Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 1. Quartal 2016.
Januar bis März 2016.


Die schmale Mondsichel, die Venus und der Saturn standen am 8. Januar eng zusammen am Morgenhimmel. Durch Wolkenlücken konnte ich diese Konstellation im Bild festhalten. 
Das erste mal im Jahr 2016 stellte ich am 21. Januar meine Teleskope für die Beobachtung von Sonne und Mond auf.
Die Bedingungen an diesem Tag waren allerdings nicht die besten.

Den Mond, die Venus und den Merkur konnte ich durch dünne Wolken am Morgen vom 6. Februar auf dem Chip meiner Kamera bannen.

Nach langer Zeit konnte ich am 16. März mal wieder mit meinem Schiefspiegler am Nachthimmel beobachten.
Meine Beobachtungsziele waren die Bedeckung vom Stern 26 Gem durch den Mond und ein doppelter Mond- und Schattendurchgang auf Jupiter.

Google

Google-Doodle zum 266. Geburtstag von Caroline Herschel.

Am 19. März fand die alljährliche "Earth Hour" statt.
Vom Solarberg in Fürth- Atzenhof aus machte ich Vergleichsaufnahmen vor und während der Abschaltung der Beleuchtungen.

 Januar

 
Der Mond, die Venus und der Saturn am Morgenhimmel.


Ein Trio aus Mond und Planeten in der Morgendämmerung.

Mondsichel  
Die schmale Mondsichel und die Planeten Venus und Saturn gaben am Morgenhimmel vom 8. Januar ein schönes Bild am Morgenhimmel ab.

Die Mondsichel habe ich rund 42 Stunden vor Neumond aufgenommen.
Die Mondsichel hat eine Dicke von 1,14′. Der Mond ist zu 3,9% beleuchtet.


Venus und Saturn  
Saturn und Venus standen nur 1° voneinander entfernt.
Mit den freien Augen konnte ich den Mond und auch die beiden Planeten gut erkennen.

Alle Bilder entstanden mit einer Panasonic LUMIX DMC FZ-150 Bridgekamera.


Mond, Venus und Saturn

Der Mond, die Venus und der Saturn in der Morgendämmerung



 
Sonne und Mond - die ersten Beobachtungen mit Teleskopen im Jahr 2016.


Sonnenbeobachtung  
Nach langer Pause, das letzte mal hatte ich am 27. Dezember 2015 ein Teleskop aufgestellt, konnte ich am 21. Januar das erste mal die Sonne und den Mond mit einem Teleskop beobachten.

Bei der Beobachtung der Sonne hatte ich schlechte Bedingungen:
Die Sonne sah sehr unscharf im Okular aus. Sie stand Nachmittags schon so nahe am Horizont, so das sich die Luftunruhe und der Dunst in Horizontnähe schon sehr negativ im Okular auswirkte.
Der Rand der Sonne und die Flecken ließen sich nicht richtig scharfstellen, das Bild im Okular war sehr flau.



Sonnenuntergang  
Die Sonne ging nur wenig später farbenfroh am dunstigen Horizont unter, was einen netten Anblick ergab.



Sonnenuntergang



Mondbeobachtung  
Bei der Sonnenbeobachtung und im Laufe des Abends war der Mond gut zu sehen, so das ich mir dachte, ich könnte vor der Nachtschicht, die ich an diesem Tag hatte, noch den Mond und ein paar Karbonsterne beobachten.

Den Mond und die Karbonsterne wollte ich mit dem 12" Newton beobachten.
Nachdem ich den Schiefspiegler ausgeladen und den Newton eingeladen hatte, ging es dann nach Einbruch der Dunkelheit in Richtung zu meinem Beobachtungsplatz.
Doch schon auf der Fahrt zogen die ersten Nebelfelder über die Straßen.

Der Nebel nahm schnell zu, so das es mit einer Beobachtung von Karbonsternen schon mal nichts wurde.

Ich begnügte mich dann mit den Mond.
Das Schrötertal und einige interessante Schattenwürfe bescherten dann doch noch schöne Bilder im Okular.

Schon bald musste ich mein Teleskop wieder abbauen, denn es ging anschließend in die Nachtschicht.



Aureole

Im zunehmenden Nebel hüllte sich der Mond in farbige Aureolen.



 
Februar

 
Der Mond, die Venus und Merkur am Morgenhimmel.


Luna, die Mondgöttin hat ein Stelldichein mit dem Götterboten Hermes und der Göttin der Liebe und der Schönheit.

Mond, Venus und Merkur  
Diese Konstellation aus dem Mond und den zwei Inneren Planeten Merkur und Venus konnte ich durch dünne Wolken am 6. Februar aufnehmen.

Während ich die Venus gut mit den freien Augen sehen konnte, gelang das mir mit Merkur nicht. Nur auf dem Foto konnte ich Merkur erkennen.

Auf dem kleinen Bild habe ich den Mond und die beiden Planeten markiert.


Mond, Venus und Merkur

Morgendämmerung

Morgendämmerung

 

Venus und Merkur - die zweite...

Venus und Merkur  
Eine zweite Sichtung von Venus und Merkur am Morgenhimmel gelang mir am 7. Februar.

Merkur war zum Teil hinter dichten, aber zum Glück schmalen Wolkenbändern verborgen.
Ein vom Westen aufziehendes dichtes Wolkenfeld machte das Suchen von Merkur noch spannender.

