.




Sonnenbeobachtung am 31. Mai bei Dürrnfarrnbach, von 1745 bis 1805 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer, wolkiger Himmel
Leicht unruhiges Sonnenbild, sehr unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Auf der Sonne sind keine Flecken.

Die Granulation ist gut sichtbar.
H- alpha:

Sehr ruhige Chromosphäre.

Ein kleiner und heller Flare ist direkt am Ostrand. Am diesem Flare steht eine kleine und sehr markante Protuberanz.

Ein breites Areal mit Protuberanzen ist am Westrand.
Die Protuberanzen sind sehr strukturiert, hell und groß. In diesem Areal steht eine große Protuberanz, die einen flachen Bogen beschreibt.
Rings um die Sonne sind noch weitere kleine Protuberanzen.

Die Spikulen sind gut zu sehen.

Sonnenbeobachtung 754.
H- alpha Beobachtung 260.

Bei dieser Beobachtung der Sonne setzte ich meinen Schiefspiegler zum 500x ein.




 Juni


Sonnenbeobachtung am 1. Juni bei Dürrnfarrnbach, von 1915 bis 1945 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer, leicht wolkiger Himmel
Ruhiges Sonnenbild, leicht unruhiger Sonnenrand.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit 18 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  D3 / 18
Aktive Region 12661.
Bipolare Gruppe.
Drei bis vier Flecken mit einer Penumbra. Einige, in der Gruppe verstreute kleine Flecken.
Die Gruppe steht in eine r großen und verzweigten Fackel.

Die Granulation ist gut sichtbar.
H- alpha:

Die Aktive Region 12661 ist am Sonnenrand deutlich zu sehen.
In dieser Aktiven Region steht eine große Chromosphärische Fackel. Eine kleine und helle Stelle, eventuell ein Flare ist ebenfalls in dieser Region.

Am Westrand stehen große Protuberanzen, darunter auch ein ausgedehnter Bogen.
Am Ostrand, an der Aktiven Region 12661 sind noch weitere kleine Protuberanzen.

Die Spikulen sind gut zu sehen.

Sonnenbeobachtung 755.
H- alpha Beobachtung 261.




Sonnenbeobachtung am 2. Juni bei Dürrnfarrnbach, von 950 bis 1015 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Nahezu wolkenloser Himmel. Nur am Süd- Westhorizont sind wenige dünne Wolken.
Sehr ruhiges und scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Eine Gruppe mit 13 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  E2 / 13
Aktive Region 12661.
Große Bipolare Gruppe.
Die Flecken mit Penumbra sind zum Teil komplex aufgebaut oder von Lichtbrücken zerteilt.
Die Gruppe steht in einer großen Fackel, die sehr zergliedert ist.

Die Granulation ist gut sichtbar.
H- alpha:

Die Aktive Region 12661 ist gut zu sehen. In dieser Region stehen helle Chromosphärische Fackeln.

Am Sonnenrand sind einige kleine Protuberanzen.

Die Spikulen sind deutlich zu sehen.

Sonnenbeobachtung 756.
H- alpha Beobachtung 262.




Sonnenbeobachtung am 8. Juni bei Dürrnfarrnbach, von 1930 bis 2000 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blauer Himmel. In der Nähe zur Sonne sind hohe dünne Wolken
Zum Teil unruhiger Sonnenrand. Das Sonnenbild ist noch ruhig und scharf.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 19 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  B2 ? / 8
Bipolare (?) Gruppe.
Sehr kleine und blasse Flecken die lose verteilt sind.

•  A2 / 11
Aktive Region 12661.
Unipolare Gruppe.
Sehr unauffällige Gruppe. Kleine, blasse graue Flecken die locker angeordnet sind. Die Flecken haben keine Penumbra.

Die Granulation ist gut sichtbar.

Nahe am Ostrand, in einer Fackel, meine ich sehr kleine und sehr blasse Flecken sehen zu können.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist sehr ruhig. Ich kann wenige kleine Filamente sehen.

Am Sonnenrand sind um die Sonne verteilt wenige Protuberanzen, von denen die meisten sehr klein sind.

Die Spikulen sind gut zu sehen.

Sonnenbeobachtung 757.
H- alpha Beobachtung 263.




Sonnenbeobachtung am 14. Juni bei Dürrnfarrnbach, von 1825 bis 1850 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Nahezu wolkenfreier Himmel. Einige Stellen mit dünnen Wolken.
Unruhiger Sonnenrand. Sehr scharfes, leicht zittrige Sonnenscheibe.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 7 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  H1 / 1
Aktive Region 12662.
Großer unipolarer einzelner Fleck.
Umlaufende Penumbra, zerklüftete Umbra.
Der Fleck steht an einer ausgedehnten Fackel.

