Amateurastronomie und
Himmelsbeobachtung



Himmlisches und Irdisches.

Logbuch von Natur- und Himmelsbeobachtungen vom 3. Quartal 2011.
Juli bis September. 




 
Juli

16.07.2011 bei Kreben.

Himmel:
Dichte Bewölkung. Widrige Bedingungen.


      Erste Beobachtung mit dem 300/1200mm Newton

Am Mond habe ich meine Okulare getestet, ob ich auch in den Fokus komme.
Alle Okulare waren problemlos Scharfzustellen.



 
August

 
Zwei Nächte am Hochtor, 22. und 23. August.


300/1200mm Newton  
   Vor etwa vier Wochen hatte ich scheinbar den richtigen Riecher, als ich den Großglockner Abbau von Überstunden beantragte.

Die Wettervorhersage von Meteoblue für das Glocknergebiet sah ganz gut aus. Da ich am Sonntag noch Spätschicht hatte, war das ganze am Montag Vormittag eine sehr spontane Aktion.
Die Ausrüstung war schon vom Vortag im Auto, da ich eigentlich nach der Spätschicht beobachten wollte, aber vom fränkischen Wetter mal wieder enttäuscht wurde.

Montag Vormittag machte ich mich dann auf den 450km langen Weg, zu meiner Unterkunft im Wallackhaus.

Bei strahlenden Sonnenschein fuhr ich los, das Wetter war auf der ganzen Strecke super, änderte sich aber schlagartig am Schlagbaum zur Einfahrt zur Hochalpenstraße.
Es regnete wie verrückt, Graupel war auch dabei.

Blick von der Hotelterrasse  
Mein erster Eindruck bei der Auffahrt zum Berg: Es roch nach gequälten Bremsscheiben und nach Trommelbremsen, die fast schon den Sinn ihres Daseins verloren hatten...

Bis zum Abend beruhigte sich das Wetter, und es klarte nachts auf.
Auch die zweite Nacht konnte ich voll nutzen, nach ein paar harmlosen Quellwolken wurde es wieder eine klare Nacht.
Mein Standort war jeweils das Hochtor, Südportal.

Beobachtet habe ich mit meinem 300/1200mm Newton, parallaktisch montiert.
Diese Nächte waren meine ersten richtigen Beobachtungen mit diesem Gerät, ich musste mich erst an das Teleskop gewöhnen (oder das Teleskop an mich...)

   Ich beobachtet in den zwei Nächten nur Karkoschka Objekte, im Gegensatz zu meinem vorhergehenden 8 Zoll Newton erschienen mir die Objekte wörtlich in einem anderen Licht...



Die erste Nacht, vom 22. auf dem 23. August:





Die zweite Nacht, vom 23. auf dem 24. August:






 
September

 
Eine sehr feuchte Nacht in Mittelfranken, am 24. September.


Nach Sonnenuntergang zogen noch einige Dunstfelder am Himmel umher, auch am Westhorizont war eine breite Dunstschicht zu sehen.

Der Himmel blieb aufgehellt, auch setzte sich am Tubus viel Tauwasser ab.
Der Telrad beschlug immer wieder mit Feuchtigkeit, ich musste die Scheibe und später auch den Fangspiegel vom Newton immer wieder Freifönen.

Beobachtet habe ich wieder mit meinem 300/1200 Newton, der parallaktisch auf einer G11 montiert ist.



Die beobachteten Objekte:






 
Zwei Nächte, am 25. September und 26. September.


300/1200mm Newton  
Bei beiden Nächten hatte ich einen aufgehellten, grauen Himmel von geringer Transparenz.

In der zweiten Nacht zog es nach kurzer Zeit zu, die Ausbeute an Beobachtungen war mager.

Ich hatte wieder mit meinem 300/1200 Newton draußen am Feld dabei.



Die erste Nacht, vom 25. September auf dem 26. September:





Die zweite Nacht, vom 26. September auf dem 27. September:






 
Tour zur Edelweißspitze vom 30. September bis zum 3. Oktober.


300/1200mm Newton  
   Mit meiner Planung vom Überstundenabbau und Urlaub hatte ich wieder Glück mit dem Wetter.

Die Hinfahrt zum Glocknergebiet ging schnell vonstatten, die Straßen waren nicht besonders voll, so das ich nach gut 3½ Stunden an der Edelweißspitze angelangt war. Großglockner

Die Rückfahrt war um so heftiger. Es staute sich auf der A9, sieben Stunden war ich unterwegs.

Beobachtet hatte ich mit meinem 300/1200 Newton auf der G11.

Ein paar Änderungen in den Suchern muss ich noch an den Teleskop machen, es kommt auf jedem Fall wieder ein optischer Sucher dazu.


Bergkullisse  
In den Nächten auf der Spitze waren wir bis zu ca. 10 bis 15 Beobachter.
Viele bekannte Leute waren vor Ort.

Alle Nächte waren sehr dunkel, der Himmel hatte eine hohe Transparenz. Leider war die Luftfeuchtigkeit teilweise sehr hoch, vom Tubus, Okularkoffer und den Sternkarten tropfte das Wasser.
In der ersten Nacht war es vor Mitternacht noch etwas aufgehellt, später in der Nacht wurde es aber dunkler.

In der zweiten und dritten Nacht viel mir ein leichter Lichtkegel am Südhimmel auf, scheinbar war die Feuchtigkeit doch so hoch, das hier Licht weit hinaufgestreut wurde.

Das Zodiakallicht in der Morgendämmerung fand ich sehr hell, es war einfach und deutlich zu sehen.

Edelweißspitze  
Übernachtet habe ich wieder im Wallackhaus. Die Edelweißspitze war von Besucherströmen ausgebucht.
Wallackhaus  
Drei Nächte mit Frühstück im Einzelzimmer kosteten dieses mal 106 Euro, durch die Sommeraktion waren hier die Kosten für die Mautkarte der Hochalpenstrasse schon integriert.

Tagsüber war der Parkplatz an der Spitze von Urlaubern und Motorradfahrern überbelegt, teilweise stauten sich die Autos in den letzten Kehren zum Parkplatz zurück.



Die erste Nacht, vom 30. September auf dem 01. Oktober:





Die zweite Nacht, vom 1. Oktober auf dem 2. Oktober:





Die dritte Nacht, vom 2. Oktober auf dem 3. Oktober:






©  , Gerd Kohler, Burggrafenhof.