Meine Beobachtungsplätze in
Mittelfranken

Meine Beobachtungsplätze, die für mich schnell erreichbar sind, liegen nahe der Kleinstadt Langenzenn in Mittelfranken.
Ich habe hier mir Plätze an den Windkraftwerken gesucht, die sich um Langenzenn herum reichlich finden. Diese Plätze fahre ich nicht nur an, um am Nachthimmel zu beobachten, sondern suche diese auch sehr oft zum beobachten der Sonne auf.

Diese Plätze sind sicher nicht optimal, wenn es um die Lichtverschmutung geht, doch sie sind innerhalb von wenigen Minuten erreichbar.



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  An den Türmen der Windkraftwerke gibt es große geschotterte Plätze.
Diese Plätze bieten genug Platz, um ein Teleskop aufzustellen und ungestört beobachten zu können.

Auf den umliegenden Wegen ein Teleskop aufzubauen ist wegen des sporadischen Durchgangsverkehrs und auch wegen durchfahrenden, großen landwirtschaftlichen Maschinen nicht möglich.


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Wenn das Teleskop auf einem der umliegenden Wege aufgestellt wird, kann es durchaus geschehen, das dieses umgesetzt werden muss, da eventuell durchfahrende landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht mehr daran vorbeikommen.

Die umliegenden Felder werden vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein bewirtschaftet. Besonders in den Erntemonaten wird bis tief in die Nacht auf den Feldern gearbeitet.
Dadurch kann es schon mal durch Fahrzeugbeleuchtungen zu Beeinträchtigungen kommen, die aber meist nur wenige Minuten anhalten.



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  Der Beobachtungsplatz nahe am Windkraftwerk hat einige Vorteile, sowie auch einige Nachteile:

Die Vorteile dieser Plätze:

Die Nachteile dieser Plätze:


Meine Erfahrungen mit den beobachten an den Windkraftwerken:


Meine Erfahrungen mit den beobachten unmittelbar in der Nähe eines Windkraftwerkes sind durchwegs positiv.

Der große Vorteil ist die schnelle Erreichbarkeit und die Größe der Vorplätze, an denen ein Teleskop ohne Platzmangel aufgestellt werden kann, und ich mich nicht auf einem Weg oder auf ein fremdes Grundstück stellen muss.

Die Geräusche vom Rotor, der einem Durchmesser von 82 Metern bei einer Nabenhöhe von 138 Metern hat, sind bei leichten Wind am Boden kaum hörbar.
Erst bei mittleren und stärkeren Wind macht sich das Geräusch vom Rotor störend bemerkbar. Dann habe ich als Beobachter aber ganz andere Probleme. denn bei Wind wird eben auch das Teleskop inklusive dem Beobachter durchgeschüttelt, was einem sinnvollen Beobachten abträglich ist...

Meine Erfahrungen an den Windkraftwerken im Detail:

Der Rotor:

Bei leichten Wind ist der Rotor fast unhörbar und säuselt leise vor sich in. Wenn ich Nachts in meinem Teleskop vertieft bin, nehme ich das Geräusch vom Rotor kaum war. Erst bei stärkeren Wind macht sich das Geräusch vom Rotor störend bemerkbar.
Störender ist das Geräusch vom Turm- (Azimut-) Antrieb, der in regelmäßigen Abständen zu hören ist.
Ein Eisabwurf von den Rotorblättern ist kaum zu befürchten. Die Enercon- Anlagen sind mit einer Rotorblatt- Enteisungsanlage ausgestattet, was die Gefahr eines Eisabwurfes minimiert.

Wenn ich mein Teleskop zu nahe am Turm vom Windkraftwerk aufstelle, dann kann es durchaus möglich sein, das sich der Rotor durch das Feld dreht.

Positionslichter:

Die ringförmig am Turm angebrachten Positionslichter sind so hoch angebracht, das sie nicht gesehen werden können, ohne das ich direkt zu ihnen hinsehe.
In dieser Höhe sind sie bereits so lichtschwach, das sie gefühlt kaum heller als meine Rotlichtlampen zum Kartenlesen sind.

Erschütterungen oder Schwingungen:

Beides konnte ich bisher nicht ausmachen.

Seeing/Luftruhe:

Sofern nicht gerade auf der Leeseite von einem Windkraftwerk beobachtet wird, findet keine Beeinträchtigung der Luftruhe statt.

Bei der hier in Mittelfranken vorherrschenden Westwetterlage mit Wind zumeist aus westlicher Richtung, zeigt die vorhandene Wirbelschleppe der Rotoren nach Osten.
Bei Wind aus Osten sind die umgekehrten Richtungen der Fall.

Wenn ich mich mit dem Teleskop südlich vom Turm aufhalte, konnte ich bisher keine Beeinträchtigung der Luftruhe beim Beobachten, auch bei hoher Vergrößerung, feststellen.

Ich habe auch schon direkt durch dem sich drehenden Rotor hindurchbeobachtet, auch hier konnte ich keine Beeinträchtigung durch Verwirbelungen feststellen.



Der große Nachteil dieser Plätze - die starke Lichtverschmutzung.


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Business-Tower  
Leider sind die Aufhellungen am Ost- und auch am Südhorizont durch die großen Städte Nürnberg, Erlangen und Fürth im Osten und Nord- Osten, und der kleinen Stadt Langenzenn im Süden enorm.

Auf dem oberen Bild ist der Horizont im Osten, der sehr aufgehellt ist.
Beobachtungen von schwachen Kometen, die in der 2. Nachthälfte über den Horizont kommen, sind von diesem Standort fast schon unmöglich geworden.

Weit sichtbar ist auch der Lichtkegel vom stark beleuchteten Business-Tower, der von diesem Standort gesehen rund 20km entfernt in Nürnberg steht.

Business-Tower  
Dieser Turm ist ein Musterbeispiel für eine sehr starke Lichtverschmutzung.
Starke Scheinwerfer beleuchten von unten das Gebäude und strahlen somit in den Weltraum.
Bei bewölkten Himmel ist dieser Lichtkegel an der Unterseite der Wolken noch in großer Entfernung zu sehen.


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  Mein Beobachtungsplatz, den ich schon seit den 1990ern Jahren anfahre ist etwas südwestlich der kleinen Ortschaft Kreben in Mittelfranken.

Mittlerweile fahre ich diesen Platz aber kaum mehr an.

Dieser Platz ist etwas beengt, Teleskope kann man in der Weggabelung oder am Wegesrand aufstellen.

Leider macht sich am diesem Platz die zunehmende Lichtverschmutzung durch die Städte Nürnberg und Fürth am Osthimmel und durch diverse Gewerbegebiete und die Städte Dietenhofen und Ansbach am Südhimmel bemerkbar.

Ein weiteres Problem ist die zunehmende Größe und Breite von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Geräten, die durchaus bis in die Nacht unterwegs sein können. Deshalb ist es sehr ratsam, Teleskope nicht zu weit in den Weg hineinzustellen.


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