•  B2 / 6
Aktive Region 12663.
Kleine Gruppe in bipolarer Anordnung. Kleine Flecken ohne Penumbra.

Nahe am Westrand ist noch ein sehr kleiner einzelner Fleck oder Pore. Auch ein Gebiet mit Fackeln ist am Westrand.

Die Granulation ist gut sichtbar.
H- alpha:

Die Chromosphäre ist sehr ruhig.

Am Westrand der Sonne ist ein ausgedehntes Areal großer und formenreicher Protuberanzen.

Die Spikulen sind gut zu sehen.

Sonnenbeobachtung 758.
H- alpha Beobachtung 264.




Sonnenbeobachtung am 15. Juni bei Dürrnfarrnbach, von 1200 bis 1240 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Blassblauer Himmel. Schnell aufziehende Wolken die bald fast den gesamten Himmel überziehen.
Ruhiges und sehr scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 39 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  J1 / 1
Aktive Region 12662.
Großer unipolarer Fleck mit umlaufender Penumbra. Keine kleinen Flecken.

•  C3 / 38
Aktive Region 12663.
Bipolare Gruppe.
Ein kleiner Fleck mit Penumbra. Viele kleine Flecken.

Die Granulation ist sehr gut sichtbar.
H- alpha:

Beobachtung durch Wolkenlücken.

Am Ostrand sind große Protuberanzen.

In der westlichen Aktiven Region ist eine große Chromosphärische Fackel und ein dunkles Filament.
Westlich dieser Region ist noch eine kleine und dunkle Struktur, die ich im Weißlicht nicht sehen kann. Eventuell ein kleines Filament.

Sonnenbeobachtung 759.
H- alpha Beobachtung 265.




 
Die Beobachtungsnacht vom 14. auf dem 15. Juni.


Planeten, eine Supernova und ein Komet.


  Die Nacht war sehr klar und transparent, aber leider auch nur von kurzer Dauer.

Nachdem es gegen Mitternacht richtig dunkel wurde, war die Milchstraße bis zum Horizont sehr gut und mit vielen Strukturen zu sehen.

In dieser Nacht beobachtete ich neben Planeten auch eine Supernova und den Komet Johnson.
Meinem  12" Newton,  stellte ich bei der kleinen Ortschaft Kräft in Mittelfranken auf.


Abenddämmerung

Abenddämmerung - Panorama aus zwei Bildern.


Jupiter war mein erstes Objekt für diese Nacht. Ich habe ihn mir mit einer Vergrößerung von 179x angesehen.
Jupiter war sehr ruhig im Okular, so das ich viele Strukturen sehen konnte.


rochesterastronomy.org meldete eine Supernova, die mit 14m2 im visuell machbaren Bereich sein sollte.
Die Supernova ist laut rochesterastronomy.org "Located 0".0 east and 0".0 north of the center of NGC 5145".
Auf dem Entdeckungsfoto und auf weiteren Fotos ist die Supernova aber nordwestlich von NGC 5145 markiert. Mit einem Foto von David Bishop machte ich mich auf die Suche.


Meine Eindrücke am Okular:




Okularskizze von der Supernova M13250.

SN M13250


SN M13250  
Die vier Sterne, die ich auf dem DSS Bild markiert habe, sind die Sterne die ich auf meiner Skizze eingezeichnet habe.

Der Link zum Endeckungsbild:
Discovery image.



Weiter ging es zum Kometen Johnson, den ich noch beobachten wollte, bevor der Mond zu sehr störte.



Sternenhimmel  
Zum Abschluss der Nacht schaute ich mir noch Saturn mit Vergrößerungen von 179 und 225x an.

Saturn ist sehr unruhig im Okular.

Die Cassinische Teilung kann ich nicht umlaufend sehen. Sie wird von der Luftunruhe und der Atmosphärischen Dispersion verschmiert.

Die beiden rötlich- braunen Bänder und die Polhaube kann ich gut sehen.




Sonnenbeobachtung am 18. Juni bei Dürrnfarrnbach, von 1720 bis 1810 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Der Himmel ist von dünnen Wolkenfeldern überzogen.
Sehr unruhiger Sonnenrand. Leicht unruhiges aber noch sehr scharfes Sonnenbild.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 23 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  J1 / 4
Aktive Region 12662.
Unipolarer Fleck. Voll umlaufende Penumbra. Die Umbra wird von einer Lichtbrücke zerteilt.
Bei einer Vergrößerung von 167x erkenne ich in der einen Hälfte der Umbra viele Bright Points.

