Beheizbare Einlegesohlen von Aldi Süd

Auf dieser Seite berichte ich mit meinen Erfahrungen der beheizbaren Schuheinlagen von Aldi Süd.


Kalte Füße können in den Wintermonaten schon mal zu einem vorzeitigen Abbruch der Beobachtungsnacht führen. Neben passenden Winterschuhen gibt es auch beheizbare Einlegesohlen zu erwerben.

Am 7. November 2013 gab es bei Aldi Süd beheizbare Einlegesohlen im Angebot, die ich mir zum testen zugelegt habe.
Gekostet haben sie 39,99 €


Verpackung


Beworben wurden die Einlegesohlen mit Zitat:
"Sie werden nie wieder kalte Füße bei Aktivitäten im Freien haben."

Ein paar Daten, so wie sie auf der Verpackung stehen:

Die Angabe der Heizleistung:


Verpackungsinhalt
Der Inhalt der Verpackung:

  • Zwei Einlegesohlen mit Kabeln.
  • Zwei Akkupacks mit Temperaturregler und Befestigungsklammer.
  • Ein Steckernetzteil, fertig verkabelt zum aufladen der Akkupacks.
  • Eine Bedienungsanleitung.
  • Eine Garantiekarte.

Die einzelnen Teile machen einen stabilen und wertigen Eindruck, es wurde kein billiger und dünner Kunststoff verbaut.
Die Akkupacks "liegen gut in der Hand", die Befestigungsbügel sehen und fühlen sich sehr stabil an. Auch die Kabel und Stecker der Einlegesohlen machen einen stabilen Eindruck, das gleiche gilt auch für das Steckernetzgerät.

Auch die Bedienungsanleitung ist sehr ausführlich und vor allem, verständlich geschrieben.


Aufladen der Akkupacks:

Laut Anleitung sind in den Akkupacks 3,6 Volt / 2Ah Ni-MH (drei Akkus ?) verbaut, die mit dem beiliegenden Netzgerät mit (2x) 4,5V bei 250mA geladen werden.

Hier ist auch schon der erste Kritikpunkt:
Es gibt keine Kontrolle darüber, ob denn die Akkus auch geladen werden. Es leuchtet kein Lämpchen oder sonst etwas, der einzige Hinweis auf den Ladevorgang ist, das daß Netzgerät warm wird.

Akkupacks
  Die Akkupacks beim laden.

Es gibt keinen Hinweis darauf, ob diese auch geladen werden, außer dem sich erwärmenden Netzgerät.


Laut Hersteller liegt die optimale Ladezeit bei minimal 6½ Stunden, maximal bei 8 Stunden. Da in der Anleitung noch ein Hinweis zu finden ist, das ein Überladen der Akkus zur Verminderung der Leistungsfähigkeit und Lebensdauer führt, findet vermutlich auch keine Ladekontrolle statt.


Eingeschalten werden die Einlegesohlen über den roten Druckknopf am Akkupack, einmal drücken für die Stufe eins, zweimal drücken für Stufe zwei, ein weiterer Druck schaltet die Schuhsohlen wieder aus.
Angezeigt wird die gewählte Heizstufe durch eine rote Anzeige.

Akkupacks
  Die Schuhsohlen im Betrieb.

Links auf Stufe eins, rechts auf Stufe zwei.


Was wird denn nun warm?


Schuhsohle


Nicht der gesamte Bereich der Schuhsohle wird warm, sondern nur der kleine runde Bereich, innerhalb vom roten Kreis mit dem Flammensymbol, rechts auf dem Bild vergrößert dargestellt.

Mit einem Infrarotthermometer konnte ich auf Stufe eins etwa 35℃ messen, auf Stufe zwei waren es knapp 50℃.


Die Praxis:

Die Schuheinlagen werden im Schuh kaum warm.
Ich hatte sie bei -1℃ Außentemperatur im Einsatz, auf Stufe eins war gar nichts zu spüren, auf Stufe zwei konnte ich mit viel guten Willen (oder Einbildung?) etwas Wärme spüren.
Das auf der Verpackung geschriebene Versprechen, "Sie werden nie wieder kalte Füße bei Aktivitäten im Freien haben", traf bei weitem nicht ein.
Die Schuheinlagen erfüllen in keinster Weise auch nur annähernd die Erwartungen.

Nach dem erfolglosen Einsatz der Schuhsohlen, das ganze auseinandergebaut und von innen.


Netzteil  
Das Netzteil von innen.

Ausgangsspannung 4.5 Volt, 250mA (x2).

Netzteil


Steuergerät  
Das zerlegte Steuergerät.

Elektronik
  Die beiden Seiten der ausgebauten Steuerelektronik vom Akkupack.

Die vier Lötfahnen auf dem unteren Bild gehen zum Stecker.

Elektronik


Heizpad
  Das Heizpad mit angeschlossenen Akkupack.

Die runde Fläche vom Heizpad hat einen Durchmesser von ca. 60mm.

Im ausgebauten Zustand habe ich nochmals die Wärme am Heizpad gemessen.


Messung


Schon mit der Hand ist die Wärme spürbar, aber nur wenn die Hand auch direkt auf das Wärmepad gehalten wird.
Das Infrarotthermometer zeigt auf Stufe eins um die 35℃ an, auf Stufe zwei sind es um die 53℃.

Die abgegebene Wärme ist bei Raumtemperatur gut spürbar, bei der Messung waren es knapp 20℃, draussen bei Minustemperaturen dringt die Wärme aber nicht zum Fuß vor, bzw. die Wärmeabgabe reicht dazu nicht aus.

Fazit:
Es geht nichts über gute Winterschuhe und noch dazu guten Einlegesohlen - ganz ohne Elektronik.