Dieses mal meinte ich, Merkur mit den freien Augen sehen zu können, als er direkt neben einem dunklem Wolkenfetzen stand.

Zwischen Wolkenlücken konnte ich dann Merkur auf dem Chip meiner Kamera bannen.
Durch Zufall entstand die Aufnahme exakt zur gleichen Zeit wie die vom Vortag.


Venus und Merkur

Die schmale Mondsichel

Mond  
Die schmale Mondsichel musste ich in den Wolken doch sehr suchen, bis ich sie fand.

Die Daten laut CalSky:



Venus und Merkur



 
Konjunktion von Mond und Jupiter am 24. Februar.


Mond und Jupiter  
In der Nacht vom 24. Februar standen der Mond und der Jupiter nur 2,3° voneinander entfernt im Sternbild Löwe.

Das Bild gelang mir am Morgenhimmel vor Monduntergang in Langenzenn/Mittelfranken.

Jupiter ist rechts, schräg oberhalb vom Mond zu sehen.



 
Die Bedeckung vom Stern 26 Gem durch den Mond.
Zwei Monde und zwei Schatten vor Jupiter.


Mond und 26 Gem  
Am Abend vom 16. März wurde der 5.9 mag helle Stern 26 Gem durch den Mond bedeckt.
Diese Bedeckung beobachtete ich mit meinem 150/3000mm Schiefspiegler bei Dürrnfarrnbach in Mittelfranken.

Den Stern konnte ich neben den unbeleuchteten Mond gut sehen.
Als der Mond den Stern bedeckte, wurde er vom einem Augenblick zum anderen "ausgeknipst". Es sah dann im Okular so aus, als würde der Stern schlagartig verlöschen.


Mond und 26 Gem


Die Durchgänge von Ganymed, Io und ihren Schatten auf Jupiter.


Monde und Schatten auf Jupiter  
An diesem Abend gab es auch noch einen doppelten Mond- und Schattendurchgang auf Jupiter.
Diese Durchgänge beobachtete ich mit meinem Schiefspiegler bei einer Vergrößerung von 167x.

Den Mond Ganymed konnte ich nach kurzen "Einsehen" vor dem Jupiterscheibchen erkennen.
Zusammen mit dem hereinrotierenten Großen Roten Fleck (GRF) gab es eine schöne Ansicht im Okular.

Je weiter der Mond in die Jupiterscheibe hinein rotierte, desto einfacher war er zu sehen.
Das Scheibchen vom Mond hatte die ungefähre braune Farbe vom Nördlichen Äquatorband (NEB), es war nur etwas heller. Der nachfolgende Schatten war ein tiefschwarzer Punkt mit einem hohen Kontrast zur Jupiter. Der Schatten stand etwas nördlich vom NEB.

Zeitgleich mit dem in das Jupiterscheibchen einwandernden Mondschatten wurde der Mond Europa von Jupiter bedeckt. Europa wurde im Bereich vom Südlichen Äquatorband (SEB) vom Jupiter bedeckt. Durch den hohen Kontrast zum SEB konnte ich Europa lange verfolgen, bis er nach und nach vollständig bedeckt wurde.

Im Laufe des Abends zog dann noch der Mond Io vor der Jupiterscheibe vorbei. Io hatte seinen Durchgang genau über dem NEB.
Durch den hohen Kontrast von Io zum NEB war der Mond sehr einfach und deutlich zu sehen. Er sah aus wie ein sehr helles kleines Scheibchen im dunklem NEB.

Wenig später folgte auch der Schatten vom Mond Io.
Der Schatten von Io war deutlich kleiner als der Schatten von Ganymed. Auch folgte er im kürzeren Abstand zu Io, während der Schatten von Ganymed seinem Mond entfernter folgte.

Insgesamt konnte ich gleichzeitig zwei Monde, zwei Mondschatten und den orangenen GRF sehen.



 
Earth Hour 2016.


Earth Hour 2016


Am Samstag den 19. März 2016 fand die alljährliche "Earth Hour" statt.

Für eine Stunde, von 2030 bis 2130 wurden Deutschlandweit (und auch Weltweit) die Lichter, vor allem an öffentlichen Gebäuden abgeschaltet.

Vom Solarberg in Fürth Atzenhof machte ich Vergleichsaufnahmen vor der Abschaltung der Beleuchtungen und während der Abschaltung.

In und über Nürnberg (obere Bildreihe) wurde es deutlich dunkler, während es in Richtung Erlangen (untere Bildreihe), bis auf die Hugenottenkirche mit ihrem deutlichen in den Himmel zeigenden Lichtfinger, keine sichtbare Änderung der Helligkeit gab.
In der Altstadt von Nürnberg fielen die abgeschalteten Beleuchtungen der Burganlage und der beiden großen Kirchen St. Sebald und St. Lorenz sehr auf.


Earth Hour 2016 Earth Hour 2016
Earth Hour 2016 Earth Hour 2016

Business-Tower  
Keine Änderung gab es in der Beleuchtung der Privaten und Geschäftlichen Gebäuden.
Diese leuchteten unverändert weiter. Auch der Business-Tower (siehe Bild), der mit seiner hellen Beleuchtung die Wolkenschicht beleuchtet, wurde nicht abgeschaltet.

Zusätzlich zu den Öffentlichen Gebäuden wurden an einigen wenigen unbedeutenden Straßen die Straßenlampen abgeschaltet.