•  D3 / 19
Aktive Region 12663.
Langgezogene bipolare Gruppe.
Zwei Hauptflecken mit Penumbra. Viele kleine Flecken.

Die Granulation ist gut sichtbar.
H- alpha:

Auf der Chromosphäre sind einige große Filamente.
In der Aktiven Region 12663 ist eine schwache Chromosphärische Fackel.

Rings um die Sonne sind schwache und kleine Protuberanzen.
Eine Protuberanz ist aber sehr hell und groß, eine weitere fast abgelöste Protuberanz ist sehr schwach, aber sehr groß.

Sonnenbeobachtung 760.
H- alpha Beobachtung 266.




 
Die Beobachtungsnacht vom 18. auf dem 19. Juni.


Von Dämmerung zu Dämmerung.


  Von Dämmerung zu Dämmerung zu beobachten ist kurz vor der Sommersonnenwende nicht so schwer zu bewerkstelligen.
In dieser Nacht beobachtete ich mit meinem  12" Newton  wieder bei der Ortschaft Kräft in Mittelfranken.

Neben den beiden Planeten Jupiter und Saturn beobachtete ich auch Kohlenstoffsterne, Kugelsternhaufen und Galaxien.


Abenddämmerung

Abenddämmerung.


  An meinem Standort waren in der Dämmerung noch ein paar Wolken zu sehen, die sich aber auflösten.
Die Nacht wurde sehr klar und transparent.
Bis 030 Uhr MESZ war der Himmel noch aufgehellt. Ab 045 Uhr MESZ wurde es deutlich dunkler.
Die Milchstraße war deutlich und struktueriert zu sehen.

In dieser Nacht störten einige Flugzeuge mit hellen Scheinwerfern beim Landeanflug auf Nürnberg.


Mein erstes Objekt war Jupiter, den ich mir bei einer Vergrößerung von 179x anschaute.

Jupiter war sehr ruhig im Okular. Das Scheibchen wurde sehr scharf abgebildet.
Ich konnte auf Jupiter viele Strukturen erkennen.


Nach Jupiter kamen Kohlenstoffsterne und ein Sternmuster an die Reihe:





  Mit Saturn holte ich mir den zweiten Planet dieser Nacht ins Okular.

Bei einer Vergrößerung von 179x ist Saturn überraschend ruhig im Okular. Die Cassinische Teilung kann ich umlaufend sehen.
Auf dem Saturnscheibchen kann ich die Bänder und die Polhaube gut sehen.

Westlich von Saturn konnte ich die Monde Titan, Rhea, Dione und Thetis sehen. Östlich, aber nicht richtig bewusst, die Monde Mimas und Enceladus.


Nach Saturn ging es weiter zu Kugelsternhaufen, Galaxien und einem weiteren Sternmuster:






Statistik (nur Deep Sky): 2.291 Beobachtungen, 1.473 Objekte.



Morgendämmerung

Morgendämmerung.




Sonnenbeobachtung am 24. Juni bei Dürrnfarrnbach, von 1445 bis 1515 Uhr MESZ.

Himmel und Bedingungen:
Mittlerer bis stärkerer Wind. Durchziehende, hohe Wolken. Blauer Himmel.
Ruhiges und scharfes Sonnenbild, das durch den Wind zittert.

Weißlichtbeobachtung mit einem Schiefspiegler, ∅ 150mm, ƒ 20 und einem Herschelprisma, Vergrößerung 122x.
H-α Beobachtung mit einem Coronado PST, Vergrößerung 60x.


Weißlicht:

Zwei Gruppen mit insgesamt 17 Flecken.

Waldmeier Klasse / Anzahl der Flecken:

•  D2 / 16
Aktive Region 12664.
Bipolare Gruppe.
Ein Hauptfleck mit umlaufender Penumbra und kompliziert aufgebauter Umbra.
Ein kleiner Fleck mit Penumbra und viele kleine Flecken.

•  A1 / 1
Aktive Region 12662.
Ein sehr kleiner Fleck, der nahe am Sonnenrand in einer großen Fackel steht.

Die Granulation ist angedeutet.
H- alpha:

In der Aktiven Region 12664 ist eine große Chromosphärische Fackel und ein dunkles Filament. Die restliche Chromosphäre ist sehr ruhig.

