Die ehemalige Burggrafenburg

Die Schildmauer schließt sich unmittelbar an den Sinwellturm an.
Sie geht vom Süden quer von der Hasenburg bis zur Burgamtmannswohnung im Norden der Burggrafenburg.

Der Wehrgang über dieser Mauer ist der heimliche Wächtergang.

Über der niedrigen Mauer vor der Schildmauer befindet sich das Burgamtmannsgärtlein


Schildmauer     Schildmauer


Die Burgamtmannswohnung ist eines der erhaltenen Bauwerke der Burggrafenburg.


Burgamtmannswohnung


Burgamtmannswohnung        Burgamtmannswohnung


Das Vestnertor ist der Ausgang der Burggrafenburg nach Norden.

Torturm am Vestnertor  
Auf dem Bild rechts ist der spätmittelalterliche Torturm zu sehen, der hinter der Burgamtmannswohnung gebaut wurde.


Torbogen  
Ursprünglich führte vom Vestnertor eine Zugbrücke über den Burggraben ins Freie.
Auf dem unteren linken Bild ist der alte Torbogen vom Vestnertor zu sehen.

Durch diesen Torbogen gelangt man auch auf die Bastionen mit ihren Burggärten.

Nachdem die Bastionen gebaut wurden führt ein Tunnel und eine Brücke über den Burggraben ins Freie (Bild rechts unten).
Diesen Tunnel erreicht man durch den Torbogen, der in den Waffenhof führt (Bild rechts).
Im Waffenhof wird derzeit in Zuge der Umbau- und Renovierungsarbeiten gebaut (Stand Februar 2017).


Vestnertor          Vestnertor


Der Fünfeckturm ist im Kern ein viereckiges Gebäude, das an der Ost-Ecke eine dreieckige, massive Verstärkung hat.
Diese Verstärkung war die ursprüngliche Angriffsseite die mit einem Halsgraben abschloss.

Fünfeckturm Es ist aber nicht sicher, ob es diesem Graben überhaupt gab.

Das ursprüngliche Dach war bis zum 16. Jahrhundert ein Walmdach mit einem Holzerker, der ein Auslug von der Burggrafenburg zur Kaiserburg und zur Stadt war.

Die Streichwehr unten am Turm wurde von der Stadt in den Jahren 1535 und 1536 angelegt.

Der Turm, der als Bergfried der Burggrafenburg diente, stammt aus dem Jahr 1150.


Fünfeckturm  
Die dreieckige Verstärkung des Turmes auf der Angriffsseite ist von der Nord- Ostseite gesehen gut erkennbar.



Der Fünfeckturm war bis vor einigen Jahren ein beliebter Kinder- und Jungendtreff.
Leider wurde wegen Brandschutztechnischer Mängel dieser Treff im Jahr 2011 endgültig geschlossen. Auch die Töpferwerkstatt im Turm existiert nicht mehr.

Der Turm bedarf einer grundlegenden Sanierung, wozu es aber an den Finanzen fehlt.

Zur Zeit (Mai 2015) steht der Turm immer noch leer.


Hohlweg  
Der von Stützmauern eingefasste Hohlweg zwischen der Walburgiskapelle und den Fünfeckturm wurde 1537 von der Stadt Nürnberg angelegt.

In den Hügeln links und rechts vom Hohlweg liegen die Trümmer der zerstörten Burggrafenburg.


Laterne        Liebesschloss

Eine der Laternen, die den Hohlweg säumen.                        Liebesschlösser gibt es auch auf einer Burg...


Die Walburgiskapelle (St. Walburgis) war die Burgkapelle der Burggrafenburg.
Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts hieß diese Kapelle Otmarskapelle.

Im Jahr 1420 wurde die Kapelle bis zum Turmstumpf zerstört, aber im selben Jahrhundert wieder aufgebaut. 1945 wurde die Kapelle von Bomben schwer getroffen, jedoch bis 1970 wieder aufgebaut.


Walburgiskapelle


Walburgiskapelle

Die Walburgiskapelle vom Nord- Ost gesehen.


Vokalensemble Quadr Arte

Konzert vom Vokalensemble Quadr Arte in der Walburgiskapelle.


Zwischen der Schildmauer und der Walburgiskapelle liegt ein dreieckiger Platz, die Freiung.
Nach Norden verjüngt sich dieser Platz, ein Weg geht zwischen den Mauern des Burgamtmannsgärtlein zur Burgamtmannswohnung. An der Walburgiskapelle stehen noch Reste der ehemaligen Wehrmauer.

Hier bestand bis 1341 für jedermann, der diesen Platz erreichte, Asylrecht. Den hierher geflüchteten durfte keine Gewalt angetan werden. Nur der Reichsschultheiß durfte über die zu der Freiung Geflüchteten urteilen und ein Urteil fällen.


Freiung


Wehrmauer  
Die Wehrmauer, die zwischen der Walburgiskapelle und der Burgamtmannswohnung verläuft (Bild rechts und unteres Bild).


Wehrmauer


Einer Legende nach soll Eppelein von Gailingen durch einen Sprung über die Burgmauer seiner Hinrichtung entgangen sein.


Eppelein von Gailingen


Eppelein von Gailingen  
Eppelein soll der Legende nach von den Nürnbergern gefangen worden sein, und zum Tode verurteilt worden.

Er hätte auf der Burgfreiung gehängt werden sollen.

Die Nürnberger erfüllten den letzten Wunsch von Eppelein, noch mal auf seinem Pferd reiten zu dürfen. Die Freiung wurde dazu abgesperrt.

Eppelein ist aber dann mit seinem Pferd über die Burgmauer gesprungen und so entkommen. Er soll bei seinem Sprung gerufen haben:


"Die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn zuvor."


Die auf der Mauer sichtbaren und auch noch weitere Hufabdrücke sind in die Mauerbrüstung gemeißelt.


Der Fünfeckturm, die Kaiserstallung und der Luginsland  
Durch den Hohlweg hindurch in östlicher Richtung, vorbei an dem Fünfeckturm erreichen wir die Kaiserstallung und den Luginsland, die zu den Reichstädtischen Bauten gehören.