Eine Protuberanz, die einen doppelten Bogen beschreibt ist am Westrand der Sonne. Von dieser Protuberanz aus gehend windet sich ein Filament auf die Chromosphäre.
Sonst sind nur wenige und kleine Protuberanzen am Sonnenrand.

Die Spikulen sind nur angedeutet.

Sonnenbeobachtung 761.
H- alpha Beobachtung 267.




 
Die Beobachtungsnacht vom 24. auf dem 25. Juni.


100x mit 12" ƒ4.


Teleskop  
Das 100x. baute ich in dieser Nacht meinem  12" ƒ4 Newton  auf, um mit diesem Teleskop am Nachthimmel zu beobachten.
Das erste mal habe ich mit diesem Teleskop am 16. Juli 2011 beobachtet, vor fast genau sechs Jahren.

In dieser Nacht spannte ich einen breiten Bogen am Himmel:

In unserer Erdatmosphäre, genauer in der Mesosphäre waren Leuchtende Nachtwolken zu sehen.

Weiter hinaus ging es in unser eigenes Sonnensystem zu Kleinplaneten, Planeten und Kometen:

In unserer eigenen Galaxie beobachtete ich Kugel- und Offene Sternhaufen:

Noch weiter hinaus ging es zu einer Supernova in der Galaxie NGC 5861:


Auch in dieser Nacht beobachtete ich wieder in der nähe der kleinen Ortschaft Kräft in Mittelfranken.

In der Dämmerung zogen auf der Osthälfte vom Himmel noch viele Wolken umher. Es sah zuerst nicht danach auf, das der Himmel frei von Wolken wurde.
Als der Erdschattenbogen aufstieg, war ich mir zuerst nicht sicher, ob es doch eine Schicht Dunst am Horizont ist. Erst nachdem die Dämmerung fort schritt, konnte ich den Erdschattenbogen gut sehen.


Erdschattenbogen

Die Gegendämmerung mit dem Erdschattenbogen und dem Venusgürtel.


Mein erstes Objekt in dieser Nacht war wieder Jupiter.

Bei einer Vergrößerung von 179x war Jupiter sehr unruhig im Okular. Die Luftunruhe verschmierte das Jupiterscheibchen merklich.
Den Großen Roten Fleck konnte ich am Rand vom Jupiterscheibchen gut sehen, seine Farbe war intensiv orange.

Nach einer halben Stunde, nachdem das Teleskop weiter ausgekühlt war, wurde Jupiter deutlich schärfer abgebildet.


Mein nächstes Objekt war der Komet C/2015 V2 (Johnson).

Bei einer Vergrößerung von 109x war Johnson am aufgehellten Himmel nur ein blasses Nebelfleckchen.


Vor 23 Uhr MESZ tauchten sie allmählich am Nordhimmel auf: Leuchtende Nachtwolken.

Erst zeigten sich nur wenige Wolken, die im Laufe der Dämmerung immer mehr und immer heller wurden. Nach circa einer ¾ Stunde ging es auch schon langsam wieder zu Ende, und diese Wolken verblassten wieder.
Ein Klick in das Bild öffnet ein größeres Bild.


Leuchtende Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken.


Nach den Leuchtenden Nachtwolken ging es mit der Beobachtung am Teleskop weiter:








(6) Hebe  






Saturn.

Direkt an Saturn konnte ich die Monde Titan, Rhea, Tethys und Dione sehen. Den Mond Enceladus konnte ich immer wieder aufblitzen sehen.
Saturn ist bei einer Vergrößerung von 179x sehr ruhig im Okular. Die Cassinische Teilung kann ich meist umlaufend sehen.






Statistik (nur Deep Sky): 2.295 Beobachtungen, 1.473 Objekte.



Die SQM-L Messwerte für diese Nacht.

Messwerte


Morgendämmerung  
Nach der Abenddämmerung wurde es eine dunkle und transparente Nacht. Die Milchstraße war gut zu sehen.

Die Luftunruhe machte sich bei hohen Vergrößerungen deutlich bemerkbar.
Am Süd-Osthimmel war immer wieder Wetterleuchten zu sehen.

Gegen 2 Uhr MESZ zogen vom Westen Wolken auf, die nach und nach den gesamten Himmel überzogen.
Die gesamte Nacht über ging ein leichter Wind.

Während der Nacht erschrak ich über einen Flare vom Satellit Iridium 3, der laut "CalSky" eine Helligkeit von -7m2 haben sollte.



©  , Gerd Kohler, Burggrafenhof.